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Erstellt am 11.09.2019

Anlagestrategie richtig festlegen und umsetzen

Anleger haben unterschiedliche Bedürfnisse. Während die einen Sicherheit suchen, streben andere beim Investieren nach grösstmöglicher Rendite. Eine klug gewählte Anlagestrategie geht auf Ihre individuellen Ansprüchen ein. Sie legt die Grundlage und dient als Kompass für die Anlageentscheide. Damit Sie die richtigen Entscheidungen treffen können, haben wir wichtige Punkte zusammengefasst.

Diese drei Faktoren bestimmen Ihr Anlegerprofil

Bevor Sie eine Anlagestrategie festlegen, sollten Sie zwingend Ihr Anlegerprofil ermitteln. Dieses beschreibt Ihre Möglichkeiten, Präferenzen und Pläne als Anleger. Die Faktoren Risikofähigkeit, Risikobereitschaft und Anlagehorizont sind für das persönliche Anlageprofil von zentraler Bedeutung. Weitere Informationen zum Anlageprofil finden Sie im Artikel «Anlageempfehlung – was ist das?».

Das sind die Grundpfeiler, die definieren, wie die Strategie in Bezug auf Risiken ausgelegt werden soll. Die verschiedenen Anlageprofile können von vorsichtig über ausgewogen zu risikofreudig kategorisiert werden. Ihr eigenes Anlageprofil können Sie auf der Seite «Risikobereitschaft und Risikofähigkeit ermitteln» herausfinden.

So definieren Sie Ihre Anlagestrategie und setzen Sie um

Je nachdem, wie viel Risiko Sie eingehen können und möchten, eignet sich die eine oder andere Strategie besser für Sie. Dabei gilt jedoch in jedem Fall: Legen Sie nicht alle Eier in einen Korb. Wer erfolgreich Geld anlegen möchte, sollte breit diversifizieren. Das Risiko sollte also auf möglichst viele verschiedene Anlagen verteilt sein. Dies geht einfacher, wenn Sie Anteile an verschiedenen Fonds zeichnen. Eine Strategie, die sich besonders bewährt hat und für viele Anleger als gute Ausgangslage passt, ist die «Core-Satellite-Strategie»

Core-Satellite-Strategie – Akzente ganz nach Ihren Wünschen setzen

Beim Core-Satellite-Ansatz wird der grösste Teil des Anlagevermögens als Kernkapital (Core = Kern) definiert. Mit diesem wird Ihre Grundstrategie abgebildet und sichergestellt, dass diese, mit etwa 80% des Anlagekapitals, konsequent verfolgt wird. Mit dem Core-Investment wird Ihr Risiko reduziert, da meist ein breit diversifizierter Anlagestrategiefonds als Basisanlage dient. Dabei handelt es sich um einen Mischfonds mit einem je nach Risiko-/Rendite-Bedürfnis höheren oder geringeren Aktienanteil.

Die verbleibenden 20% des Anlagekapitals bilden sogenannte Satelliten. Mit diesen Satelliten können Sie individuell in Bereiche investieren, die Sie persönlich interessieren, und ganz bewusst Akzente setzen. Wenn Sie zum Beispiel an den Erfolg von neuen Technologien wie künstlicher Intelligenz oder Smart Cities glauben, kann der Satellitenanteil des Portfolios dazu genutzt werden, spezifisch in einen entsprechenden Themenfonds zu investieren. Sie haben auch die Möglichkeit, diesen Teil des Kapitals in nachhaltige Projekte oder in speziellen Weltregionen anzulegen. PostFinance bietet eine vielseitige Auswahl von neun eigenen und rund vierzig Fonds von Drittanbietern.

Aktien und Obligationen aus neueren, weniger etablierten Branchen sind in der Regel mit mehr Risiko verbunden. Sie können Ihre Satellite-Investments aber auch bewusst zur Risikobegrenzung einsetzen und beispielsweise die Diversifikation mit einer Immobilienanlage optimieren.

Insgesamt können Sie mit dem Core-Satellite-Ansatz Ihr Gesamtrisiko beschränken, wenn Sie mit dem Kernkapital den grössten Teil des Vermögens weiterhin in den breiten Markt investieren und die Satelliten für die persönlichen Akzente nutzen. So können Sie beim Anlegen Ihre persönlichen Überzeugungen berücksichtigen, ohne Klumpenrisiken für Ihr Gesamtvermögen einzugehen.

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