Die passende Anlagestrategie
Die Eltern bzw. die schenkende Person sind für Verwaltung, Kontrolle und strategische Entscheidungen für das Kinderdepot sowie für die Wahl eines geeigneten ETF- oder Fondssparplans verantwortlich. Die Wahl der Anlagestrategie muss gut überlegt sein, schliesslich sollen emotionale Fehlentscheide ausgeschlossen werden, um das angesparte Geld für das Kind nicht zu gefährden. Deshalb müssen Eltern, Grosseltern oder Götti und Gotte die Risiken und Renditechancen abwägen und eine passende Strategie wählen. Dabei spielen Anlagehorizont, Risikobereitschaft und das Anlageziel eine Rolle. Für ein Kinderdepot eignet sich eine breite Diversifikation, um das Klumpenrisiko zu vermindern. Beim Depot mit einem langen Anlagehorizont von 10, 18 oder auch mehr Jahren ist ein eher hoher Aktienanteil oft sinnvoll, weil zwischenzeitliche Rückschläge und Kursschwankungen über die Zeit ausgeglichen werden können. Rückt der Ausbildungs- oder Studienbeginn näher und ist ein Vermögensverzehr geplant, kann das Risiko schrittweise gesenkt werden – zum Beispiel, indem der Aktienanteil reduziert wird oder neue Käufe pausiert werden.
Eltern, Grosseltern, Götti oder Gotte, die ihrem Kind, ihrer Enkelin oder ihrem Göttibub zur Geburt, zum Geburtstag oder zu einer anderen Gelegenheit ein Geldgeschenk machen wollen, eröffnen oft ein Kindersparkonto oder ein Geschenksparkonto für Kinder oder zahlen gelegentlich auf ein solches Konto ein. Ein Kinderdepot, in das über einen Sparplan einbezahlt wird, bietet jedoch meist höhere Renditechancen und mehr Flexibilität. Zudem kann das Kind im Erwachsenenalter selbst weiter investieren und früh mit der Altersvorsorge beginnen. Wie viel Sie einzahlen, entscheiden Sie selbst: Sparpläne sind flexibel. Einzahlungen können nach Bedarf erhöht, reduziert oder ausgesetzt werden – je nach den finanziellen Verhältnissen.