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Erstellt am 20.01.2021

Adieu LIBOR: Darum kommt jetzt die SARON-Hypothek

An die Stelle der LIBOR-Hypothek tritt die SARON-Hypothek. Und das ist gut so. Was Wohneigentümerinnen und Wohneigentümer über den Wechsel wissen sollten.

Referenzzinssätze sind wichtig. Nicht nur für die Geldpolitik, sondern auch für variable, verzinste Geldmarkthypotheken. Während diese bis anhin auf den LIBOR Bezug genommen haben, werden sie spätestens ab Anfang 2022 an den SARON gebunden. Denn dann wird der LIBOR verschwunden sein. Hier sind die wichtigsten Fragen und Antworten dazu.

Warum wird der LIBOR vom SARON abgelöst?

Der LIBOR war lange Zeit einer der wichtigsten Referenzzinssätze der Welt. LIBOR steht für «London Interbank Offered Rate» und ist der durchschnittliche Zinssatz, zu dem sich Banken international ungesichert gegenseitig Geld leihen. Doch Ende 2021 hat er weltweit ausgedient: Weil diese Form des Interbanken-Geschäfts seit der Finanzkrise immer kleiner wurde, erfolgte die Berechnung des LIBORS zunehmend auf der Basis von Expertenschätzungen anstatt von realen Transaktionen und war anfällig für Manipulationen. Mit dem SARON kommt nun wieder ein repräsentativer und transparenter Referenzzinssatz zum Einsatz, der das Marktgeschehen effektiv abbildet.

Was ist der SARON genau?

SARON steht für «Swiss Average Rate Overnight» und ist der neue Referenzzinssatz für den Schweizer Franken. Beim SARON handelt es sich um einen Tagesgeldsatz, der auf effektiven Transaktionen am Schweizer Geldmarkt basiert. Somit ist der SARON transparenter als der CHF-LIBOR und kann nicht manipuliert werden. Neu ist der SARON übrigens nicht: Er wird bereits seit 2009 von der Schweizerischen Nationalbank und der SIX, die auch die Schweizer Börse betreibt, berechnet und publiziert. In den letzten Jahren haben sich der LIBOR und der SARON in etwa auf demselben Niveau bewegt.

Was bedeutet dies für die Hypotheken?

Mit der Abschaffung des LIBOR sind auch die Tage der LIBOR-Hypotheken gezählt. Als Alternative werden spätestens ab Anfang 2022 bei den Finanzanbietern nur noch SARON-Hypotheken angeboten. PostFinance führt ihre SARON-Hypothek auf Anfang 2021 ein. Wie die LIBOR-Hypothek ist auch die SARON-Hypothek eine Geldmarkthypothek mit einem variablen Zinssatz, bei der die Zinsen schwanken können. Sie eignen sich für Wohneigentümerinnen und Wohneigentümer, die mit Zinsschwankungen umgehen können und finanziell entsprechend abgesichert sind.

Kurz und knapp

  • Ende 2021 tritt der LIBOR in den Ruhestand
  • Bis dahin werden LIBOR-Hypotheken durch SARON-Hypotheken ersetzt
  • Einführung der SARON-Hypothek bei PostFinance: Anfang 2021

Sie haben Fragen zur Zukunft Ihrer Hypothek? Gerne beraten wir Sie persönlich.

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