Wenn Neues entsteht

Der Mensch sucht den Fortschritt. Davon können Anlegerinnen und Anleger profitieren – zumindest langfristig.

Vor 22 Jahren, also genau zum Zeitpunkt des Platzens der Dotcom-Blase im Frühling 2000, arbeitete ich als Trainee für eine global tätige Investmentfirma in den USA. Mir wurde damit gleich zu Beginn meiner Laufbahn bewusst: Wenn Neues entsteht, kommen Dinge in Bewegung – es gibt aber auch Disruptionen, Altes wird verdrängt, was häufig nicht ohne Schmerzen geschieht. Und die Risiken dabei sind erheblich, weil das Neue zu Übertreibungen neigt und damit Rückschläge mit sich bringt.

Es gab dazumal laute Stimmen, die im Nachgang der Dotcom-Blase dem Internet keine Zukunft einräumten. «Das Internet wird kein Massenmedium», liess sich ein bekannter deutscher Zukunftsforscher im Jahr 2001 zitieren – das Internet sei eine zu komplizierte Angelegenheit.

Die Pessimistinnen und Pessimisten wurden eines Besseren belehrt. Wenn Neues entsteht, kann dies der Beginn von etwas Grossem sein. Tech-Unternehmen gehören heute zu den grössten Unternehmen überhaupt, was den Einfluss der neuen Technologien auf Gesellschaft und Wirtschaft widerspiegelt.

Nun dürfen wir bereits 1 Milliarde Franken Vermögen für unsere Kundinnen und Kunden betreuen.

Neue Geschäftsmodelle entstehen

Wie wird die Welt in 20 Jahren aussehen? Was wird die Gesellschaft prägen? Und welche Unternehmen werden zu jenem Zeitpunkt die grössten sein? Niemand weiss es. Worauf aber vertraut werden kann: Hat der Mensch die Freiheit, sucht er den Fortschritt, entwickelt er sich weiter, sucht er neue Lösungen. Daraus entstehen neue Geschäftsmodelle und neue Wachstumsmöglichkeiten.

Gerade in turbulenteren Zeiten wie aktuell ist es wichtig, sich dies in Erinnerung zu rufen. Kurzfristig stellen Risiken bezüglich Geopolitik, Inflation und – etwas weiter entfernt – der Konjunktur berechtigte Sorgen dar. Wir bleiben im Anlageausschuss taktisch defensiv ausgerichtet. Wichtig dabei bleibt aber für Anlegerinnen und Anleger, dank einer langfristigen Perspektive nicht zu pessimistisch zu werden.

Umbruch in eigener Sache

Wir haben bei der E-Vermögensverwaltung bewusst einen Ansatz gewählt, der eine langfristige Ausrichtung vor den schnellen Gewinn stellt. Kurzfristig können die Risiken hoch sein, über die Zeit werden Anlegerinnen und Anleger aber davon profitieren, dass der Mensch nicht stehen bleiben will.

Wir freuen uns darüber, wie stark unser Ansatz auf Anklang gestossen ist. Im Mai 2020 starteten wir mit der E-Vermögensverwaltung, nun dürfen wir bereits 1 Milliarde Franken Vermögen für unsere Kundinnen und Kunden betreuen.

Neues ist entstanden, Grosses steht noch bevor. Es freut mich, dass ich die Geschicke in die Hände von Philipp Merkt übergeben darf, der ab Ostern als mein Nachfolger die Rolle des Chief Investment Officer übernimmt und mit Sicherheit viele neue Ideen einbringen wird. Philipp Merkt war seit Beginn Mitglied des Anlageausschusses und hat unsere Politik mitgeprägt. Ein Umbruch ganz ohne Turbulenzen ist in diesem Fall damit garantiert.

Über Daniel Mewes

Daniel Mewes arbeitet seit 18 Jahren bei PostFinance – aktuell als Chief Investment Officer und Leiter Asset Management Solutions. Der gebürtige Berner hat an der Universität Bern Betriebswirtschaft studiert und ist Dipl. Finanz- und Anlageexperte mit einem EMBA der Hochschule für Wirtschaft Zürich und der Darden School of Business der University of Virginia.

 

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