Hypothekarzinsprognose Schweiz

Unsere Einschätzung zum Hypothekarmarkt

Wie entwickeln sich die Hypothekarzinsen in den kommenden Monaten? Erfahren Sie, wie unsere Fachexpert:innen die Entwicklungen am Hypothekar- und Immobilienmarkt einschätzen.

In Kürze: Das bedeutet der neuste SNB-Entscheid vom 19.03.2026

Stand der Daten: 19.03.2026
Redaktionsschluss: 19.03.2026

  • Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hält weiter am Nullzins fest. Ein restriktiverer Kurs zeichnet sich angesichts des schwierigen Wirtschaftsumfelds nicht ab.
  • Saron Hypotheken ermöglichen in diesem Umfeld weiterhin günstige Finanzierungen.
  • Gleichzeitig bieten auch Festhypotheken aufgrund tiefer Kapitalmarktzinsen attraktive Bedingungen.

Aktuelle Wirtschaftslage in der Schweiz

Die Schweizer Wirtschaft ist nach einem deutlichen Rücksetzer im dritten Quartal zum Jahresende 2025 wieder leicht um 0,2 Prozent gewachsen. Das Wirtschaftsumfeld bleibt dennoch herausfordernd. Dem Exportsektor setzen die US-Handelszölle sowie die Nachfrageschwäche aus wichtigen Handelspartnerländern wie Deutschland weiter zu. Das Exportvolumen hat sich zwar mittlerweile eingependelt, liegt jedoch auf tieferem Niveau als noch im Durchschnitt des Jahres 2024 oder zu Beginn des Jahres 2025. Die jüngste deutliche Aufwertung des Frankens, welche Schweizer Güter auf dem internationalen Markt verteuert, verschärft die Lage zusätzlich.

Zudem macht sich die Absatzschwäche allmählich auch am Arbeitsmarkt bemerkbar. Die Arbeitslosenquote ist gegen Ende des vergangenen Jahres spürbar gestiegen. Damit droht die Schwäche aus dem Exportsektor an Breite zu gewinnen und zunehmend auf die Binnenkonjunktur  überzugreifen. Der spürbare Einbruch der Einzelhandelsumsätze im Januar 2026 muss zwar noch keine nachhaltige Konsumschwäche anzeigen, ist aber ein erstes Warnsignal.

Gleichwohl hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) an ihrer geldpolitischen Lagebeurteilung vom 19. März 2026 entschieden, den Leitzins  bei null Prozent zu belassen. Das dürfte neben dem Bestreben, Negativzinsen verhindern zu wollen, auch daran liegen, dass sich inflationsseitig  kein Handlungsbedarf aufgetan hat. Die Schweiz ist einer der wenigen westlichen Währungsräume, in dem nachhaltige Preisstabilität  herrscht. In den letzten Monaten hat sich die Inflationsrate kaum verändert und liegt derzeit bei 0,1 Prozent. Zwar besteht weiterhin das Risiko eines Abrutschens in den negativen Bereich, und damit ausserhalb des Zielbands der SNB, das Risiko hat sich jedoch nicht verschärft.

Unsere Zinsprognose auf einen Blick

Prognose zu3 Monate6 Monate12 Monate
Prognose zu
Saron
3 Monate
Zinsen bewegen sich weniger als 0,25%
6 Monate
Zinsen bewegen sich weniger als 0,25%
12 Monate
Zinsen bewegen sich weniger als 0,25%
Prognose zu
Festhypothek 5 Jahre
3 Monate
Zinsen bewegen sich weniger als 0,25%
6 Monate
Zinsen bewegen sich weniger als 0,25%
12 Monate
Zinsen bewegen sich weniger als 0,25%
Prognose zu
Festhypothek 7 Jahre
3 Monate
Zinsen bewegen sich weniger als 0,25%
6 Monate
Zinsen bewegen sich weniger als 0,25%
12 Monate
Zinsen bewegen sich weniger als 0,25%
Prognose zu
Festhypothek 10 Jahre
3 Monate
Zinsen bewegen sich weniger als 0,25%
6 Monate
Zinsen bewegen sich weniger als 0,25%
12 Monate
Zinsen bewegen sich weniger als 0,25%

Legende zur Tabelle 〉 ­­

Der Druck auf die Zinsentscheide der Schweizerischen Nationalbank (SNB) tendiert nach unten. Dass sie trotz des sich verschärfenden Wirtschaftsumfelds keine weitere geldpolitische Lockerung vorgenommen hat, zeigt jedoch, dass sie wenn möglich auf Negativzinsen verzichten möchte. Damit dürfte das Leitzins-Umfeld vorerst stabil bleiben. Diese Erwartung einer anhaltenden Tiefzinspolitik spiegelt sich auch in den Schweizer Kapitalmarktzinsen  wider, die sich auf niedrigem Niveau befinden. Vor diesem Hintergrund sind auch bei den mittel- und langfristigen Hypotheken keine grösseren Bewegungen zu erwarten.

Vor gut drei Jahren lagen die Hypothekarzinsen in der Schweiz noch deutlich über dem heutigen Niveau und überschritten zeitweise die Marke von 3 Prozent. Auslöser war die restriktivere Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank (SNB), die ihren Leitzins  im Zuge der hohen Inflation  nach der Corona-Pandemie bis auf 1,75 Prozent anhob. Inzwischen hat sich die Inflation deutlich abgeschwächt. Damit hat sich die Geldpolitik wieder in Richtung Tiefzinsumfeld bewegt, was zu deutlich tieferen Hypothekarzinsen geführt hat, auch wenn diese seit Ende 2024 trotz weiteren Leitzinssenkungen nicht mehr in gleichem Ausmass gesunken sind. Da wir derzeit keine Änderung der Geldpolitik erwarten, gehen wir davon aus, dass sich die Hypothekarzinsen in der Schweiz in den kommenden zwölf Monaten weitgehend seitwärts bewegen. Auch beim 3-Monats-Saron rechnen wir mit einer stabilen Entwicklung. Entsprechend dürfte die SNB ihren Leitzins an der nächsten geldpolitischen Lagebeurteilung vom 18. Juni 2026 unverändert belassen.

In Prozent

Die Abbildung zeigt die Zinsentwicklung von 5- und 10-jährigen Festhypotheken sowie des 3-Monat-Saron seit der Finanzkrise 2008. Nach einer langen Phase expansiver Geldpolitik und fallender Zinsen ist das Zinsniveau im Jahr 2022 sowie Anfang 2023 spürbar angestiegen. Mit der Lockerung der Geldpolitik im vergangenen Jahr sind die Zinsen für Festhypotheken aber wieder deutlich gesunken.
Quelle: SIX, Werte bis einschliesslich Dezember 2021 basieren auf Libor und ab Januar 2022 auf Saron.

Einfamilienhaus und Stockwerkeigentum

Die Preise für Eigentumswohnungen sind im vergangenen Quartal deutlich gestiegen. Dagegen haben sich die Preise für Einfamilienhäuser gegenüber dem Vorquartal kaum verändert, nachdem zuvor deutlich höhere Wachstumsraten verzeichnet wurden. Dies könnte darauf hindeuten, dass Einfamilienhäuser inzwischen ein so hohes Preisniveau erreicht haben, dass Eigentumswohnungen für viele Käufer:innen als erschwinglichere Alternative gelten. Über das Gesamtjahr 2025 betrachtet bleibt die Preisentwicklung bei Wohneigentum jedoch weiterhin stark. Sowohl Eigentumswohnungen als auch Einfamilienhäuser dürften von den insgesamt tiefen Kapitalmarktzinsen  profitiert haben. Bei Mietwohnungen zeigt sich erneut, wie bereits in den beiden Quartalen zuvor, bloss eine leicht positive Preisdynamik. Hier dürfte sich die Senkung des Referenzzinssatzes  im September, die im Dezember wirksam wurde, allmählich bemerkbar machen.

Preisindex, Januar 2000 = 100

Die Abbildung zeigt die Preisentwicklung für Einfamilienhäuser, Mietobjekte und Wohnungen. Nachdem die Preise für Eigentumswohnungen und insbesondere für Einfamilienhäuser während der Covid-Krise stark zugelegt haben, gab es Anzeichen für eine Normalisierung. Seit Ende 2021 ist jedoch wieder ein Trend hin zu steigenden Preisen zu beobachten.
Quelle: BfS

Interessieren Sie sich für Immobilien als Anlage? In unserem Anlage-Kompass unter dem Abschnitt «Marktüberblick» erhalten Sie eine Einschätzung zur aktuellen Lage auf dem Schweizer Immobilienmarkt.

Das sagen unsere Fachexpert:innen

«Es sind bei den mittel- und langfristigen Hypotheken keine grösseren Bewegungen zu erwarten - über das Gesamtjahr 2025 betrachtet bleibt die Preisentwicklung bei Wohneigentum weiterhin stark.»

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Pascaline Teyssier, Fachexpertin für Hypotheken bei PostFinance

Festhypothek oder Saron Hypothek?

IndikatorenQ2 2025Q3 2025Q4 2025202420252026
Indikatoren
BIP-Wachstum
Q2 2025
1,4%
Q3 2025
0,6%
Q4 2025
0,7%
2024
1,3%
2025
1,0%
2026
1,0%
Indikatoren
Inflation
Q2 2025
0,0%
Q3 2025
0,2%
Q4 2025
0,1%
2024
1,1%
2025
0,2%
2026
0,6%
Indikatoren
Arbeitslosigkeit
Q2 2025
2,7%
Q3 2025
2,8%
Q4 2025
3,0%
2024
2,5%
2025
2,8%
2026
3,2%
Indikatoren
Nettozuwanderung 
Q2 2025
16‘000
Q3 2025
17‘000
Q4 2025
27‘000
2024
83‘000
2025
75‘000
2026
65‘000
Indikatoren
Wechselkurs EUR/CHF
Q2 2025
0,94
Q3 2025
0,93
Q4 2025
0,94
2024
0,95
2025
0,94
2026
0,91

Quelle: Bloomberg, Allfunds Tech Solutions, BfS

  • Eine Prognose ist eine fundierte Einschätzung, keine Gewissheit. Ob jetzt der richtige Zeitpunkt für Sie ist, hängt stark von Ihrer persönlichen Risikobereitschaft, Ihrer finanziellen Situation und Ihren individuellen Bedürfnissen ab.​

    Bei sinkenden Zinsen: Wenn Sie von weiter fallenden Zinsen ausgehen, kann je nach Zinsniveau eine Saron Hypothek attraktiv sein, um von den Senkungen zu profitieren.​

    Bei steigenden Zinsen: Erwarten Sie einen Zinsanstieg oder ist Ihnen Budgetsicherheit sehr wichtig, kann es sinnvoll sein, Konditionen mit einer Festhypothek langfristig zu fixieren.

    Unsere Fachexpert:innen helfen Ihnen gerne, die für Sie passende Strategie zu finden.

    Beratungstermin vereinbaren

  • Der SNB-Leitzins kann die Hypothekarzinsen beeinflussen. Bei variablen Modellen wie der Saron Hypothek geschieht dies meist rasch, da sie sich direkt an kurzfristigen Geldmarktsätzen orientieren. Festhypotheken hingegen werden stärker von den langfristigen Kapitalmarktzinsen (Swap-Sätzen) bestimmt, welche die erwartete zukünftige Geldpolitik und Inflation teils schon berücksichtigen. Ist eine Leitzinsänderung von den Märkten erwartet, könnte ihr Effekt bei Festhypotheken oft schon vorab in den Zinssätzen enthalten sein.

  • Die Wahl der Laufzeit ist eine strategische Entscheidung. Lange Laufzeiten (7-10 Jahre oder mehr) bieten Ihnen über einen langen Zeitraum Zinssicherheit, sind aber oft etwas teurer. Kürzere Laufzeiten (2-5 Jahre) sind meist günstiger, erfordern aber, dass Sie sich früher wieder mit der Zinssituation auseinandersetzen. Eine beliebte Strategie ist das Splitting: Sie können nach Bedarf Ihre Hypothek in mehrere Tranchen mit verschiedenen Laufzeiten aufteilen. So verteilen Sie das Zinsrisiko und müssen nicht den Gesamtbetrag auf einmal zu möglicherweise ungünstigen Konditionen erneuern.

  • Bei Saron Hypotheken erwarten wir in den nächsten Monaten eine weitgehend stabile Entwicklung. 

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  • Welche Hypothek für Sie die richtige ist, hängt stark von Ihrer persönlichen Risikobereitschaft, Ihrer finanziellen Situation und Ihren individuellen Bedürfnissen ab.​ Unsere Fachexpert:innen helfen Ihnen gerne, die für Sie passende Strategie zu finden. 

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  • Unsere Zinsprognosen werden von unseren Ökonomen auf Basis fundierter Analysen der globalen und nationalen Wirtschaftslage, der Inflationsentwicklung und der Geldpolitik der Zentralbanken erstellt. Sie stellen eine wahrscheinliche Entwicklung dar. Laufende oder unvorhergesehene wirtschaftliche oder politische Ereignisse können die Zinsentwicklung jedoch jederzeit beeinflussen. Daher sollten Prognosen immer als Orientierungshilfe und nicht als Garantie verstanden werden.

  • Die Preise werden hauptsächlich durch Angebot und Nachfrage beeinflusst. Tiefe Hypothekarzinsen können die Nachfrage nach Wohneigentum tendenziell fördern, da die Finanzierungskosten sinken. Dies kann zu stabilen oder steigenden Immobilienpreisen führen. Steigen die Zinsen hingegen stark, kann dies die Nachfrage dämpfen - muss es aber nicht. Vor allem wenn das Angebot knapp bleibt. Auch politische Entscheide zur Hypothekarvergabe können die Nachfrage nach Wohneigentum, und damit die Immobilienpreise, beeinflussen.

    Weitere Informationen zur Entwicklung der Immobilienpreise

  • Ja, das ist möglich. Mit einer Forward-Hypothek sichern Sie sich bereits heute die aktuellen Zinssätze – auch wenn Ihre bestehende Hypothek erst in einigen Monaten ausläuft (z. B. in 6, 12 oder bis zu 18 Monaten). Je nach Vorlaufzeit, gewünschter Laufzeit und Marktsituation kann dabei ein Zinsaufschlag (Forward-Prämie) entstehen. Dafür sind Sie vor möglichen Zinsanstiegen bis zum Ablauf Ihrer aktuellen Hypothek geschützt. Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Offerte.​​

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