Genau darauf haben wir Taktik und Strategie im vergangenen Jahr ausgerichtet. Es überrascht daher nicht, dass – wie bereits im Vorjahr – unsere Mandate mit den Fokusausprägungen «Schweiz» und «Global» zum Jahresanfang auch gegenüber der Konkurrenz sehr gut abschneiden. Die Mandate mit Fokus «Verantwortungsvoll» entwickeln sich lediglich etwas schlechter, da sie kein Gold enthalten, das sich kaum auf umweltschonende Art gewinnen lässt.
Gleichzeitig haben wir Mitte dieses Monats unser Angebot um zwei neue Fokusausprägungen erweitert. Anleger:innen, die mit ihren Investitionen gezielt Wirkung (Impact) erzielen und ihre Anlagen im Einklang mit dem globalen Klima-Netto-Null-Ziel ausrichten möchten, können neu ein Mandat mit dem Fokus «Nachhaltig» wählen. Kund:innen mit erhöhter Risikobereitschaft erhalten zudem die Möglichkeit, im Fokustyp «Zukunft» in Megatrends und Kryptowährungen zu investieren.
Auch in diesen Mandatstypen richten wir uns taktisch nach der aktuellen Lage aus – und diese bleibt komplex. So ist zum Beispiel die weitere Konjunkturentwicklung in den USA alles andere als klar. Einerseits wachsen die Einkommen der privaten Haushalte langsamer und der Arbeitsmarkt scheint ins Stocken geraten zu sein. Andererseits hat sich die Stimmung bei den Unternehmen zuletzt verbessert, was für die kommenden Quartale positiv zu werten ist.
An den Aktienmärkten macht sich dennoch Nervosität breit. Dies hat allerdings mehr mit der Frage zu tun, wer denn neben den Gewinner:innen der künstlichen Intelligenz (KI) zu den Verlierer:innen zählen wird. Tatsächlich sind zahlreiche Geschäftsmodelle von Unternehmen in den unterschiedlichsten Branchen bedroht. Das Resultat sind Kurse, die in Franken gemessen rückläufig sind. Damit bestätigt sich unsere Zurückhaltung gegenüber dem US-Markt ein weiteres Mal. In den vergangenen Monaten haben solide Unternehmen (sogenannte Value-Titel) den Wachstumstiteln an der Börse den Rang abgelaufen.
Zu all diesen Entwicklungen kommt noch die Nominierung des Kandidaten Kevin Warsh für die Position des neuen US-Notenbankpräsidenten hinzu. Warsh gilt als erfahrener, gut ausgebildeter Ökonom, der im Einklang mit Donald Trump gerne tiefere Zinsen sehen würde. Für den Markt wäre das grundsätzlich eine gute Botschaft, wenn tiefere Zinsen nicht mit höheren Inflationserwartungen einhergehen würden.
Tiefere Zinsen und mehr Inflation sprechen für eine Fortsetzung der Dollarschwäche. Diese wiederum schmälert die gute Performance der US-Börse für unsere Anleger:innen. Deshalb suchen wir weiterhin nach Möglichkeiten, Rendite an anderen Orten zu erwirtschaften. Ein schwacher Dollar treibt üblicherweise den Goldpreis in neue Höhen und ist zudem förderlich für Anlagen in Schwellenländern. Wir bleiben damit bei der Bewirtschaftung der Mandate aktiv, ohne dabei übermässige Risiken einzugehen.