Die Geschichte der PostFinance

Kommen Sie mit uns auf eine Zeitreise in die über 100-jährige Geschichte von PostFinance. Sie beginnt mit der Einführung des «Postcheck- und Girodienstes».

1900 – Der erste «Postcheck- und Girodienst»

Die Privat- und Kantonalbanken sind nicht mehr in der Lage, die Schweizer Wirtschaft ausreichend mit Bargeld zu versorgen. Aus diesem Grund reicht der Basler Nationalrat und Oberst Carl Koechlin zusammen mit fünf Mitunterzeichnenden eine Motion ein. Er legt damit den Grundstein für die Einführung eines «Postcheck- und Girodienstes».

1906 – Der Zahlungsverkehr setzt ein

Für die Abwicklung des Zahlungsverkehrs drängt sich das dichte Poststellennetz geradezu auf. Es umfasst bereits zu diesem Zeitpunkt schweizweit über 3000 Zugangspunkte. Carl Koechlin eröffnet beim Postcheckamt Basel das erste Postcheckkonto.

1920 – Erstes internationales Postüberweisungsabkommen

Das Abkommen kommt im Rahmen des Weltpostkongresses in Madrid zustande. Gleichzeitig schliesst die Schweizerische Post mit den wichtigsten europäischen Ländern Postanweisungsverträge ab.

1950 – Das Ende der Verzinsung des Postcheckguthabens

Im Zuge der Wirtschaftskrise in den Dreissigerjahren des 20. Jahrhunderts wurde der Zinssatz immer mehr gesenkt. Ende 1949 war er bei 0,2% angelangt und somit für viele Kontoinhaber bedeutungslos geworden. Da die Berechnung jedoch einen beträchtlichen Arbeitsaufwand verursachte, wurde die Verzinsung des Postcheckguthabens eingestellt. 

1971 – Der erste Einzahlungsschein

Das Verfahren Einzahlungsschein mit Referenznummer (VESR) war eine Pionierleistung. Es hat den beleggebundenen Zahlungsverkehr in der Schweiz bis heute entscheidend geprägt und die Marktstellung von PostFinance gefestigt. Seit 1996 heisst die Dienstleistung ESR. 

1978 – Einführung der Postomaten

Die ersten Postomaten nehmen den Betrieb auf – noch bevor die ersten Bancomaten zum Einsatz kommen. Für den Bargeldbezug wird die Postomatkarte lanciert.

1988 – Elektronisches Zahlen wird möglich

Telegiro PTT wird lanciert. Der Vorläufer von yellownet ermöglicht das elektronische Zahlen via Videotex.

1991 – Startschuss für die Postcard

Die Postcard geht aus der POSTOMAT PLUS-Karte und dem blauen, garantierten Postcheque hervor. Dieser ermöglichte ab 1984 den Bargeldbezug bei Poststellen in Europa und Japan. Die POSTOMAT PLUS-Karte kam erstmals 1988 im Shoppyland Schönbühl BE zum Einsatz. Dank Magnetstreifen und Chip vereinfachte sie das bargeldlose Bezahlen stark.

1992 – Lancierung der Postcard Eurocard

Die Kreditkarte Postcard Eurocard wird eingeführt. Später wird sie als Postcard VISA Card in Zusammenarbeit mit der Cornèr Bank vermarktet. Heute heissen die Dienstleistungen PostFinance MasterCard und PostFinance VISA Card.

1997 – «Postsoleil»: Die ersten Fonds

Die Lancierung der drei gelben Fonds erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Bankverein (Heute: UBS). Heute hat PostFinance sieben eigene Fonds: Die Fonds 1-5, sowie die beiden Fonds Global und Suisse. Seit 2002 bietet PostFinance auch eine Auswahl an Anlagefonds von Drittanbietern an.

1998 – Yellownet wird eingeführt

Mit yellownet beginnt das E-Finance-Zeitalter. Die Dienstleistung macht PostFinance zur unangefochtenen Nummer 1 im «E-Banking». 2009 hat E-Finance die Marke von einer Million angemeldeter Nutzer überschritten. 

1998 – Postreform

Mit der Postreform von 1998 sollte die landesweite Versorgung von Bevölkerung und Wirtschaft mit guten und preiswerten Post- und Zahlungsverkehrsdienstleistungen sichergestellt und verbessert werden. Die Reform umfasste für die Post sowohl eine Marktreform, wie auch eine Unternehmensreform. 

PostFinance wurde mit dieser Reform per Gesetz dazu angehalten, bei der Anlage der Kundengelder einen marktkonformen Ertrag zu erzielen sowie die Sicherheit der Anlagen zu gewährleisten. Mit der Aufhebung der Verzinsungslimite war die Grundlage für eine marktübliche Verzinsung der Kundengelder beim Post- wie beim Depositokonto geschaffen.

1999 – Das Depositokonto wird lanciert

Mit dem Depositokonto bringt PostFinance ein sicheres und flexibles Anlagekonto auf den Markt. Im jahr 2000 folgt das E-Depositokonto. 2003 wird das Depositokonto für Geschäftskunden eingeführt.

2000– Die ersten Beratungscenter

Die ersten PostFinance-Beratungscenter in Lausanne, Basel und Zürich werden eröffnet.

2001 – Yellowtrade

Mit yellowtrade, dem heutigen E-Trading, steigt PostFinance in den Internet-Wertschriftenhandel ein. 

2003 – PostFinance wird zum Retail-Finanzinstitut

PostFinance bringt zusammen mit der UBS AG die Gelben Hypotheken und das Gelbe Vorsorgekonto 3a auf den Markt. Damit wird PostFinance zum vollwertigen Retail-Finanzinstitut. Seit Sommer 2008 bietet PostFinance in Zusammenarbeit mit der Münchener Hypothekenbank eG zusätzliche Hypotheken an.

2010 – Kostenlose iPhone-App

Als erstes Finanzinstitut bietet PostFinance eine kostenlose App mit Zahlungsfunktion für das iPhone an. Sie ermöglicht das Finden der nächstgelegenen Postomaten, PostFinance-Filialen und Poststellen und erlaubt das Abrufen aktueller Börseninformationen. 

2011– Beaufsichtigung durch die FINMA

Die Post – und mit ihr PostFinance – erhält den Status einer direkt unterstellten Finanzintermediärin (DUFI). PostFinance wird somit bei der Einhaltung des Geldwäschereigesetzes bereits vor der Überführung in eine Aktiengesellschaft und der kompletten Unterstellung unter die Finanzmarktaufsicht (FINMA) branchenüblich beaufsichtigt.

2013 – PostFinance AG

Seit Juni 2013 ist PostFinance eine privatrechtliche Aktiengesellschaft und eine Konzerngesellschaft der Schweizerischen Post AG. Die PostFinance AG ist der eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) unterstellt und verfügt über eine Bewilligung nach Bankengesetz. Der Verwaltungsrat PostFinance AG ist das oberste Gremium der PostFinance AG.

2013 – Neuer Hauptsitz in Bern

Das 13-stöckige Gebäude an der Mingerstrasse bietet Platz für 850 Arbeitsplätze und ist mit einer Höhe von 55 Metern und einer Bruttogeschossfläche von 15'000 m2 eines der grössten Bauwerke der Stadt Bern.

2014 – Neues E-Finance

E-Finance präsentiert sich im umfassend überarbeiteten Design. Die Anordnung in übersichtlichen Kacheln erleichtert die Orientierung. Nutzerinnen und Nutzer können E-Finance einfach und schnell ihren Bedürfnissen anpassen. 

2014 – TWINT

Im Sommer 2014 wird TWINT als PostFinance-Tochtergesellschaft gegründet. Die erste integrierte Payment- und Shopping-App der Schweiz startet erfolgreich und fusioniert 2016 mit Paymit. Ziel bleibt eine standardisierte, smarte Bezahllösung für den digitalen Zahlungsverkehr in der Schweiz. 

2015 – Einstufung von PostFinance als systemrelevante Bank

Aufgrund der bedeutenden Stellung von PostFinance im inländischen Einlagegeschäft und der starken Position im Zahlungsverkehr der Schweiz wird die PostFinance AG als Finanzgruppe von der Finanzmarktaufsicht (FINMA) zur systemrelevanten Bank erklärt. 

2017 – Neue Website postfinance.ch

Nachdem PostFinance Ende 2014 ihr E-Banking umfassend neu gestaltet hat, folgt im Frühling 2017 die gesamte Website. Ein neues emotionales Kundenerlebnis online und mobile erleichtert den Kundinnen und Kunden den Dialog mit PostFinance.