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Erstellt am 26.11.2019

Vier Kerngedanken zur Zukunft der Daten

Daten sind Gold wert – sofern Unternehmen fähig sind, kompetent mit ihnen umzugehen. Am Event «The Future of Data» diskutierte eine Podiumsrunde mit Hauptgast Igor Perisic, Chief Data Officer von LinkedIn, über die künftige Bedeutung der Daten für (Schweizer) Unternehmen.

Podium Igor Perisic, Simone Schneuwly, Christian Kunz, Philip Michel, Martin Jaggi, Jérôme

Mit Daten sachgerecht umgehen, sie interpretieren und als Basis für Entscheidungen aufbereiten: Datenkompetenz (englisch Data Literacy) wird mit der Digitalisierung für Unternehmen zu einer zentralen Fähigkeit. Die Bedeutung dieser Disziplin brachte Igor Perisic, Chief Data Officer von LinkedIn, an einem früheren Anlass mit einer markigen Aussage auf den Punkt: «Unternehmen, die Daten heute nicht verarbeiten und für sich nutzen können, sind verloren.»

Den Daten auf den Grund gegangen

Am 1. November war er im CineBubenberg in Bern Hauptgast von «The Future of Data», einem gemeinsamen Event von PostFinance, der Schweizerischen Post und der Mobiliar. Er diskutierte mit Simone Schneuwly (Head of Learning and Development bei der Mobiliar), Philipp Michel (Head of CRM, Analytics & Customer Service bei der Schweizerischen Post), Christian Kunz (CEO des Berner Data-Startups bitsaboutme), Jérôme Koller (Head of Data & Analytics bei der Mobiliar) sowie Martin Jaggi (Assistenzprofessor für Computer Science an der EPFL) über das Thema «Zukunft der Daten». Das sind die vier Kerngedanken aus einer zweistündigen Podiumsdiskussion zu einem weitreichenden Thema: 

Kerngedanke 1: Daten müssen relevante Geschichten liefern

Es ist nichts Neues, dass wir seit langer Zeit unendlich viele Daten generieren. Neu ist aber, dass wir heute dank der modernen Datenwissenschaft die Möglichkeit haben, diese Daten zu analysieren und daraus für das Unternehmen relevante Geschichten zu kreieren. Bis anhin hat sich die Datenwissenschaft sehr stark auf den technologischen Aspekt konzentriert. In Zukunft wird es immer wichtiger werden, aus den Daten professionelle Stories zu ziehen, also die Frage zu beantworten: Welche Geschichten wollen wir im professionellen Kontext anhand der Daten erzählen? Wertvoll sind Daten nur, wenn wir mit ihnen etwas Wichtiges erzählen können. 

Kerngedanke 2: Daten sind Entscheidungsbeeinflusser – und nicht die Treiber

Daten sollen Unternehmen nicht zu Entscheidungen treiben, sondern sie nur beeinflussen. Der Entscheid, ob man in die eine oder andere Richtung gehen soll, wird immer von einem Menschen oder mehreren Menschen getroffen. Die Daten liefern nur Anhaltspunkte.

Kerngedanke 3: Beim Umgang mit Daten geht es nicht nur um Technologie, sondern vor allem auch um Ethik und Fairness

Im Umgang mit Daten wird der ethische Aspekt und die Fairness eine immer grössere Rolle spielen. Für alle Unternehmen, die sich mit Daten befassen, aber auch für jede einzelne Person ist es wichtig, sich mit dem ethischen Aspekt des Themas zu befassen. Man muss sich damit auseinandersetzen, was Daten sind, wie sie gespeichert und genutzt werden (dürfen), und sich dazu eine Meinung bilden. Daten sind zu wichtig, als dass man nicht über sie Bescheid wissen sollte. Und wer mit Daten von anderen Personen zu tun hat, muss diese sorgfältig handhaben und die Verantwortung für das eigene Tun übernehmen. 

Kerngedanke 4: Auf die Unternehmen kommt ein grosses Stück Datenarbeit zu

In vielen Bereichen stehen die Unternehmen in Sachen Datennutzung erst am Anfang. Sie sehen viel Potenzial und zahlreiche Anwendungsfälle, um Daten sinnvoll zu nutzen – wie zum Beispiel das Anbieten personalisierter Inhalte im Weiterbildungsbereich oder das Anbieten neuer Services. Zur Umsetzung fehlen zum einen teilweise noch die datentechnischen Möglichkeiten. Zum andern müssen interne Diskussionen darüber geführt werden, inwieweit und welche Daten überhaupt angetastet und genutzt werden sollen und wie die Transparenz gewährleistet werden kann. Dies hat längere Prozesse zur Folge und zieht viel Arbeit mit sich. 

Über den Anlass

Anstoss für den Anlass war das Der Link öffnet sich in einem neuen Fenster Whitepaper «The Future of Data», das ein vierköpfiges Team mit Mitarbeitenden von PostFinance, der Schweizerischen Post und der Mobiliar aufgrund seiner gemeinsamen Forschungsreise ins Silicon Valley verfasst hat. Auf dieser Reise hat das Team auch Igor Perisic, Chief Data Officer von LinkedIn, getroffen. 

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