Der Jahresauftakt an den Aktienmärkten fiel insgesamt überdurchschnittlich positiv aus. Weder geopolitische Turbulenzen wie die angedrohte Annexion Grönlands noch die politischen Spannungen rund um die US-Notenbank, ausgelöst durch strafrechtliche Ermittlungen gegen den noch amtierenden Fed-Vorsitzenden, konnten die gute Stimmung an den Märkten nachhaltig trüben. Mittlerweile hat sich das Bild jedoch verändert. Zunehmend hinterfragen Anleger:innen, wer im Wettlauf um die künstliche Intelligenz tatsächlich zu den Gewinner:innen zählen wird. Die ersten Anzeichen dieser Skepsis zeigten sich im Oktober des vergangenen Jahres während der Berichtsaison zum dritten Quartal, als die Investitionen in künstliche Intelligenz weiter stark anstiegen, der wirtschaftliche Nutzen jedoch noch unklar blieb und dementsprechend die Dynamik bei den KI-Unternehmen in den USA ins Stocken geriet.
Sie befinden sich hier:
Unsere Positionierung: Von KI-Euphorie zu kritischer Differenzierung
Die Märkte hinterfragen zunehmend die hohen KI-Investitionen, was insbesondere US-Technologiewerte belastet. Wir bevorzugen global diversifizierte Substanzwerte sowie Schwellenländeranlagen, die von einem schwächeren US-Dollar profitieren dürften. Gold und Schweizer Immobilienfonds bleiben stabilisierende Portfolioelemente.
Zunehmend hinterfragen Anleger:innen, wer im Wettlauf um die künstliche Intelligenz tatsächlich zu den Gewinner:innen zählen wird.
Auf Euphorie folgt kritische Differenzierung
Auch in der aktuellen Berichtsaison wurden hohe Investitionsankündigungen im Bereich der künstlichen Intelligenz von den Märkten eher negativ aufgenommen. Ein Beispiel dafür ist Amazon. Das Unternehmen kündigte Investitionen von rund 200 Milliarden US-Dollar in den Ausbau seiner KI-Kapazitäten an. Obwohl die Geschäftszahlen insgesamt solide waren, verlor die Aktie seither mehr als 15 Prozent an Wert. Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt zudem Anthropic mit der Vorstellung eines neuen KI-Modells. Dieses lässt sich in bestehende Softwareumgebungen integrieren und kann komplexe wissensintensive Aufgaben übernehmen. Damit tritt es insbesondere in direkte Konkurrenz zu Softwareanbietern in Bereichen wie Recht, Finanzen oder Beratung.
Substanzwerte überzeugen in diesem Jahr
Unter dieser Entwicklung litten insbesondere die US-Aktienmärkte, allen voran der S&P-500-Index. Besonders betroffen waren US-Softwaretitel, die seit Jahresbeginn nahezu 20 Prozent verloren. Im Gegensatz dazu konnten breiter diversifizierte, globale Substanzwerte deutlich überzeugen. Diese entwickelten sich rund 3 Prozentpunkte besser als der amerikanische Leitindex S&P 500. Diese Entwicklung überrascht uns nicht. Wir sind seit längerem skeptisch gegenüber dem technologielastigen und konzentrierten US-Aktienmarkt und bevorzugen stattdessen eine breitere Diversifizierung in globale Substanzwerte. Diese Position hat sich in den letzten Monaten ausgezahlt. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzen dürfte, und halten an unserer Ausrichtung fest.
Gold und Schwellenländeranlagen bevorzugt
Neben globalen Substanzwerten erachten wir insbesondere Anlagen in Schwellenländern als attraktiv. Dafür spricht die insgesamt robustere wirtschaftliche Ausgangslage relevanter Volkswirtschaften. Noch wichtiger ist aus unserer Sicht, dass diese Anlagen von der erwarteten anhaltenden Schwäche des US-Dollars profitieren dürften. Von diesem Umfeld sollte zudem Gold als Krisen- und Inflationsschutz weiterhin unterstützt werden. Obwohl das Edelmetall im vergangenen Monat eine hohe Volatilität gezeigt hat, bleiben wir von den strukturell stützenden Faktoren überzeugt. Neben einem schwächeren US-Dollar dürften insbesondere die weiterhin angespannten geo- und handelspolitischen Rahmenbedingungen sowie die nach wie vor über den Zielwerten liegenden Inflationsraten in den USA die Goldpreisentwicklung stützen. Entsprechend bleiben wir weiterhin übergewichtet. Ebenfalls übergewichtet bleiben wir bei Schweizer Immobilienfonds, da sie im aktuellen Tiefzinsumfeld gegenüber Geldmarktanlagen weiterhin attraktiv erscheinen.
Wertentwicklung Anlageklassen
| Währungen | 1 Monat in CHF | YTD in CHF | 1 Monat in LW | YTD in LW |
|---|---|---|---|---|
| Währungen EUR |
1 Monat in CHF –1,8% |
YTD in CHF –1,9% |
1 Monat in LW –1,8% |
YTD in LW –1,9% |
| Währungen USD |
1 Monat in CHF –3,4% |
YTD in CHF –3,0% |
1 Monat in LW –3,4% |
YTD in LW –3,0% |
| Währungen JPY |
1 Monat in CHF –0,1% |
YTD in CHF –0,4% |
1 Monat in LW –0,1% |
YTD in LW –0,4% |
| Aktien | 1 Monat in CHF | YTD in CHF | 1 Monat in LW | YTD in LW |
|---|---|---|---|---|
| Aktien Schweiz |
1 Monat in CHF 0,9% |
YTD in CHF 2,5% |
1 Monat in LW 0,9% |
YTD in LW 2,5% |
| Aktien Welt |
1 Monat in CHF –3,5% |
YTD in CHF –1,0% |
1 Monat in LW –0,1% |
YTD in LW 2,0% |
| Aktien USA |
1 Monat in CHF –5,6% |
YTD in CHF –3,3% |
1 Monat in LW –2,3% |
YTD in LW –0,4% |
| Aktien Eurozone |
1 Monat in CHF –1,4% |
YTD in CHF 2,0% |
1 Monat in LW 0,4% |
YTD in LW 4,0% |
| Aktien Grossbritannien |
1 Monat in CHF 0,5% |
YTD in CHF 3,1% |
1 Monat in LW 2,8% |
YTD in LW 5,0% |
| Aktien Japan |
1 Monat in CHF 10,5% |
YTD in CHF 13,6% |
1 Monat in LW 10,6% |
YTD in LW 14,1% |
| Aktien Schwellenländer |
1 Monat in CHF 3,5% |
YTD in CHF 8,6% |
1 Monat in LW 7,2% |
YTD in LW 11,9% |
| Obligationen | 1 Monat in CHF | YTD in CHF | 1 Monat in LW | YTD in LW |
|---|---|---|---|---|
| Obligationen Schweiz |
1 Monat in CHF 0,5% |
YTD in CHF 0,8% |
1 Monat in LW 0,5% |
YTD in LW 0,8% |
| Obligationen Welt |
1 Monat in CHF –1,8% |
YTD in CHF –1,3% |
1 Monat in LW 1,7% |
YTD in LW 1,7% |
| Obligationen Schwellenländer |
1 Monat in CHF –1,9% |
YTD in CHF –1,7% |
1 Monat in LW 1,6% |
YTD in LW 1,3% |
| Alternative Anlagen | 1 Monat in CHF | YTD in CHF | 1 Monat in LW | YTD in LW |
|---|---|---|---|---|
| Alternative Anlagen Immobilien Schweiz |
1 Monat in CHF –0,4% |
YTD in CHF –0,4% |
1 Monat in LW –0,4% |
YTD in LW –0,4% |
| Alternative Anlagen Gold |
1 Monat in CHF 5,6% |
YTD in CHF 12,0% |
1 Monat in LW 9,3% |
YTD in LW 15,5% |
Unsere Positionierung Fokus Schweiz
| Liquidität | TAA alt | TAA neu | Positionierung |
|---|---|---|---|
| Liquidität CHF |
TAA alt 2,0% |
TAA neu 2,0% |
Positionierung übergewichtet |
| Liquidität Geldmarkt CHF |
TAA alt 0,0% |
TAA neu 0,0% |
Positionierung stark untergewichtet |
| Liquidität Total |
TAA alt 2,0% |
TAA neu 2,0% |
Positionierung stark untergewichtet |
| Aktien | TAA alt | TAA neu | Positionierung |
|---|---|---|---|
| Aktien Schweiz |
TAA alt 23,0% |
TAA neu 23,0% |
Positionierung neutral |
| Aktien USA |
TAA alt 8,0% |
TAA neu 8,0% |
Positionierung stark untergewichtet |
| Aktien Eurozone |
TAA alt 4,0% |
TAA neu 4,0% |
Positionierung neutral |
| Aktien Grossbritannien |
TAA alt 2,0% |
TAA neu 2,0% |
Positionierung neutral |
| Aktien Japan |
TAA alt 2,0% |
TAA neu 2,0% |
Positionierung neutral |
| Aktien Schwellenländer ex China |
TAA alt 6,0% |
TAA neu 6,0% |
Positionierung übergewichtet |
| Aktien China |
TAA alt 2,0% |
TAA neu 2,0% |
Positionierung neutral |
| Aktien Welt Value |
TAA alt 2,0% |
TAA neu 2,0% |
Positionierung übergewichtet |
| Aktien Total |
TAA alt 49,0% |
TAA neu 49,0% |
Positionierung untergewichtet |
| Obligationen | TAA alt | TAA neu | Positionierung |
|---|---|---|---|
| Obligationen Schweiz |
TAA alt 17,0% |
TAA neu 17,0% |
Positionierung neutral |
| Obligationen Welt |
TAA alt 10,0% |
TAA neu 10,0% |
Positionierung neutral |
| Obligationen Schwellenländer |
TAA alt 8,0% |
TAA neu 8,0% |
Positionierung übergewichtet |
| Obligationen Total |
TAA alt 35,0% |
TAA neu 35,0% |
Positionierung übergewichtet |
| Alternative Anlagen | TAA alt | TAA neu | Positionierung |
|---|---|---|---|
| Alternative Anlagen Immobilien Schweiz |
TAA alt 8,0% |
TAA neu 8,0% |
Positionierung übergewichtet |
| Alternative Anlagen Gold |
TAA alt 6,0% |
TAA neu 6,0% |
Positionierung übergewichtet |
| Alternative Anlagen Total |
TAA alt 14,0% |
TAA neu 14,0% |
Positionierung übergewichtet |