Hypothekarzinsprognose Schweiz

Unsere Einschätzung zum Hypothekarmarkt

Wie entwickeln sich die Hypothekarzinsen in den kommenden Monaten? Erfahren Sie, wie unsere Fachexpert:innen die Entwicklungen am Hypothekar- und Immobilienmarkt einschätzen.

In Kürze: Das bedeutet der neuste SNB-Entscheid vom 24.09.2026

Stand der Daten: 24.09.2026
Redaktionsschluss: 24.09.2026

  • Die Schweizerische Nationalbank (SNB) belässt den Leitzins  vorerst bei null Prozent, dürfte sich von der Nullzinsgrenze aber mittelfristig lösen.
  • Vor diesem Hintergrund dürften sowohl Saron Hypotheken als auch Festhypotheken in den nächsten Monaten allmählich leicht anziehen, attraktiv sind aber weiterhin beide.
  • Saron Hypotheken dürften dabei die etwas günstigere Option bleiben.

Aktuelle Wirtschaftslage auf einen Blick

Die Schweizer Wirtschaft hat sich im Jahresverlauf kontinuierlich erholt und im zweiten Quartal zu spürbarem Wachstum zurückgefunden. Mit fast 2 Prozent gegenüber dem Vorquartal hat sie dabei so stark zugelegt wie sonst in einem ganzen Jahr. Es ist der stärkste Wachstumsschub seit der Erholung von der Corona-Pandemie vor fünf Jahren. Positiv ist, dass die Stärke zwar wesentlich von der Pharmaindustrie getragen wurde, aber auch alle anderen Sektoren zulegen konnten, was für eine breit abgestützte Erholung spricht. Erfreulich ist zudem, dass die zuletzt mageren Investitionen wieder anziehen. Das hängt auch damit zusammen, dass die Unternehmen wieder positiver in die Zukunft blicken, und spricht dafür, dass sich die positiven Tendenzen auch im zweiten Halbjahr fortsetzen.

Das kräftige Wachstum geht dabei nicht mit steigendem Preisdruck einher. Die Inflation  bleibt tief und komfortabel im Zielband der Schweizerischen Nationalbank (SNB), auch wenn sie zuletzt leicht auf 0,8 Prozent gestiegen ist. Das aber primär wegen höherer Energiepreise und Importkosten, die mit dem schwächeren Franken zusammenhängen. Der inländische Preisdruck bleibt dagegen gering, und damit auch der Druck auf die Schweizerische Nationalbank, die Geldpolitik zu straffen. Die SNB befindet sich damit in einer äusserst komfortablen Ausgangslage und hat an ihrer Sitzung vom 24. September 2026 entschieden, den Leitzins unverändert zu belassen. Damit wirkt ihre Geldpolitik weiterhin spürbar expansiv.

Die Schweiz bleibt damit im internationalen Vergleich eine Ausnahme. In vielen Ländern liegt die Inflation weiterhin deutlich über der Zielmarke, was dazu geführt hat, dass unter anderem die grossen Zentralbanken in den USA und der Eurozone zuletzt ihren Leitzins angehoben haben und auch die am Kapitalmarkt  gehandelten Zinsen spürbar gestiegen sind. Vom globalen Anstieg der Kapitalmarktzinsen konnte sich auch der Schweizer Markt nicht vollständig entziehen.

Unsere Zinsprognose auf einen Blick

Prognose zu3 Monate6 Monate12 Monate
Prognose zu
Saron
3 Monate
Zinsen bewegen sich weniger als 0,25%
6 Monate
Zinsen steigen zwischen 0,25% und 0,49%
12 Monate
 Zinsen steigen um 0,50% oder mehr
Prognose zu
Festhypothek 5 Jahre
3 Monate
Zinsen bewegen sich weniger als 0,25%
6 Monate
Zinsen steigen zwischen 0,25% und 0,49%
12 Monate
Zinsen steigen zwischen 0,25% und 0,49%
Prognose zu
Festhypothek 7 Jahre
3 Monate
Zinsen bewegen sich weniger als 0,25%
6 Monate
Zinsen steigen zwischen 0,25% und 0,49%
12 Monate
Zinsen steigen zwischen 0,25% und 0,49%
Prognose zu
Festhypothek 10 Jahre
3 Monate
Zinsen bewegen sich weniger als 0,25%
6 Monate
Zinsen steigen zwischen 0,25% und 0,49%
12 Monate
Zinsen steigen zwischen 0,25% und 0,49%

Legende zur Tabelle 〉 ­­

Der Handlungsdruck auf die SNB dürfte vorerst moderat bleiben, da sich kein deutlicher Anstieg der Inflation abzeichnet. Das aktuelle Umfeld mit wieder anziehender Konjunktur, einem schwächeren Franken und internationalen Zentralbanken, die ihrerseits die Zinsen bereits spürbar angehoben haben, bietet der SNB jedoch ein günstiges Fenster, um die Geldpolitik zu normalisieren und mittelfristig wieder zu einem positiven Leitzins zurückzukehren. Wir gehen davon aus, dass sie diesen Spielraum vorsichtig nutzt. Vor diesem Hintergrund und angesichts des globalen Drucks hin zu höheren Kapitalmarktzinsen ist auch bei den Festhypotheken mit leicht steigenden Zinsen zu rechnen.

Die Hypothekarzinsen in der Schweiz sind seit ihren Höchstständen im Jahr 2023 deutlich gesunken. Besonders stark war der Rückgang beim Saron. Nach den Leitzinssenkungen der SNB liegt der 3-Monats-Saron mittlerweile wieder nahe bei null Prozent. Auch Festhypotheken haben sich deutlich verbilligt. Seit diesem Sommer werden diese jedoch wieder spürbar teurer. Dies ist auf die auch hierzulande höheren Kapitalmarktzinsen zurückzuführen. In den kommenden Monaten dürfte der Saron zunächst weitgehend stabil bleiben, während wir bei Festhypotheken mit leicht steigenden Zinsen rechnen. Die SNB dürfte den Leitzins an der nächsten Lagebeurteilung am 10. Dezember 2026 bei null Prozent belassen. Im März 2027 rechnen wir hingegen mit einer ersten Erhöhung auf 0,25 Prozent und im weiteren Jahresverlauf mit einem zweiten Schritt auf 0,5 Prozent. Damit dürfte auch der Saron im Verlauf des kommenden Jahres wieder steigen.

In Prozent

Die Abbildung zeigt die Zinsentwicklung von 5- und 10-jährigen Festhypotheken sowie des 3-Monats-Saron seit der Finanzkrise 2008. Nach einer langen Phase tiefer Zinsen stieg das Zinsniveau ab 2022 deutlich an. Mit der anschliessenden Lockerung der Geldpolitik gingen die Hypothekarzinsen wieder zurück. In den vergangenen Monaten zeigt sich jedoch eine unterschiedliche Entwicklung. Während der Saron weitgehend stabil blieb, sind die Zinsen für Festhypotheken aufgrund höherer langfristiger Kapitalmarktzinsen wieder gestiegen.
Quelle: SIX, Werte bis einschliesslich Dezember 2021 basieren auf Libor und ab Januar 2022 auf Saron.

Einfamilienhaus und Stockwerkeigentum

Die Preise am Schweizer Immobilienmarkt sind zuletzt auf breiter Front gestiegen. Sowohl Einfamilienhäuser als auch Eigentumswohnungen verteuerten sich gegenüber dem Vorquartal. Dabei hat sich die Preisdynamik bei Eigentumswohnungen nochmals verstärkt, während auch die Preise für Einfamilienhäuser nach der schwächeren Entwicklung zu Jahresbeginn wieder anzogen. Der Eigenheimmarkt zeigt sich damit trotz der zuletzt gestiegenen Zinsen für Festhypotheken robust. Dazu trägt bei, dass die Finanzierungskosten insgesamt weiterhin tief sind, insbesondere bei Geldmarkthypotheken. Gleichzeitig bleibt das Angebot knapp, da weiterhin nur wenig neuer Wohnraum entsteht. Auch bei den Mietwohnungen hat die Preisdynamik wieder zugenommen. Die dämpfenden Effekte der früheren Referenzzinssenkungen  dürften inzwischen weitgehend ausgelaufen sein. Gleichzeitig sorgt das knappe Wohnungsangebot weiterhin für Aufwärtsdruck bei den Mieten.

Preisindex, Januar 2000 = 100

Diese Grafik zeigt die Entwicklung der Attraktivität von Festhypotheken. Im Zuge der Inflationsbekämpfung sind die Schweizer Leitzinsen im Nachgang zur Covid-Krise deutlich gestiegen. Dies hat die Attraktivität von Festhypotheken erhöht. Mit der Lockerung der Geldpolitik wurden die Saron Hypotheken aber wieder günstiger und damit auch attraktiver.
Quelle: BfS

Interessieren Sie sich für Immobilien als Anlage? In unserem Anlage-Kompass unter dem Abschnitt «Marktüberblick» erhalten Sie eine Einschätzung zur aktuellen Lage auf dem Schweizer Immobilienmarkt.

Das sagen unsere Fachexpert:innen

«Der Eigenheimmarkt zeigt sich trotz der zuletzt gestiegenen Zinsen für Festhypotheken robust. Dazu trägt bei, dass die Finanzierungskosten insgesamt weiterhin tief sind.»

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Pascaline Teyssier, Fachexpertin für Hypotheken bei PostFinance

Festhypothek oder Saron Hypothek?

IndikatorenQ4 2025Q1 2026Q2 2026202420252026
Indikatoren
BIP-Wachstum
Q4 2025
1,2%
Q1 2026
0,5%
Q2 2026
2,8%
2024
1,3%
2025
1,0%
2026
1,0%
Indikatoren
Inflation
Q4 2025
0,1%
Q1 2026
0,2%
Q2 2026
0,6%
2024
1,1%
2025
0,2%
2026
0,6%
Indikatoren
Arbeitslosigkeit
Q4 2025
3,0%
Q1 2026
3,2%
Q2 2026
3,0%
2024
2,5%
2025
2,8%
2026
3,2%
Indikatoren
Nettozuwanderung 
Q4 2025
27‘000
Q1 2026
21‘000
Q2 2026
14‘000
2024
83‘000
2025
75‘000
2026
70‘000
Indikatoren
Wechselkurs EUR/CHF
Q4 2025
0,93
Q1 2026
0,91
Q2 2026
0,92
2024
0,95
2025
0,94
2026
0,92

Quelle: Bloomberg, Communify AG, BfS

  • Eine Prognose ist eine fundierte Einschätzung, keine Gewissheit. Ob jetzt der richtige Zeitpunkt für Sie ist, hängt stark von Ihrer persönlichen Risikobereitschaft, Ihrer finanziellen Situation und Ihren individuellen Bedürfnissen ab.​

    Bei sinkenden Zinsen: Wenn Sie von weiter fallenden Zinsen ausgehen, kann je nach Zinsniveau eine Saron Hypothek attraktiv sein, um von den Senkungen zu profitieren.​

    Bei steigenden Zinsen: Erwarten Sie einen Zinsanstieg oder ist Ihnen Budgetsicherheit sehr wichtig, kann es sinnvoll sein, Konditionen mit einer Festhypothek langfristig zu fixieren.

    Unsere Fachexpert:innen helfen Ihnen gerne, die für Sie passende Strategie zu finden.

    Beratungstermin vereinbaren

  • Der SNB-Leitzins kann die Hypothekarzinsen beeinflussen. Bei variablen Modellen wie der Saron Hypothek geschieht dies meist rasch, da sie sich direkt an kurzfristigen Geldmarktsätzen orientieren. Festhypotheken hingegen werden stärker von den langfristigen Kapitalmarktzinsen (Swap-Sätzen) bestimmt, welche die erwartete zukünftige Geldpolitik und Inflation teils schon berücksichtigen. Ist eine Leitzinsänderung von den Märkten erwartet, könnte ihr Effekt bei Festhypotheken oft schon vorab in den Zinssätzen enthalten sein.

  • Die Wahl der Laufzeit ist eine strategische Entscheidung. Lange Laufzeiten (7-10 Jahre oder mehr) bieten Ihnen über einen langen Zeitraum Zinssicherheit, sind aber oft etwas teurer. Kürzere Laufzeiten (2-5 Jahre) sind meist günstiger, erfordern aber, dass Sie sich früher wieder mit der Zinssituation auseinandersetzen. Eine beliebte Strategie ist das Splitting: Sie können nach Bedarf Ihre Hypothek in mehrere Tranchen mit verschiedenen Laufzeiten aufteilen. So verteilen Sie das Zinsrisiko und müssen nicht den Gesamtbetrag auf einmal zu möglicherweise ungünstigen Konditionen erneuern.

  • Der Kostenvorteil von Saron Hypotheken dürfte sich zwar etwas verringern, vorerst aber bestehen bleiben.

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  • Welche Hypothek für Sie die richtige ist, hängt stark von Ihrer persönlichen Risikobereitschaft, Ihrer finanziellen Situation und Ihren individuellen Bedürfnissen ab.​ Unsere Fachexpert:innen helfen Ihnen gerne, die für Sie passende Strategie zu finden. 

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  • Unsere Zinsprognosen werden von unseren Ökonomen auf Basis fundierter Analysen der globalen und nationalen Wirtschaftslage, der Inflationsentwicklung und der Geldpolitik der Zentralbanken erstellt. Sie stellen eine wahrscheinliche Entwicklung dar. Laufende oder unvorhergesehene wirtschaftliche oder politische Ereignisse können die Zinsentwicklung jedoch jederzeit beeinflussen. Daher sollten Prognosen immer als Orientierungshilfe und nicht als Garantie verstanden werden.

  • Die Preise werden hauptsächlich durch Angebot und Nachfrage beeinflusst. Tiefe Hypothekarzinsen können die Nachfrage nach Wohneigentum tendenziell fördern, da die Finanzierungskosten sinken. Dies kann zu stabilen oder steigenden Immobilienpreisen führen. Steigen die Zinsen hingegen stark, kann dies die Nachfrage dämpfen - muss es aber nicht. Vor allem wenn das Angebot knapp bleibt. Auch politische Entscheide zur Hypothekarvergabe können die Nachfrage nach Wohneigentum, und damit die Immobilienpreise, beeinflussen.

    Weitere Informationen zur Entwicklung der Immobilienpreise

  • Ja, das ist möglich. Mit einer Forward-Hypothek sichern Sie sich bereits heute die aktuellen Zinssätze – auch wenn Ihre bestehende Hypothek erst in einigen Monaten ausläuft (z. B. in 6, 12 oder bis zu 18 Monaten). Je nach Vorlaufzeit, gewünschter Laufzeit und Marktsituation kann dabei ein Zinsaufschlag (Forward-Prämie) entstehen. Dafür sind Sie vor möglichen Zinsanstiegen bis zum Ablauf Ihrer aktuellen Hypothek geschützt. Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Offerte.​​

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