Die Kapitalmarktzinsen bleiben hoch und sind in den USA im vergangenen Monat gar weiter gestiegen. Die Verfallrenditen zehnjähriger Staatsobligationen liegen bei über 5,2 Prozent. Ein wesentlicher Teil des Zinsanstiegs entfällt auf höhere Realrenditen. Dahinter dürfte der hohe Kapitalbedarf in den USA stehen. Zusätzlich bleibt die Inflation ein Unsicherheitsfaktor. Je länger die Energiepreise erhöht bleiben, desto wahrscheinlicher schlagen sich die höheren Produktions- und Transportkosten auch in der Kerninflation nieder. Damit steigt das Risiko, dass die Zentralbanken länger restriktiv bleiben oder die Zinsen weiter erhöhen müssen, insbesondere in Europa und Japan.
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Unsere Positionierung: Rückkehr zur strategischen Ausrichtung
Höhere Zinsen belasten die Finanzmärkte, während die robuste Konjunktur und positive Gewinnaussichten für Unterstützung sorgen. Wir nehmen bei Schweizer Immobilienfonds Gewinne mit und lösen das Übergewicht auf. Damit sind wir in allen Anlageklassen wieder neutral positioniert.
Bei Schweizer Immobilienfonds hat sich das Chancen-Risiko-Verhältnis verschlechtert. Wir nehmen deshalb Gewinne mit und reduzieren die Position auf neutral.
Nebenwerte und Gold unter Druck
Dieses anspruchsvolle Zinsumfeld hinterliess im vergangenen Monat erneut Spuren an den Aktienmärkten. Höhere Zinsen verteuern die Finanzierung und mindern den heutigen Wert künftiger Gewinne. Besonders Nebenwerte geraten dadurch unter Druck. Sie sind häufig stärker auf Fremdfinanzierung angewiesen und reagieren entsprechend empfindlicher auf steigende Finanzierungskosten. So verlor der US-Nebenwerteindex Russell 2000 im vergangenen Monat 3 Prozent. Gegenüber seinem Höchststand Mitte August liegt er gar mehr als 8 Prozent tiefer, während die Kapitalmarktzinsen seither deutlich gestiegen sind. Der technologielastige S&P-500-Index liegt dagegen auf dem damaligen Niveau. Technologietitel konnten dem Gegenwind bislang also weitgehend trotzen.
Auch bei Gold dürfte der Realzinsanstieg für Gegenwind gesorgt haben, da dieser verzinsliche Anlagen relativ attraktiver macht. Das Edelmetall verlor im vergangenen Monat gut 5 Prozent. Dies bestätigt uns in unserem Entscheid, im September Gewinne mitzunehmen und das Übergewicht aufzulösen.
Robuste Wirtschaft stützt die Aktienquote
Dem Zinsdruck steht eine weiterhin robuste Weltkonjunktur gegenüber. In den USA stützen die hohen KI-Investitionen das Wachstum, während sich in Europa die Erholung fortsetzt. Die überzeugenden Unternehmensergebnisse im bisherigen Jahresverlauf, besonders im Technologiesektor, dürften auch erklären, weshalb technologielastige Märkte dem Zinsdruck bislang weitgehend trotzen konnten. Gleichzeitig stimmen sie uns zuversichtlich für die anstehende Berichtssaison, für die die Gewinnerwartungen weiterhin hoch sind. Gemessen an den erwarteten Gewinnen erscheinen die Bewertungen weniger ambitioniert und geben uns weiterhin keinen Anlass, die Aktienquote zu reduzieren. Der anhaltende Zinsdruck und die starke Abhängigkeit des US-Wachstums von den KI-Investitionen sprechen allerdings auch gegen eine Erhöhung. Wir halten deshalb an unserer neutralen Aktienquote fest.
Schweizer Immobilienfonds auf neutral
Bei Schweizer Immobilienfonds hat sich das Chancen-Risiko-Verhältnis dagegen verschlechtert. Die Verfallrendite zehnjähriger Schweizer Staatsobligationen liegt weiterhin bei 0,5 Prozent und damit gut 20 Basispunkte über dem Niveau zu Jahresbeginn. Während wir im September die unterstützenden fundamentalen Faktoren stärker gewichteten, rücken nun die erhöhten Kapitalmarktzinsen und die Aussicht auf weitere Zinserhöhungen der Schweizerischen Nationalbank in den Vordergrund. Beides mindert die relative Attraktivität der Immobilienfonds. Das knappe Wohnraumangebot und die anhaltend hohe Nachfrage bleiben zwar unterstützend, reichen aus unserer Sicht aber nicht mehr aus, um ein Übergewicht zu rechtfertigen. Wir nehmen deshalb die Gewinne mit und reduzieren die Position auf neutral. Damit sind wir nun in allen Anlageklassen wieder neutral positioniert.
Wertentwicklung Anlageklassen
| Währungen | 1 Monat in CHF | YTD in CHF | 1 Monat in LW | YTD in LW |
|---|---|---|---|---|
| Währungen EUR |
1 Monat in CHF -0,9% |
YTD in CHF 0,1% |
1 Monat in LW -0,9% |
YTD in LW 0,1% |
| Währungen USD |
1 Monat in CHF 2,9% |
YTD in CHF 5,0% |
1 Monat in LW 2,9% |
YTD in LW 5,0% |
| Währungen JPY |
1 Monat in CHF 0,5% |
YTD in CHF 4,2% |
1 Monat in LW 0,5% |
YTD in LW 4,2% |
| Aktien | 1 Monat in CHF | YTD in CHF | 1 Monat in LW | YTD in LW |
|---|---|---|---|---|
| Aktien Schweiz |
1 Monat in CHF -2,6% |
YTD in CHF 6,1% |
1 Monat in LW -2,6% |
YTD in LW 6,1% |
| Aktien Welt |
1 Monat in CHF 2,3% |
YTD in CHF 18,0% |
1 Monat in LW -0,6% |
YTD in LW 12,4% |
| Aktien USA |
1 Monat in CHF 4,2% |
YTD in CHF 19,7% |
1 Monat in LW 1,2% |
YTD in LW 14,1% |
| Aktien Eurozone |
1 Monat in CHF -5,1% |
YTD in CHF 8,5% |
1 Monat in LW -4,3% |
YTD in LW 8,4% |
| Aktien Grossbritannien |
1 Monat in CHF -3,0% |
YTD in CHF 11,4% |
1 Monat in LW -3,4% |
YTD in LW 8,0% |
| Aktien Japan |
1 Monat in CHF 2,4% |
YTD in CHF 28,0% |
1 Monat in LW 1,9% |
YTD in LW 22,9% |
| Aktien Schwellenländer |
1 Monat in CHF 0,0% |
YTD in CHF 29,1% |
1 Monat in LW -2,8% |
YTD in LW 23,0% |
| Obligationen | 1 Monat in CHF | YTD in CHF | 1 Monat in LW | YTD in LW |
|---|---|---|---|---|
| Obligationen Schweiz |
1 Monat in CHF -0,7% |
YTD in CHF -0,9% |
1 Monat in LW -0,7% |
YTD in LW -0,9% |
| Obligationen Welt |
1 Monat in CHF 0,1% |
YTD in CHF 2,0% |
1 Monat in LW -2,8% |
YTD in LW -2,8% |
| Obligationen Schwellenländer |
1 Monat in CHF -0,6% |
YTD in CHF 3,0% |
1 Monat in LW -3,4% |
YTD in LW -1,9% |
| Alternative Anlagen | 1 Monat in CHF | YTD in CHF | 1 Monat in LW | YTD in LW |
|---|---|---|---|---|
| Alternative Anlagen Immobilien |
1 Monat in CHF 1,2% |
YTD in CHF -0,2% |
1 Monat in LW 1,2% |
YTD in LW -0,2% |
| Alternative Anlagen Gold |
1 Monat in CHF -2,4% |
YTD in CHF 0,4% |
1 Monat in LW -5,1% |
YTD in LW -4,3% |
Unsere Positionierung Fokus Schweiz
| Liquidität | TAA alt | TAA neu | Positionierung |
|---|---|---|---|
| Liquidität CHF |
TAA alt 4,0% |
TAA neu 1,0% |
Positionierung neutral |
| Liquidität Geldmarkt CHF |
TAA alt 0,0% |
TAA neu 4,0% |
Positionierung neutral |
| Liquidität Total |
TAA alt 4,0% |
TAA neu 5,0% |
Positionierung neutral |
| Aktien | TAA alt | TAA neu | Positionierung |
|---|---|---|---|
| Aktien Schweiz |
TAA alt 23,0% |
TAA neu 23,0% |
Positionierung neutral |
| Aktien USA |
TAA alt 12,0% |
TAA neu 12,0% |
Positionierung neutral |
| Aktien Eurozone |
TAA alt 4,0% |
TAA neu 4,0% |
Positionierung neutral |
| Aktien Grossbritannien |
TAA alt 2,0% |
TAA neu 2,0% |
Positionierung neutral |
| Aktien Japan |
TAA alt 2,0% |
TAA neu 2,0% |
Positionierung neutral |
| Aktien Schwellenländer ex China |
TAA alt 5,0% |
TAA neu 5,0% |
Positionierung neutral |
| Aktien China |
TAA alt 2,0% |
TAA neu 2,0% |
Positionierung neutral |
| Aktien Total |
TAA alt 50,0% |
TAA neu 50,0% |
Positionierung neutral |
| Obligationen | TAA alt | TAA neu | Positionierung |
|---|---|---|---|
| Obligationen Schweiz |
TAA alt 17,0% |
TAA neu 17,0% |
Positionierung neutral |
| Obligationen Welt |
TAA alt 10,0% |
TAA neu 10,0% |
Positionierung neutral |
| Obligationen Schwellenländer |
TAA alt 6,0% |
TAA neu 6,0% |
Positionierung neutral |
| Obligationen Total |
TAA alt 33,0% |
TAA neu 33,0% |
Positionierung neutral |
| Alternative Anlagen | TAA alt | TAA neu | Positionierung |
|---|---|---|---|
| Alternative Anlagen Immobilien Schweiz |
TAA alt 8,0% |
TAA neu 7,0% |
Positionierung neutral |
| Alternative Anlagen Gold |
TAA alt 5,0% |
TAA neu 5,0% |
Positionierung neutral |
| Alternative Anlagen Total |
TAA alt 13,0% |
TAA neu 12,0% |
Positionierung neutral |