Pensionierung planen

Gut vorbereitet in den Ruhestand

Wer früh plant, hat Klarheit und kann gezielt handeln. Bereits ab 50 lohnt es sich, Finanzen und Vorsorgesituation zu prüfen und Weichen zu stellen. So erhöhen Sie die Chancen, Ihren gewünschten Lebensstandard im Alter zu erreichen.

Das müssen Sie über die Pensionierung wissen

Als Faustregel benötigen Sie rund 80 bis 90 Prozent Ihres letzten Einkommens, um Ihren gewohnten Lebensstandard zu behalten. Am besten erstellen Sie eine persönliche Budgetplanung:

  • Notieren Sie Ihre fixen Ausgaben: z.B. Wohnen, Krankenkasse, Steuern
  • Schätzen Sie Ihre variablen Kosten: z.B. Freizeit, Reisen, Gesundheit
  • Einige Ausgaben steigen im Alter, z.B. die Gesundheitskosten. Gleichzeitig entfallen Ausgaben, die während des Arbeitslebens üblich waren, etwa Berufsauslagen oder Einzahlungen in die Säule 3a.

Berücksichtigen Sie auch die Teuerung bis zu Ihrem Ruhestand (unverbindliche Faustregeln):

  • Allgemeine Lebenskosten: ungefähr plus 1 Prozent pro Jahr
  • Wohnkosten: ungefähr plus 1,5 bis 2,5 Prozent pro Jahr
  • Gesundheitskosten: ungefähr plus 3 Prozent pro Jahr

Tipp

Mit dem Budgetrechner von PostFinance gewinnen Sie schnell einen Überblick über Einnahmen und Ausgaben und können Ihr Budget individuell anpassen.

Mehr erfahren im Blogbeitrag

Die gesetzlichen Leistungen aus AHV und Pensionskasse bilden das Fundament Ihrer finanziellen Zukunft. Die AHV soll die grundlegenden Lebenshaltungskosten decken, die Pensionskasse ergänzend den gewohnten Lebensstandard ermöglichen. In der Regel wird dieses Ziel jedoch nicht erreicht: Zusammen decken beide Säulen meistens rund 60 bis 70 Prozent des früheren Einkommens ab.

Wichtig zu wissen: Fehlende Beitragsjahre in der AHV führen zu Rentenkürzungen. Daher empfiehlt es sich, frühzeitig bei der AHV-Ausgleichskasse einen Auszug aus dem individuellen Konto zu bestellen und mögliche Lücken zu prüfen.

Tipp

Bei vielen Ausgleichs- und Pensionskassen können Sie Rentenprognosen und -berechnungen online anfordern oder selbst generieren. Wir unterstützen Sie gerne im Rahmen einer Pensionierungsberatung, die Prognosen und Berechnungen zu analysieren und Ihre finanzielle Gesamtsituation zu erfassen.

Eine Vorsorgelücke entsteht, wenn die regelmässigen Einkommen aus AHV und Pensionskasse sowie aus dem Verzehr von bestehenden Vermögenswerten Ihre künftigen Ausgaben nicht decken. Stellen Sie Ihr Budget den erwarteten Leistungen aus der AHV, der Pensionskasse und Ihrer privaten Vorsorge gegenüber. Welche Vorsorgelücke ergibt sich daraus?

Tipp

Mit dem Pensionierungsrechner von PostFinance erstellen Sie in drei Schritten eine individuelle Prognose Ihrer finanziellen Situation und sehen, ob eine Vorsorgelücke besteht.

Sie haben mehrere Möglichkeiten, Ihre Vorsorgelücke ganz oder teilweise zu schliessen.

  • So verbessern Sie Ihre 2. Säule.

    Einkauf in die Pensionskasse

    Mit einem Einkauf erhöhen Sie Ihr Altersguthaben und können Ihre Einzahlung bei den Steuern in Abzug bringen. Wichtig dabei:

    • Planen Sie frühzeitig und beachten Sie die Einkaufsgrenze bei Ihrer Pensionskasse. Falls Sie später Kapital beziehen möchten, muss der letzte Einkauf mindestens drei Jahre zurückliegen, damit keine Steuernachforderungen entstehen
    • Bedenken Sie allerdings, dass ein Einkauf Ihr Kapital über Jahre in der Pensionskasse bindet
    • Bestehen noch nicht zurückbezahlte Vorbezüge für die Wohneigentumsförderung? Dann reduziert sich der Betrag, den Sie steuerlich geltend machen können.

    In einer Beratung erfahren Sie, ob dies zu Ihrem künftigen Liquiditätsbedarf passt oder ob alternative Anlagemöglichkeiten für Sie sinnvoller sind.

    Teilpensionierung

    Ein schrittweiser Übergang in den Ruhestand bietet Ihnen Flexibilität: Sie leisten weiterhin Pensionskassenbeiträge und können gleichzeitig einen Teil Ihres angesparten Kapitals beziehen. So gestalten Sie den Übergang nach Ihren eigenen Vorstellungen.

    Weiterarbeiten über das Rentenalter hinaus

    Bleiben Sie über das ordentliche Rentenalter hinaus erwerbstätig, eröffnen sich weitere Möglichkeiten: Sie können weiterhin in die 2. Säule einzahlen oder je nach Pensionskassenreglement Ihren Rentenbezug aufschieben. Beides verbessert Ihre künftige Rente.

  • So holen Sie mehr aus Ihrer Vorsorge heraus.

    Regelmässig in die Säule 3a einzahlen

    Auch kurz vor der Pensionierung lohnt es sich noch, den maximal möglichen jährlichen Betrag einzuzahlen und von den Steuervorteilen zu profitieren. Zur Wahl stehen bei PostFinance Konto-, Fonds- und Lebensversicherungslösungen.

    Mehrere 3a-Konten führen

    Ein 3a-Konto muss als Ganzes bezogen werden. Deshalb kann es Sinn machen, mehrere 3a-Konten zu führen und diese im Alter gestaffelt über mehrere Jahre verteilt zu beziehen. Damit kann in den meisten Kantonen die Steuerprogression gebrochen werden, wodurch Sie Steuern sparen.

    Bei Weiterarbeit weiter einzahlen

    Arbeiten Sie über das ordentliche Rentenalter hinaus und erzielen weiterhin ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen, können Sie bis zu fünf Jahre weiterhin in die Säule 3a einzahlen und von Steuervorteilen profitieren.

    Mehr erfahren im Blogbeitrag

    Säule 3a vorzeitig beziehen und Steuern sparen
    3. Säule erklärt – gebundene und freie Vorsorge vergleichen

  • Erhöhen Sie Renditechancen, indem Sie gezielt anlegen. Die Beispiele dienen zur Orientierung und sind nicht abschliessend. Alle Anlagelösungen von PostFinance finden Sie im Bereich Anlegen.

    Vorsorgefonds bieten attraktive Renditechancen. Bei PostFinance haben Sie die Möglichkeit, investierte Fondsanteile bei Bezug Ihres 3a-Kontos in ein privates Depot bei PostFinance zu übertragen. So bestimmen Sie selbst den Zeitpunkt, zu dem Sie Ihre Fondsanteile verkaufen.

    Mit einem Sparplan können Sie regelmässig in Anlagefonds, ETF oder Kryptowährungen investieren. So investieren Sie automatisiert und ähnlich wie mit einem Dauerauftrag an den Finanzmärkten.

    Schätzen Sie bei Anlageentscheiden Expert:innen an Ihrer Seite? Mit Fondsberatung Basis oder Anlageberatung Plus begleiten wir Sie mit Anlageempfehlungen oder Portfolioüberwachung – mit der E-Vermögensverwaltung können Sie Anlageentscheide ganz an Expert:innen delegieren.

    Spar-, Einmalprämien- und Risikoversicherungen bieten flexible Möglichkeiten, um Ihre persönliche finanzielle Vermögenssituation zu verbessern und auch Risiken abzusichern.

Tipp

Um die beste Vorsorgelösung für Ihre persönliche Situation zu finden, empfehlen wir eine Beratung bei unseren Expert:innen.

Der richtige Zeitpunkt hängt in erster Linie von Ihrer persönlichen Lebenssituation und ihren finanziellen Möglichkeiten ab. Diese Modelle stehen Ihnen zur Verfügung:

Ordentliche Pensionierung

Mit Erreichen des Referenzalters erhalten Sie Ihre AHV-Rente und können aus Ihre Pensionskassengelder in Form einer Rente, Kapital oder einer Mischform beziehen. Das Referenzalter beträgt aktuell 65 Jahre für Männer. Für Frauen wird es schrittweise bis 2028 ebenfalls auf 65 Jahre angehoben.

Frühpensionierung

Ein frühzeitiger Bezug von Altersleistungen der Pensionskasse ist in der Regel ab 58 Jahren möglich, bei der AHV zwei Jahre vor dem ordentlichen Rentenalter. Bei einer Frühpensionierung erhalten Sie Ihre Leistungen aus AHV und Pensionskasse zwar früher, nehmen aber lebenslange Rentenkürzungen in Kauf. AHV-Beiträge müssen Sie selbst bis zum ordentlichen Referenzalter weiter einzahlen.

Aufgeschobene Pensionierung

Wenn Sie nach Erreichen des ordentlichen AHV-Rentenalters weiterarbeiten oder Ihren Rentenbezug verschieben, können Sie den Bezug der AHV-Rente um ein bis fünf Jahre aufschieben. Für jeden Aufschubmonat steigt Ihre zukünftige AHV-Rente in gesetzlich definierten Stufen .

Teilpensionierung

Ein sanfter Übergang mit reduziertem Arbeitspensum ermöglicht Ihnen finanzielle Flexibilität und erleichtert den Schritt in den Ruhestand. Prüfen Sie insbesondere die Auswirkungen auf AHV, Pensionskasse und Steuern.

Mehr erfahren im Blogbeitrag

Profitieren Sie von Expertenwissen

Unsere Vorsorge- und Anlagespezialist:innen helfen Ihnen gerne, sich optimal auf Ihren Ruhestand vorzubereiten.

Checklisten und Rechner

Je nach Alter stehen bei der Pensionierungsplanung verschiedene Aspekte im Vordergrund. Unsere Checklisten zeigen, worauf Sie achten sollten. Tipp: Holen Sie sich wichtige Informationen bequem mit den Onlinerechnern.

Rundum gut geplant

Für eine vollständige Pensionierungsplanung lohnt sich der Blick auf weitere Themen wie Bezugsplanung der Altersleistungen, Erwerbstätigkeit sowie Wohneigentum im Alter und die Regelung des Nachlasses.

Bei der Pensionierung können Sie Ihr Pensionskassenguthaben als monatliche Rente, als einmalige Kapitalauszahlung oder als Kombination beider Varianten beziehen. Alle Optionen haben Vorteile. Entscheidend ist, welche am besten zu Ihrer Situation und Ihren Zielen passt.

Vorteile des Rentenbezugs

  • Lebenslange Sicherheit: Sie erhalten bis zum Lebensende eine garantierte monatliche Zahlung
  • Planbare Einnahmen: Die Rente gleicht einem fixen Lohn und sorgt für Stabilität im Haushaltsbudget
  • Kein Anlage- oder Verlustrisiko: Die Pensionskasse trägt das Risiko und sorgt für eine verlässliche Auszahlung
  • Absicherung der Angehörigen: Je nach Reglement sind Hinterlassenenrenten für verschiedene nahestehende Personen möglich
  • Einfache Handhabung: Sie müssen sich nicht selbst um Anlage, Entnahme oder Besteuerung kümmern

Die Rente eignet sich in der Regel für Personen, die Wert auf Sicherheit und feste monatliche Einnahmen legen – oder kein Anlagerisiko eingehen möchten.

Vorteile des Kapitalbezugs

  • Hohe Flexibilität: Sie entscheiden selbst, wie und wann Sie Ihr Geld einsetzen – etwa für grössere Anschaffungen, Reisen oder Schuldenabbau
  • Gestaltungsfreiheit bei der Geldanlage: Sie können das Kapital anlegen und selbst über Risiko und Renditechancen bestimmen
  • Steuervorteil: Kapitalauszahlungen werden getrennt vom übrigen Einkommen zu einem reduzierten Satz besteuert. Ein gestaffelter Bezug von Vorsorgegeldern kann die Steuerbelastung zusätzlich senken
  • Vererbbarkeit: Das Kapital gehört Ihnen und kann an Ihre Erben oder in Ihrem Testament genannte Personen weitergegeben werden
  • Individuelle Planung: Sie bestimmen, wie Sie das Vermögen aufbrauchen möchten

Der Kapitalbezug eignet sich zum Beispiel für Personen, die sich mit Anlagethemen auskennen oder die selbstbestimmt und flexibel bleiben möchten.

Der Mittelweg: Kombination von Rente und Kapital

Auch eine Mischlösung ist möglich. Dabei wird ein Teil des Vorsorgevermögens als Rente bezogen, der andere Teil als Kapital. So profitieren Sie gleichzeitig von Sicherheit und Flexibilität.

Wer über 50 Jahre alt ist und Teilzeit arbeitet oder gearbeitet hat, sollte sich jetzt gezielt mit der Altersvorsorge beschäftigen. Bei tieferen Einkommen fallen die Beiträge an AHV und Pensionskasse oft geringer aus – eine Vorsorgelücke ist die Folge.

Auswirkungen auf die Vorsorge

Teilzeitbeschäftigte sind besonders in der zweiten Säule benachteiligt. Bei tiefen Löhnen kann ein grosser Teil des Einkommens unversichert bleiben. Dadurch sinkt die spätere Altersrente aus der beruflichen Vorsorge spürbar.

Auch in der ersten Säule können Einbussen entstehen, etwa wenn Beitragsjahre fehlen.

Ihre finanzielle Situation gezielt verbessern

Verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihre persönliche Vorsorgesituation. Sobald Sie genau wissen, wo Sie stehen, haben Sie verschiedene Möglichkeiten:

  • AHV-Nachzahlungen
  • Freiwillige Einkäufe in die Pensionskasse
  • Einzahlungen in die Säule 3a
  • Erhöhung des Arbeitspensums

Tipp: Erfahren Sie mehr zum Thema im Blogbeitrag «Teilzeitarbeit: So vermeiden Sie Vorsorgelücken».

Viele Menschen fühlen sich mit 65 noch fit und engagiert und möchten weiterhin beruflich aktiv bleiben. In der Schweiz ist das möglich. Wer nach dem ordentlichen Rentenalter weiterarbeitet, sollte jedoch einige Punkte beachten.

AHV-Rente: Vorbezug, Aufschub oder Kombination

Sie können den Bezug Ihrer AHV-Rente um bis zu fünf Jahre aufschieben. Das kann sich lohnen, wenn Sie weiterarbeiten und kein zusätzliches Einkommen benötigen. Ihre spätere Rente fällt dadurch lebenslang höher aus. Alternativ können Sie die Rente auch teilweise oder vollständig beziehen und das Einkommen aus der Weiterarbeit ergänzend verwenden. Lassen Sie sich beraten, welche Variante finanziell für Sie vorteilhaft ist.

Sozialversicherungsbeiträge bei Weiterarbeit

Auch nach Erreichen des Referenzalters müssen Sie bei Weiterarbeit AHV-, IV- und EO-Beiträge auf Ihren Lohn bezahlen. Sie können jedoch wählen, ob Sie weiterhin auf das gesamte Einkommen Beiträge bezahlen oder den gesetzlich festgelegten Freibetrag geltend machen möchten.

Einzahlen in die 3. Säule bei Weiterarbeit

Wenn es Ihre finanzielle Situation erlaubt, können Sie bis zu fünf Jahre nach dem ordentlichen Pensionierungsalter in die 3. Säule einzahlen. So können Sie die damit verbundenen Steuervorteile weiterhin nutzen.

Pensionskasse weiterführen

Viele Pensionskassen erlauben den Aufschub der Altersleistung bis Sie maximal 70 Jahre alt sind. Das angesparte Kapital bleibt dadurch länger verzinst. Klären Sie frühzeitig mit Ihrer Vorsorgeeinrichtung, ob und wie ein Aufschub oder eine Weiterführung der Beitragszahlungen möglich sind.

Steuern und Einkommen

Beachten Sie, dass Ihr Einkommen aus der Weiterarbeit gemeinsam mit allfälligen Rentenbezügen besteuert wird. Gleichzeitig können Sie Ihre Steuerbelastung durch Einzahlungen in die Säule 3a senken. Prüfen Sie die steuerlichen Auswirkungen eines kombinierten Renten- und Arbeitseinkommens sorgfältig.

Versicherungen und Vorsorge

Wenn Sie weiterarbeiten, prüfen Sie mit Ihrem Arbeitgeber, ob Sie ausreichend gegen Nicht-Berufsunfälle versichert sind. Falls Sie nur noch wenig arbeiten, sollten Sie die Unfalldeckung in Ihrer Krankenkasse einschliessen, um abgesichert zu bleiben.

Das eigene Zuhause bedeutet Unabhängigkeit und Lebensqualität – auch im Ruhestand. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob Ihr Eigenheim langfristig noch zu Ihrer Lebenssituation passt. Prüfen Sie frühzeitig, ob Ihre Einkünfte nach der Pensionierung ausreichen, um die laufenden Kosten Ihres Wohneigentums weiterhin zu decken.

Tragbarkeit richtig einschätzen

 Banken und Hypothekargeber beurteilen die Tragbarkeit anhand eines Richtwerts: Die jährlichen Wohnkosten dürfen grundsätzlich nicht mehr als ein Drittel des Bruttoeinkommens betragen. Nach der Pensionierung sinkt das Einkommen in der Regel deutlich – die Tragbarkeit kann dadurch kritisch werden. Nutzen Sie den Hypothekenrechner, um Ihre Situation zu prüfen.

Möglichkeiten zur Verbesserung der finanziellen Tragbarkeit im Alter

  • Einnahmen erhöhen: Eine Optimierung der künftigen Renten ist oft ein wirkungsvoller Ansatz. Durch eine Anpassung der Sparrate oder freiwillige Einkäufe in die Pensionskasse lassen sich die späteren Rentenzahlungen erhöhen.
  • Wohnkosten senken: Die Reduktion der Wohnkosten wirkt sich direkt und spürbar auf die Tragbarkeit aus. Je nach Situation kann eine zusätzliche Reduktion der Hypothek (Amortisation) sinnvoll und teilweise sogar notwendig sein, um die Tragbarkeit weiterhin sicherzustellen. Lassen Sie prüfen, ob ein Kapitalbezug aus der Pensionskasse oder Bezüge aus der 3. Säule zur Hypothekenreduktion sinnvoll wären, wobei steuerliche Auswirkungen und Fristen zu beachten sind. Auch ein Wechsel in eine kleinere oder altersgerechte Wohnung kann Ihre monatlichen Belastungen senken. Zudem können die Vermietung oder der Verkauf einer zu grossen Liegenschaft zusätzlich Einkommen generieren bzw. Kapital freisetzen.
  • Freies Vermögen anrechnen: Elemente von liquiden Mitteln wie Kontoguthaben, Wertschriften oder anderen frei verfügbaren Vermögenswerten können als fiktives Einkommen berücksichtigt werden und dadurch die finanzielle Tragbarkeit verbessern.

Künftige Unterhalts- und Renovationskosten im Blick behalten

Planen Sie neben den laufenden Ausgaben auch regelmässige Unterhalts- und mögliche Renovationsarbeiten ein. Dazu gehören etwa Malerarbeiten, Geräteaustausch oder Anpassungen für ein komfortables und altersgerechtes Wohnen. Eine sorgfältige Einschätzung dieser Kosten hilft Ihnen, finanzielle Überraschungen zu vermeiden und die Tragbarkeit langfristig realistisch einzuschätzen.

Kontaktieren Sie unsere Fachexpert;innen, um Ihre Ausgangslage umfassend zu prüfen und passende Massnahmen für Ihre Zukunft festzulegen. Wir berücksichtigen alle finanziellen und persönlichen Aspekte, damit die Lösung optimal zu Ihrer Gesamtsituation passt und Ihnen ein tragbares Wohnen im Ruhestand ermöglicht.

Zur finanziellen Sicherheit im Alter gehört mehr als die Planung der Pensionierung. Auch rechtliche und persönliche Fragen sollten frühzeitig geklärt werden – insbesondere, was im Krankheitsfall oder nach dem Tod geschehen soll. Drei zentrale Dokumente helfen Ihnen dabei, Ihre Wünsche verbindlich festzuhalten.

Nachlassplanung

Mit einer Nachlassplanung z. B. mit einem Testament oder Erbvertrag können Sie sicherstellen, dass Ihr Vermögen im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten nach Ihren Vorstellungen verteilt wird.

Leider sind Konflikte und emotionale Belastungen in Familien wegen Erbangelegenheiten häufig. Sprechen Sie früh mit Ihren Angehörigen über Ihre Wünsche und Entscheidungen. Lassen Sie sich zu erbrechtlichen und steuerlichen Fragen beraten, insbesondere bei grösserem Vermögen.

Vorsorgeauftrag

Mit einem Vorsorgeauftrag bestimmen Sie, wer für Sie entscheidet, wenn Sie es selbst nicht mehr können. Sie legen fest, welche Vertrauensperson sich um Ihre finanziellen, rechtlichen und persönlichen Angelegenheiten kümmern soll. Der Vorsorgeauftrag muss handschriftlich verfasst oder öffentlich beurkundet werden. Er tritt erst in Kraft, wenn die zuständige Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Ihre Urteilsunfähigkeit festgestellt, den Vorsorgeauftrag bewilligt hat und er von der damit betrauten Person angenommen wurde.

Patientenverfügung

Mit einer Patientenverfügung halten Sie im Voraus fest, welche medizinischen Behandlungen Sie möchten und welche nicht. Sie können eine vertrauenswürdige Person benennen, die Ihre Interessen gegenüber Ärzt:innen vertritt. Die Verfügung kann jederzeit angepasst oder widerrufen werden.

Tipp: Erstellen oder überprüfen Sie diese Unterlagen spätestens ein Jahr vor Ihrer Pensionierung. Bewahren Sie alle Unterlagen an einem zugänglichen Ort auf und informieren Sie Ihre Vertrauenspersonen.

Wir unterstützen Sie dabei, Ihren Ruhestand optimal zu planen

Informieren Sie sich online über die einzelnen Schritte oder vereinbaren Sie einen Termin, um mit unseren Fachexpert:innen das Thema Pensionierung zu besprechen. Klären Sie mit uns alle Ihre Fragen und erhalten Sie ein Angebot, das exakt auf Ihre persönliche Lebenssituation und Wünsche zugeschnitten ist.

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren