Die Finanzmärkte entwickelten sich im vergangenen Monat erfreulich. Die Aktienmärkte legten spürbar zu und auch die Obligationenmärkte verzeichneten Wertzuwächse. Unterstützung bot insbesondere die starke Berichtssaison. In den USA stiegen die Unternehmensumsätze gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent, so stark wie zuletzt Ende 2021. Zudem war das Wachstum breit abgestützt: Sämtliche Sektoren verzeichneten steigende Umsätze, fünf davon sogar ein zweistelliges Plus. Am stärksten fiel der Zuwachs im Energiesektor aus, gefolgt vom Technologiesektor mit einem kräftigen Umsatzplus von rund 36 Prozent. Auch in Europa überzeugte die Berichtssaison mit einem Umsatzwachstum von rund 10 Prozent.
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Unsere Positionierung: Mehr Zuversicht erlaubt neutrale Aktienquote
Die überzeugende Berichtssaison und die besseren Konjunkturaussichten erhöhen unsere Zuversicht für die Finanzmärkte. Wir heben die Aktienquote daher auf neutral an und halten an unserem Übergewicht in Gold und börsenkotierten Schweizer Immobilienfonds fest.
Die starke Berichtssaison und die besseren Konjunkturaussichten verbessern das Umfeld für Aktien. Wir erhöhen die Aktienquote deshalb auf neutral.
Berichtssaison zerstreut KI-Sorgen
Die guten Unternehmensergebnisse sorgten für Erleichterung, nachdem der Technologiesektor besonders Ende Juli unter Druck geraten war. Zuvor waren Zweifel entstanden, ob sich die hohen Investitionen in künstliche Intelligenz in entsprechend höheren Umsätzen und Gewinnen niederschlagen würden. Die überzeugenden Zahlen von Amazon und Microsoft lieferten dazu wichtige Antworten und zeigten, dass die hohen Investitionen zumindest bei den führenden Technologieunternehmen bereits mit starkem Umsatz- und Gewinnwachstum einhergehen. Seit der Veröffentlichung ihrer Quartalszahlen legte der amerikanische Leitindex um mehr als 6 Prozent zu und erreichte neue Höchststände.
US-Aktien zurück auf neutral
Auch die konjunkturelle Entwicklung stimmt uns gegenüber dem US-Aktienmarkt zuversichtlicher. Die US-Wirtschaft hat sich in den vergangenen Monaten zwar abgekühlt. Gerade diese Abkühlung schafft jedoch zunehmend die Voraussetzungen für eine spätere Erholung. Verschiedene Stimmungsindikatoren der Unternehmen haben sich dagegen aufgehellt und auch der nachlassende Preisdruck hat die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Straffung der Geldpolitik reduziert. Historisch entwickelten sich risikobehaftete Anlagen wie Aktien besonders gut, wenn sich die US-Konjunktur nach einer Schwächephase wieder beschleunigte.
Auch die Bewertung spricht inzwischen weniger gegen US-Aktien. Zwar bewegen sich die Aktienkurse auf hohen Niveaus. Gleichzeitig sind aber auch die Gewinnerwartungen deutlich gestiegen, sodass die Bewertung trotz der Kursgewinne zuletzt sogar leicht zurückgegangen ist. Im Vergleich mit den vergangenen zehn Jahren liegt sie mittlerweile wieder näher am historischen Durchschnitt. Vor diesem Hintergrund erhöhen wir die Aktienquote und lösen unser Untergewicht in US-Aktien vollständig auf.
Schweizer Immobilien und Gold weiterhin als stabilisierende Ergänzung
Weiterhin attraktiv beurteilen wir börsenkotierte Schweizer Immobilienfonds. Für sie spricht insbesondere das anhaltend tiefe Zinsniveau in der Schweiz. Mit Ausschüttungsrenditen von rund 2 bis 3 Prozent bieten Immobilienfonds weiterhin einen attraktiven Renditevorteil gegenüber Schweizer Staatsobligationen. Gleichzeitig bleiben die fundamentalen Rahmenbedingungen am Schweizer Immobilienmarkt mit einem knappen Angebot und einer robusten Nachfrage unterstützend.
Auch an unserem Übergewicht in Gold halten wir fest. Im vergangenen Monat ist dem Edelmetall ein deutlicher Ausbruch gelungen. Der Goldpreis hat um mehr als 8 Prozent zugelegt. Unterstützung ist unter anderem von der gestiegenen Zuversicht gekommen, dass die US-Notenbank ihre Geldpolitik nicht weiter straffen muss. Gleichzeitig bleiben die hohe US-Staatsverschuldung, geopolitische Unsicherheiten und die Nachfrage nach einem stabilisierenden Portfoliobaustein wichtige Argumente für Gold. Gerade in einem Umfeld erhöhter politischer und fiskalischer Risiken bleibt das Edelmetall aus unserer Sicht eine sinnvolle stabilisierende Ergänzung im Portfolio.
Wertentwicklung Anlageklassen
| Währungen | 1 Monat in CHF | YTD in CHF | 1 Monat in LW | YTD in LW |
|---|---|---|---|---|
| Währungen EUR |
1 Monat in CHF 1,2% |
YTD in CHF 0,7% |
1 Monat in LW 1,2% |
YTD in LW 0,7% |
| Währungen USD |
1 Monat in CHF 0,0% |
YTD in CHF 2,5% |
1 Monat in LW 0,0% |
YTD in LW 2,5% |
| Währungen JPY |
1 Monat in CHF 1,8% |
YTD in CHF 0,8%, |
1 Monat in LW 1,8% |
YTD in LW 0,8% |
| Aktien | 1 Monat in CHF | YTD in CHF | 1 Monat in LW | YTD in LW |
|---|---|---|---|---|
| Aktien Schweiz |
1 Monat in CHF 1,7% |
YTD in CHF 12,0% |
1 Monat in LW 1,7% |
YTD in LW 12,0% |
| Aktien Welt |
1 Monat in CHF 4,1% |
YTD in CHF 17,4% |
1 Monat in LW 4,2% |
YTD in LW 14,5% |
| Aktien USA |
1 Monat in CHF 3,8% |
YTD in CHF 17,3% |
1 Monat in LW 3,9% |
YTD in LW 14,5% |
| Aktien Eurozone |
1 Monat in CHF 5,0% |
YTD in CHF 16,3% |
1 Monat in LW 3,7% |
YTD in LW 15,5% |
| Aktien Grossbritannien |
1 Monat in CHF 4,1% |
YTD in CHF 14,3% |
1 Monat in LW 3,2% |
YTD in LW 11,2% |
| Aktien Japan |
1 Monat in CHF 5,8% |
YTD in CHF 25,2% |
1 Monat in LW 3,9% |
YTD in LW 24,2% |
| Aktien Schwellenländer |
1 Monat in CHF 2,9% |
YTD in CHF 25,3% |
1 Monat in LW 3,0% |
YTD in LW 22,3% |
| Obligationen | 1 Monat in CHF | YTD in CHF | 1 Monat in LW | YTD in LW |
|---|---|---|---|---|
| Obligationen Schweiz |
1 Monat in CHF 0,4% |
YTD in CHF 0,2% |
1 Monat in LW 0,4% |
YTD in LW 0,2% |
| Obligationen Welt |
1 Monat in CHF 0,8% |
YTD in CHF 2,4% |
1 Monat in LW 0,9% |
YTD in LW –0,1% |
| Obligationen Schwellenländer |
1 Monat in CHF 0,0% |
YTD in CHF 4,6% |
1 Monat in LW 0,1% |
YTD in LW 2,0% |
| Alternative Anlagen | 1 Monat in CHF | YTD in CHF | 1 Monat in LW | YTD in LW |
|---|---|---|---|---|
| Alternative Anlagen Immobilien |
1 Monat in CHF –1,2% |
YTD in CHF –0,2% |
1 Monat in LW –1,2% |
YTD in LW –0,2% |
| Alternative Anlagen Gold |
1 Monat in CHF 8,6% |
YTD in CHF 3,2% |
1 Monat in LW 8,7% |
YTD in LW 0,7% |
Unsere Positionierung Fokus Schweiz
| Liquidität | TAA alt | TAA neu | Positionierung |
|---|---|---|---|
| Liquidität CHF |
TAA alt 5,0% |
TAA neu 3,0% |
Positionierung übergewichtet |
| Liquidität Geldmarkt CHF |
TAA alt 0,0% |
TAA neu 0,0% |
Positionierung stark untergewichtet |
| Liquidität Total |
TAA alt 5,0% |
TAA neu 3,0% |
Positionierung untergewichtet |
| Aktien | TAA alt | TAA neu | Positionierung |
|---|---|---|---|
| Aktien Schweiz |
TAA alt 23,0% |
TAA neu 23,0% |
Positionierung neutral |
| Aktien USA |
TAA alt 10,0% |
TAA neu 12,0% |
Positionierung neutral |
| Aktien Eurozone |
TAA alt 4,0% |
TAA neu 4,0% |
Positionierung neutral |
| Aktien Grossbritannien |
TAA alt 2,0% |
TAA neu 2,0% |
Positionierung neutral |
| Aktien Japan |
TAA alt 2,0% |
TAA neu 2,0% |
Positionierung neutral |
| Aktien Schwellenländer ex China |
TAA alt 5,0% |
TAA neu 5,0% |
Positionierung neutral |
| Aktien China |
TAA alt 2,0% |
TAA neu 2,0% |
Positionierung neutral |
| Aktien Total |
TAA alt 48,0% |
TAA neu 50,0% |
Positionierung neutral |
| Obligationen | TAA alt | TAA neu | Positionierung |
|---|---|---|---|
| Obligationen Schweiz |
TAA alt 17,0% |
TAA neu 17,0% |
Positionierung neutral |
| Obligationen Welt |
TAA alt 10,0% |
TAA neu 10,0% |
Positionierung neutral |
| Obligationen Schwellenländer |
TAA alt 6,0% |
TAA neu 6,0% |
Positionierung neutral |
| Obligationen Total |
TAA alt 33,0% |
TAA neu 33,0% |
Positionierung neutral |
| Alternative Anlagen | TAA alt | TAA neu | Positionierung |
|---|---|---|---|
| Alternative Anlagen Immobilien Schweiz |
TAA alt 8,0% |
TAA neu 8,0% |
Positionierung übergewichtet |
| Alternative Anlagen Gold |
TAA alt 6,0% |
TAA neu 6,0% |
Positionierung übergewichtet |
| Alternative Anlagen Total |
TAA alt 14,0% |
TAA neu 14,0% |
Positionierung übergewichtet |