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Erstellt am 10.12.2018

Was Sie beim Abschluss einer Hypothek wissen sollten

Der Traum vom eigenen Haus oder von der eigenen Wohnung ist immer auch mit Geld verbunden. Für eine eigene Immobilie benötigen die meisten Menschen eine Hypothek. Worauf Sie dabei achten sollten, lesen Sie in unseren Tipps.

Lediglich 37,4% der Haushalte in der Schweiz werden von Eigentümern bewohnt. Diese Eigenheimquote ist im europäischen Vergleich die niedrigste. Das könnte sich in Zukunft jedoch ändern: Diverse Massnahmen haben dazu geführt, dass sich die Wohneigentumsquote seit 1970 in der Schweiz positiv entwickelt. Nicht zuletzt ist diese steigende Tendenz auch der damaligen Einführung von Stockwerkeigentum zu verdanken (Der Link öffnet sich in einem neuen Fenster Wohneigentumsquote). Ausserdem ist der Zins, den Banken als Referenz für Hypothekarzinsen benutzen, seit Jahren im Abwärtstrend, was günstige Konditionen für das Eigenheim verspricht. 

Wunsch-Zuhause gesucht und gefunden – was jetzt?

Für die Verwirklichung des Traums vom eigenen Haus oder von der eigenen Wohnung werden die allermeisten Menschen eine Hypothek bei einer Bank aufnehmen. Sie bezahlen also bloss einen Teil des gesamten Kaufpreises mit ihrem Eigenkapital. Mindestens 20% des Kaufpreises müssen jedoch aus Eigenkapital bestehen, also mit Ihrem eigenen Geld berappt werden. Der Rest wird in der Regel über die Hypothek der Bank gedeckt. Da diese über viele Jahre beim Kreditgeber mit einem Zins abbezahlt wird, ist es wichtig, die richtigen Finanzierungsmodelle und Konditionen zu kennen. So können Sie von für Sie günstigen Zinsen profitieren.

Machen Sie sich bekannt mit den gängigen Begriffen

Grundsätzlich gilt: Je mehr Eigenkapital in den Kauf einer Immobilie eingebracht werden kann und je mehr Geld aus regelmässigem Einkommen verfügbar ist, desto geringer ist die Höhe der Hypothek. Dabei spielen die Begriffe Eigenmittel, Tragbarkeit und natürlich die Hypothekarmodelle wie Festhypothek, Geldmarkthypotheken (z.B. LIBOR Hypothek) oder variable Hypothek mit den unterschiedlichen Konditionen von Zinsätzen eine zentrale Rolle.

Die Hypothek: das durch eine Immobilie abgesicherte Darlehen

Eine Hypothek (von Griechisch: «Unterpfand») ist im eigentlichen Sinne nicht einfach ein Kredit, sondern ein sogenanntes Grundpfandrecht. Um Geldleistungen in Form eines Darlehens zu erhalten, tritt der Hypothekennehmer die Verwertungsrechte an einer Immobilie z.B. an eine Bank ab. Sollte der Hypothekennehmer die Zinsen zum vereinbarten Zinssatz für die Hypothek nicht mehr bezahlen können, spricht man von einem Zahlungsausfall. In diesem Fall kann die Bank die Immobilie «verwerten», also verkaufen. Die Hypothek wird damit von der Bank als Sicherungsmittel des Kredits eingesetzt. Einfach gesagt, bezeichnet eine Hypothek ein durch die Immobilie abgesichertes Darlehen einer Bank.

Vom Mieter zum Eigentümer

Wenn Sie ein Haus oder eine Wohnung kaufen wollen, gibt es viele Banken und Kreditanbieter in der Schweiz, die eine Hypothek zu ganz unterschiedlichen Konditionen und Zinsen anbieten. In diesem Tummelfeld ist es wichtig, dass Sie das Kleingedruckte lesen. Denn nicht immer ist ein günstiger Zinssatz auch der beste. Vergleichen Sie die Angebote der Banken genau und lassen Sie sich gut beraten.

Haben Sie bereits eine Vorstellung von Ihrer Immobilie? Mit diesen fünf Schritten kommen Sie Ihrem Ziel näher:

  1. Suchen Sie auf Immobilienplattformen nach dem Haus oder der Wohnung, die Ihrer Vorstellung entspricht
  2. Notieren Sie sich den ungefähren Preis des Angebots
  3. Gehen Sie zu unserem Hypotheken-Rechner
  4. Berechnen Sie individuell die Zinsen für die Fremdfinanzierung durch eine Bank oder einen Kreditanbieter. Wie viele Kosten kommen nach dem Wohnungs- oder Hauskauf auf Sie zu?
  5. Sind die laufenden Kosten des Kredits für Ihre Immobilie tragbar für Ihr Budget?

So bekommen Sie einen ersten Eindruck, was Sie sich mit Ihren eigenen Mitteln und Ihrem Einkommen in etwa leisten können. Zudem Sehen Sie, wie hoch der Zins im Vergleich zu Ihrer aktuellen Miete ist. Vergessen sich jedoch nicht, dass Sie Ihr Objekt dann auch selbst unterhalten müssen, und rechnen Sie dafür einer entsprechenden Betrag ein. Wir empfehlen als Faustregel 1% des Kaupreises. Wenn Sie also ein Eigenheim gefunden haben, das Ihren Vorstellungen entspricht, und Sie es sich leisten können, ist es Zeit, konkret über eine Hypothek nachzudenken.

Worauf Sie bei der Auswahl der richtigen Hypothek achten sollten

Es gibt viele Möglichkeiten und Modelle, mit denen Sie sich den Traum vom Wohneigentum verwirklichen können. Die folgenden Grundsätze und Tipps sollten Sie immer im Auge behalten, wenn es um Hypotheken geht: 

Tipp 1: Bereiten Sie sich gut vor

Unterschätzen Sie nicht den Aufwand für die Abwicklung und Beschaffung der nötigen Dokumente: Bereiten Sie sich auf die administrativen Aufgaben vor. Planen Sie genug Zeit ein für den nötigen «Papierkram».

Tipp 2: Vergleichen Sie

Vergleichen Sie immer mehrere Anbieter, bevor Sie einen Kredit für Immobilien aufnehmen: Lassen Sie sich von einem attraktiven Haus- oder Wohnungsangebot nicht zu vorschnellen Entscheidungen beim Finanzieren drängen. Nur wer die Angebote der Banken und Versicherungen vergleicht, hat genügend Entscheidungsmöglichkeiten. 

Tipp 3: Lassen Sie sich nicht blenden

Eine günstige Hypothek ist nicht immer die beste: Es lohnt sich, neben den gross angepriesenen Zinssätzen gerade bei Onlinehypotheken oder bei Hypotheken von Nichtbanken auch auf die genauen Laufzeiten und sonstigen Konditionen zu achten. Prüfen Sie ein vordergründig gutes Angebot auf Herz und Nieren. Denn der wahre Wert einer Hypothek berechnet sich nicht nur über den Zinssatz, sondern auch darüber, wie flexibel die Konditionen sind. Ist beispielsweise ein vorzeitiger Ausstieg möglich? Wie sieht es aus mit steigenden Zinsen? 

Tipp 4: Planen Sie Ihre Zukunft

Denken Sie voraus, denn eine Hypothek begleitet Sie jahrelang. Sie müssen also wissen, welche grösseren Ausgaben Sie in Zukunft noch erwarten und worauf sie verzichten können.

Tipp 5: Lassen Sie sich beraten

Gerade Hypotheken sind eine komplexe Angelegenheit, lassen Sie sich deshalb gut beraten. Viele Abschnitte des Weges sind juristischer Natur oder verlangen eine gute finanzielle Planung. Sie müssen Ihre eigenen Verhältnisse – von der Pensionskasse über das Einkommen bis zum Vermögen – gut einschätzen können. Deshalb sollten Sie unbedingt einen vertrauensvollen Experten als kritischen, aber hilfsbereiten Ratgeber an Ihrer Seite haben – damit Ihr Traum vom Eigenheim nicht zum Albtraum wird.

Fazit

Um Ihren Traum vom Eigenheim verwirklichen zu können, sollten Sie gut vorbereitet sein. Nehmen Sie sich Zeit, bevor Sie ein Hypothekendarlehen aufnehmen. Lassen Sie sich aber nicht davon abschrecken: Mit dem richtigen Vorwissen zu Hypotheken und den richtigen Grundsätzen klappt es.

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