Geld anlegen für Kinder: Fondssparplan, ETF-Sparplan und Kinderdepot

30.03.2026

Mit einem Fonds- oder ETF-Sparplan können Eltern, Grosseltern, Gotte und Götti bereits mit kleinen Beträgen für ihr Kind, die Enkelin oder den Göttibub Geld anlegen. Längerfristig und schon ab 20 Franken lässt sich über die Jahre ein Vermögen aufbauen. Warum sich ein Wertschriftendepot für Kinder als Alternative zum Kindersparkonto oder zum Geschenksparkonto lohnen kann, wie einbezahlt wird und was bei Volljährigkeit zu beachten ist, erklären wir hier.

In Kürze

  • Ein Fonds- oder ETF-Sparplan für Kinder ermöglicht es, bereits mit kleineren Beträgen ab 20 Franken regelmässig zu investieren und langfristig Vermögen aufzubauen.
  • Ein langer Anlagehorizont (länger als zehn Jahre) und konstante Einzahlungen können sich lohnen: Sie nutzen den Zinseszinseffekt und gleichen Marktschwankungen aus.
  • Anlegen für Kinder ist flexibel: ETF-Sparpläne im Kinderdepot lassen veränderbare Einzahlungen zu, und Investitionen können im Erwachsenenalter weitergeführt werden.

Ein ETF- oder Fondssparplan eignet sich hervorragend, um Ihrem Kind, Enkel oder Göttikind eine finanzielle Starthilfe zu geben. Wer früh beginnt, für ein Kind zu sparen, und regelmässig einzahlt, gibt dem Geld mehr Zeit, zu arbeiten. Beim regelmässigen Anlegen für Kinder über einen langen Zeitraum hinweg gleichen sich Kursschwankungen aus. Dies ermöglicht tendenziell bessere Renditechancen als seltene, dafür grössere Zahlungen. Ein Kinderdepot bietet sich als vorteilhafte Alternative zu einem Geschenk-sparkonto oder einem Kindersparkonto an. Mit einem ETF-Sparplan oder einem Fondssparplan für Kinder sind die Renditechancen oft höher als bei klassischen Sparkonten. Bereits kleine, regelmässige Beträge – etwa 20, 50 oder 100 Franken pro Monat – können sich über die Jahre lohnen.

Auf lange Sicht Geld anlegen und mehr erreichen

Regelmässiges Sparen kann sich lohnen – besonders wegen der Kursschwankungen, die sich beim Anlegen für Kinder mit einem Sparplan ausgleichen lassen. Dank des Durchschnittspreiseffekts (Cost Average Effect) wird das Risiko eines ungünstigen Kaufzeitpunkts vermindert: Bei regelmässigen, gleich hohen Investitionen, wie bei einem ETF-Sparplan für Kinder, werden automatisch mehr Anteile gekauft, wenn die Kurse tief sind – und weniger, wenn sie hoch sind. Durch Ihre Investitionen über einen längeren Zeitraum hinweg profitiert das beschenkte Kind vom langfristigen Wachstum der Wirtschaft.

Allerdings geht man beim Investieren mit einem ETF- oder Fondssparplan für Kinder wegen der Kurschwankungen immer ein Marktrisiko ein. Diesbezüglich ist das Sparen mit einem verzinsten Kinder-sparkonto oder einem Geschenksparkonto mit weniger Risiken verbunden – und kann für manche Eltern, Grosseltern oder Götti und Gotte die bessere Wahl sein. In vielen Fällen ist eine Kombination aus beiden Varianten sinnvoll: ein Kinderkonto bzw. ein Kindersparkonto für den Alltag und für kurzfristige Sparziele – und ein Kinderdepot mit ETF- oder Fondssparplan für den langfristigen Vermögensaufbau.

ETF-Sparplan oder Fondssparplan: Was passt?

Ein ETF-Sparplan investiert automatisch und regelmässig in einen börsengehandelten Indexfonds. Ein Fondssparplan investiert in einen klassischen Investmentfonds. Beide Varianten eignen sich für den langfristigen, systematischen Vermögensaufbau und lassen sich mit kleinen Beträgen umsetzen. Durch regelmässige Einzahlungen sinkt bei beiden Versionen das Risiko, zum falschen Zeitpunkt einzusteigen. Oft sind die Kosten für ETF-Sparpläne tiefer als für Fondssparpläne – insbesondere bei aktiv verwalteten Fonds.

Zinseszinseffekt einfach erklärt

Erträge aus Geldanlagen, die wieder angelegt werden, erwirtschaften ihrerseits Erträge – der Effekt beschleunigt den Vermögensaufbau über die Jahre. Dieser sogenannte Zinseszinseffekt kommt also besonders dann zum Tragen, wenn Sie über lange Zeit anlegen und die Erträge reinvestieren. Das heisst: Bei wachsender Sparzeit potenziert sich der Gewinn. Beispiel: Mit Zinseszinseffekt kommen bei einer monatlichen Einzahlung von 20 Franken und einer hypothetischen Durchschnittsrendite von 4 Prozent über 18 Jahre rund 6312 Franken zusammen. Der Sparplan ist also eine gute Alternative zum Sparkonto.

Die passende Anlagestrategie

Die Eltern bzw. die schenkende Person sind für Verwaltung, Kontrolle und strategische Entscheidungen für das Kinderdepot sowie für die Wahl eines geeigneten ETF- oder Fondssparplans verantwortlich. Die Wahl der Anlagestrategie muss gut überlegt sein, schliesslich sollen emotionale Fehlentscheide ausgeschlossen werden, um das angesparte Geld für das Kind nicht zu gefährden. Deshalb müssen Eltern, Grosseltern oder Götti und Gotte die Risiken und Renditechancen abwägen und eine passende Strategie wählen. Dabei spielen Anlagehorizont, Risikobereitschaft und das Anlageziel eine Rolle. Für ein Kinderdepot eignet sich eine breite Diversifikation, um das Klumpenrisiko zu vermindern. Beim Depot mit einem langen Anlagehorizont von 10, 18 oder auch mehr Jahren ist ein eher hoher Aktienanteil oft sinnvoll, weil zwischenzeitliche Rückschläge und Kursschwankungen über die Zeit ausgeglichen werden können. Rückt der Ausbildungs- oder Studienbeginn näher und ist ein Vermögensverzehr geplant, kann das Risiko schrittweise gesenkt werden – zum Beispiel, indem der Aktienanteil reduziert wird oder neue Käufe pausiert werden.

Eltern, Grosseltern, Götti oder Gotte, die ihrem Kind, ihrer Enkelin oder ihrem Göttibub zur Geburt, zum Geburtstag oder zu einer anderen Gelegenheit ein Geldgeschenk machen wollen, eröffnen oft ein Kindersparkonto oder ein Geschenksparkonto für Kinder oder zahlen gelegentlich auf ein solches Konto ein. Ein Kinderdepot, in das über einen Sparplan einbezahlt wird, bietet jedoch meist höhere Renditechancen und mehr Flexibilität. Zudem kann das Kind im Erwachsenenalter selbst weiter investieren und früh mit der Altersvorsorge beginnen. Wie viel Sie einzahlen, entscheiden Sie selbst: Sparpläne sind flexibel. Einzahlungen können nach Bedarf erhöht, reduziert oder ausgesetzt werden – je nach den finanziellen Verhältnissen.

Depotführung und Inhaberschaft

Ein Kinderdepot können Sie auf den Namen des beschenkten Kindes eröffnen. Das Depot gehört in der Schweiz rechtlich dem Kind, die schenkende Person verwaltet es bis zum 18. Geburtstag, danach kann das Kind selbst darüber verfügen. Sie schenken das Geld also sofort dem Kind; es gehört zum Kindesvermögen. Mit 18 kann das Geld ausgezahlt oder weiter investiert werden – dann verwaltet es die nun volljährige Person selbst.

Ein Depot auf den Namen eines Erwachsenen ist flexibler bei der Auszahlung, gehört aber rechtlich der erwachsenen Person (z. B. Elterndepot mit Zweck «Kind»). In diesem Fall bleiben Eltern, Grosseltern, Gotte oder Götti Eigentümer:innen des Geldes und können den Zeitpunkt sowie die Art der Übergabe steuern. Eltern können so Konflikte reduzieren, wenn etwa mit 18 nicht das ganze Geld plötzlich verfügbar sein soll.

Kosten und Risiken im Blick behalten

Neben dem Marktrisiko, dem man beim Anlegen wegen der Kursschwankungen stets ausgesetzt ist, gibt es noch weitere Faktoren, die man bei Sparplänen für Kinder beachten sollte. Wie bei allen Geldanlagen können sich auch beim Anlegen für Kinder Depotgebühren, Produktkosten (Total Expense Ratio, TER) oder Transaktionskosten renditemindernd auswirken. So kann eine höhere TER im Vergleich zu einem Produkt mit tieferer TER über 15 oder 20 Jahre hinweg zu einem spürbar tieferen Endvermögen führen. Achten Sie also bei einem ETF- oder Fondssparplan für Kinder auf diese Kosten.

Zudem besteht beim Kinderdepot wie bei anderen Geldanlagen auch ein Währungsrisiko, das negative Auswirkungen auf die Rendite haben kann. Doch deswegen auf einen ETF oder einen Fonds mit ausschliesslich heimischer Währung zu setzen und damit die Diversifikation einzuschränken, ist meist nicht sinnvoll. Auch die Inflation kann sich renditemindernd auf das Depot auswirken. Aber durch einen eher hohen Aktienanteil, der bei der langen Laufzeit gewählt werden kann, ist mit einem Sparplan auch dieses Risiko tiefer. ETF- und Fondssparpläne für Kinder sind also bezüglich der Kosten und Risiken einem Kindersparkonto oder einem Geschenksparkonto meist deutlich überlegen.

Fazit

Mit einem Fonds- oder ETF-Sparplan für Kinder lässt sich bereits mit kleinen, regelmässigen Beträgen über einen längeren Zeitraum Vermögen für ein Kind aufbauen. Flexible Einzahlungen – nicht nur von Eltern, sondern auch von Grosseltern oder Götti und Gotte – machen den Sparplan zu einer guten Alternative zum Kindersparkonto oder zum Geschenksparkonto.

Der «Dauerauftrag» fürs Anlegen: Wie ein Sparplan für Kinder funktioniert

Ein Sparplan kauft automatisch ETFs oder Fondsanteile in den gewählten Abständen – ähnlich wie bei einem Dauerauftrag. Das geht bequem, einfach und online via E-Finance. Einen Fondssparplan oder einen ETF-Sparplan für ein Kind zu eröffnen, ist einfach: Für einen Fondsparplan braucht es ein Konto und ein Fondsdepot. Für einen ETF-Sparplan ist E-Trading erforderlich. E-Trading ist die Online-Trading-Plattform von PostFinance, mit der Sie Börsengeschäfte einfach und bequem online erledigen können.

  • So viel, wie langfristig ohne Druck möglich ist. Schon mit 20, 50 oder 100 Franken pro Monat kann man über die Jahre Vermögen aufbauen. Dank niedriger Mindestbeiträge lohnt sich ein Sparplan auch mit kleinen Raten, wobei die Sparbeträge flexibel anpassbar sind. Wichtig sind Regelmässigkeit und Laufzeit.

  • Ja, Eltern, Grosseltern oder Götti und Gotte können auf das Referenzkonto einzahlen (z. B. ein Kinderkonto oder ein Konto der Eltern). Wichtig ist jedoch: Für die Steuererklärung ist immer die Person verantwortlich, auf deren Namen das Konto bzw. Depot lautet. Sie muss das Vermögen und allfällige Erträge versteuern.

  • Bei fallenden Kursen kauft der Sparplan automatisch günstiger nach. Wer über die gesamte Zeit spart, hat bessere Chancen auf Erholung. Wählen Sie ein passendes Risiko. Am Anfang kann das Risiko wegen des langen Sparzeitraums höher sein. Zwei bis drei Jahre vor dem 18. Geburtstag kann das Risiko schrittweise reduziert werden – oder die beschenkte Person investiert weiterhin und setzt die langfristige Strategie selbstständig fort.

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