Die Aktienmärkte haben sich im bisherigen Jahresverlauf stark entwickelt. Im Vormonat sorgte insbesondere eine überzeugende Berichtssaison für Rückenwind. Zuletzt gerieten die Kurse jedoch unter Druck. Ausschlaggebend dürften vor allem steigende Kapitalmarktzinsen und die Aussicht auf eine restriktivere Geldpolitik gewesen sein. Die Verfallrenditen 10-jähriger Staatsobligationen zogen weltweit deutlich an. In den USA liegen sie mittlerweile knapp unter 5 Prozent und damit so hoch wie vor der Finanzkrise. In Europa haben sie Niveaus erreicht, die letztmals vor der Eurokrise zu beobachten waren.
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Unsere Positionierung: Neutrale Positionierung nun auch bei Gold
Steigende Kapitalmarktzinsen sorgen an den Finanzmärkten für Gegenwind. Wir halten an unserer neutralen Aktienquote fest, nehmen bei Gold Gewinne mit und bleiben bei Schweizer Immobilien übergewichtet.
Die gestiegenen Kapitalmarktzinsen erhöhen die Opportunitätskosten von Gold. Deshalb nehmen wir die Gewinne mit und lösen das Übergewicht auf.
Verschuldung rückt stärker in den Fokus
Ein Grund für den Zinsanstieg dürften die erneut aufkommenden Inflationssorgen gewesen sein. Die jüngste Eskalation im Nahen Osten liess den Ölpreis auf über 100 US-Dollar ansteigen. Gleichzeitig zogen insbesondere in den USA auch die Realzinsen an. Darin dürften sich zunehmend Sorgen über die hohe Staatsverschuldung widerspiegeln. Denn der Finanzierungsbedarf in den USA ist gross: Der Staat muss hohe Defizite finanzieren, gleichzeitig benötigen auch Unternehmen viel Kapital, nicht zuletzt für Investitionen in künstliche Intelligenz. Trifft dieser hohe Kapitalbedarf auf eine tiefere Sparquote und geringere Kapitalzuflüsse aus dem Ausland, müssen die Zinsen steigen, bis Kapitalnachfrage und -angebot wieder im Gleichgewicht sind. Bei Obligationen führen steigende Zinsen unmittelbar zu Kursverlusten. Für Unternehmen verteuert sich die Finanzierung, während künftige Gewinne aus heutiger Sicht weniger wert sind. Entsprechend sorgte der Zinsanstieg zuletzt auch an den Aktienmärkten für Gegenwind.
Aktienquote bleibt neutral
Trotzdem halten wir an unserer neutralen Aktienquote fest. Die Weltkonjunktur zeigt sich trotz des schwierigen Umfelds stabil. In den USA hat sich das Wachstum zwar merklich abgeschwächt, die hohen Investitionen in künstliche Intelligenz stützen die Konjunktur jedoch weiterhin. Gleichzeitig setzt sich die Erholung in Europa fort. Das stabile Konjunkturumfeld spricht gegen eine defensivere Aktienpositionierung. Höhere Zinsen, ambitionierte Bewertungen und die ungelöste Verschuldungsthematik begrenzen allerdings das Kurspotenzial. Entscheidend wird sein, ob der Inflationsdruck an Breite gewinnt und die Notenbanken deshalb länger an ihrem restriktiven Kurs festhalten oder die Zinsen weiter erhöhen müssen. Chancen und Risiken halten sich aus unserer Sicht derzeit die Waage.
Gewinne bei Gold realisieren
Bei Gold hat sich das Chancen-Risiko-Verhältnis aus unserer Sicht dagegen verändert. Geopolitische und fiskalische Unsicherheiten sprechen zwar weiterhin für das Edelmetall. Die gestiegenen Kapitalmarktzinsen erhöhen jedoch die Opportunitätskosten von Anlagen ohne laufenden Ertrag. Zudem hat die Preisdynamik seit den Höchstständen im Frühjahr nachgelassen. Nach der guten Wertentwicklung nehmen wir deshalb Gewinne mit und lösen das Übergewicht in Gold auf. Der langfristige Nutzen von Gold als Diversifikator im Portfolio bleibt weiterhin intakt.
Schweizer Immobilien bleiben attraktiv
An unserem Übergewicht in börsenkotierten Schweizer Immobilienfonds halten wir dagegen unverändert fest. Höhere langfristige Zinsen haben die Kurse zwar belastet, die fundamentalen Rahmenbedingungen wirken jedoch unterstützend. Das Angebot an Wohnraum ist knapp und die Nachfrage bleibt hoch. Der robuste Schweizer Arbeitsmarkt dürfte das Bevölkerungswachstum und damit die Nachfrage nach Wohnraum weiter stützen.
Zudem bieten die Ausschüttungen weiterhin einen Renditevorteil gegenüber Schweizer Staatsobligationen. Trotz der gestiegenen Zinsen bleiben Schweizer Immobilienfonds für uns damit attraktiv.
Wertentwicklung Anlageklassen
| Währungen | 1 Monat in CHF | YTD in CHF | 1 Monat in LW | YTD in LW |
|---|---|---|---|---|
| Währungen EUR |
1 Monat in CHF 0,9% |
YTD in CHF 1,3% |
1 Monat in LW 0,9% |
YTD in LW 1,3% |
| Währungen USD |
1 Monat in CHF 0,3% |
YTD in CHF 2,4% |
1 Monat in LW 0,3% |
YTD in LW 2,4% |
| Währungen JPY |
1 Monat in CHF 3,4% |
YTD in CHF 4,1% |
1 Monat in LW 3,4% |
YTD in LW 4,1% |
| Aktien | 1 Monat in CHF | YTD in CHF | 1 Monat in LW | YTD in LW |
|---|---|---|---|---|
| Aktien Schweiz |
1 Monat in CHF -5,7% |
YTD in CHF 6,5% |
1 Monat in LW -5,7% |
YTD in LW 6,5% |
| Aktien Welt |
1 Monat in CHF -1,6% |
YTD in CHF 14,4% |
1 Monat in LW -1,9% |
YTD in LW 11,7% |
| Aktien USA |
1 Monat in CHF -1,7% |
YTD in CHF 14,1% |
1 Monat in LW -2,0% |
YTD in LW 11,5% |
| Aktien Eurozone |
1 Monat in CHF -2,6% |
YTD in CHF 12,3% |
1 Monat in LW -3,5% |
YTD in LW 10,8% |
| Aktien Grossbritannien |
1 Monat in CHF -1,5% |
YTD in CHF 13,0% |
1 Monat in LW -1,9% |
YTD in LW 9,8% |
| Aktien Japan |
1 Monat in CHF 2,5% |
YTD in CHF 25,7% |
1 Monat in LW -0,9% |
YTD in LW 20,8% |
| Aktien Schwellenländer |
1 Monat in CHF 5,0% |
YTD in CHF 29,0% |
1 Monat in LW 4,6% |
YTD in LW 26,0% |
| Obligationen | 1 Monat in CHF | YTD in CHF | 1 Monat in LW | YTD in LW |
|---|---|---|---|---|
| Obligationen Schweiz |
1 Monat in CHF -0,7% |
YTD in CHF -0,8% |
1 Monat in LW -0,7% |
YTD in LW -0,8% |
| Obligationen Welt |
1 Monat in CHF -0,1% |
YTD in CHF 1,6% |
1 Monat in LW -0,4% |
YTD in LW -0,8% |
| Obligationen Schwellenländer |
1 Monat in CHF -0,6% |
YTD in CHF 3,2% |
1 Monat in LW -0,9% |
YTD in LW 0,8% |
| Alternative Anlagen | 1 Monat in CHF | YTD in CHF | 1 Monat in LW | YTD in LW |
|---|---|---|---|---|
| Alternative Anlagen Immobilien |
1 Monat in CHF -1,4% |
YTD in CHF -2,1% |
1 Monat in LW -1,4% |
YTD in LW -2,1% |
| Alternative Anlagen Gold |
1 Monat in CHF -1,3% |
YTD in CHF 2,3% |
1 Monat in LW -1,7% |
YTD in LW 0,0% |
Unsere Positionierung Fokus Schweiz
| Liquidität | TAA alt | TAA neu | Positionierung |
|---|---|---|---|
| Liquidität CHF |
TAA alt 3,0% |
TAA neu 4,0% |
Positionierung stark übergewichtet |
| Liquidität Geldmarkt CHF |
TAA alt 0,0% |
TAA neu 0,0% |
Positionierung stark untergewichtet |
| Liquidität Total |
TAA alt 3,0% |
TAA neu 4,0% |
Positionierung untergewichtet |
| Aktien | TAA alt | TAA neu | Positionierung |
|---|---|---|---|
| Aktien Schweiz |
TAA alt 23,0% |
TAA neu 23,0% |
Positionierung neutral |
| Aktien USA |
TAA alt 12,0% |
TAA neu 12,0% |
Positionierung neutral |
| Aktien Eurozone |
TAA alt 4,0% |
TAA neu 4,0% |
Positionierung neutral |
| Aktien Grossbritannien |
TAA alt 2,0% |
TAA neu 2,0% |
Positionierung neutral |
| Aktien Japan |
TAA alt 2,0% |
TAA neu 2,0% |
Positionierung neutral |
| Aktien Schwellenländer ex China |
TAA alt 5,0% |
TAA neu 5,0% |
Positionierung neutral |
| Aktien China |
TAA alt 2,0% |
TAA neu 2,0% |
Positionierung neutral |
| Aktien Total |
TAA alt 50,0% |
TAA neu 50,0% |
Positionierung neutral |
| Obligationen | TAA alt | TAA neu | Positionierung |
|---|---|---|---|
| Obligationen Schweiz |
TAA alt 17,0% |
TAA neu 17,0% |
Positionierung neutral |
| Obligationen Welt |
TAA alt 10,0% |
TAA neu 10,0% |
Positionierung neutral |
| Obligationen Schwellenländer |
TAA alt 6,0% |
TAA neu 6,0% |
Positionierung neutral |
| Obligationen Total |
TAA alt 33,0% |
TAA neu 33,0% |
Positionierung neutral |
| Alternative Anlagen | TAA alt | TAA neu | Positionierung |
|---|---|---|---|
| Alternative Anlagen Immobilien Schweiz |
TAA alt 8,0% |
TAA neu 8,0% |
Positionierung übergewichtet |
| Alternative Anlagen Gold |
TAA alt 6,0% |
TAA neu 5,0% |
Positionierung übergewichtet |
| Alternative Anlagen Total |
TAA alt 14,0% |
TAA neu 13,0% |
Positionierung neutral |