2025 war kein einfaches Jahr. Der Krieg in der Ukraine tobte unvermindert weiter und auch im Gazastreifen setzte sich das menschliche Leid aufgrund des Fehlens einer tragfähigen Lösung fort. Hinzu kam, dass die Weltpolitik gleichzeitig tiefgreifenden politischen Veränderungen ausgesetzt war. Die bisherige internationale Ordnung mit ihren Institutionen und ihrer Verlässlichkeit hat deutlich an Einfluss verloren. Zunehmend prägt eine Welt mit mehreren Machtzentren das Geschehen und damit auch das Recht des Stärkeren.
Dabei richten sich die politischen Prioritäten zusehends nach innen. Das jüngste Strategiepapier der USA macht dies unmissverständlich deutlich. «America First» bedeutet genau das. Verlässlichkeit wird zur knappen Ressource, internationale Zusammenarbeit schwindet und alle schauen zuerst auf sich selbst.
Umso willkommener ist da die Adventszeit. Gerade jetzt, am Ende dieses unruhigen Jahres, bietet sie einen Moment zum Innehalten. Eine Gelegenheit, aus der täglichen Hektik herauszutreten, innezuhalten, wieder Luft zu holen und Zeit mit der Familie zu verbringen. Sich auf das zu besinnen, was wirklich zählt. Nicht auf das Trennende, sondern auf das Gemeinsame. Mit dem Fokus nicht nur auf sich selbst, sondern auch auf die anderen, auf die Gemeinschaft.
Diese Besinnung verschafft auch die nötige Perspektive, um das vergangene Jahr einzuordnen. Aus dieser Perspektive zeigt sich durchaus Erfreuliches. So war das Jahr 2025 trotz aller Schwierigkeiten ein erfolgreiches Anlagejahr. Unsere Kundenportfolios mit ausgewogenem Risikoprofil und Fokus Schweiz haben sich ausserordentlich positiv entwickelt. Mit Wertsteigerungen von rund 10 Prozent haben wir ein sehr gutes Ergebnis erzielt und die meisten unserer Mitbewerbenden deutlich übertroffen.
Dies gelang uns, ohne übermässige Risiken einzugehen. Während der meisten Zeit hielten wir sogar eine geringere US-Aktienquote als üblich, weil wir dort ein erhöhtes Risiko für Rückschläge sahen und dies auch weiterhin so einschätzen. Hinzu kam der über 10-prozentige Wertverlust des US-Dollars gegenüber dem Schweizer Franken, der die in Lokalwährung starken US-Aktienrenditen für Schweizer Anleger deutlich relativierte. Stattdessen setzten wir auf eine erhöhte Goldquote und ein verstärktes Engagement in Schwellenländern. Gerade die starke Entwicklung von Gold hat wesentlich zu den Ergebnissen beigetragen. Abgesehen von diesen gezielten Anpassungen sind wir unserer langfristigen Strategie treu geblieben und haben es trotz des dynamischen Umfelds vermieden, überhastete Entscheidungen zu treffen.
Diese Besonnenheit werden wir auch 2026 beibehalten. Denn das Anlageumfeld bleibt herausfordernd. Die geopolitischen Verschiebungen lassen sich nicht einfach zurückdrehen, die Aktienmärkte sind im historischen Vergleich hoch bewertet und die Weltwirtschaft droht sich weiter abzuschwächen. Doch wie dieses Jahr gezeigt hat, bewährt sich eine klare, langfristige Strategie auch in solchen Zeiten. Und wo Risiken sind, ergeben sich auch Chancen.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine besinnliche Adventszeit und einen zuversichtlichen Blick ins neue Jahr.