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Erstellt am 10.12.2018

Wofür haben Sie in den letzten zwölf Monaten Geld ausgegeben?

«Wo ist eigentlich das ganze Geld hin?» – das fragen sich wahrscheinlich viele Leute Ende Jahr, wenn sie einen Blick auf ihr Konto werfen. Oft ist das nicht nur dieses Jahr der Fall, sondern kommt Jahr für Jahr wieder vor. Das muss nicht sein. Mit einem Jahresrückblick auf Ihr Budget sehen Sie, wo das Geld hin ist. Das hilft Ihnen, auch künftige Kosten besser zu berechnen oder einzuschätzen.

Zwölf Monate sind lange – besonders, wenn man mal schaut, was während dieser Zeit so alles das Konto belastet hat. Die grössten Posten wie Miete, Lebensmittel und Haushalt, Steuern und Versicherungsgebühren hat man schnell mal im Kopf. Und da bleiben sie dann auch – im Kopf. Denn in privaten Haushalten wird meist nicht genau Buch geführt über Ein- und Ausgaben. Und kaum jemand erstellt privat eine Jahresrechnung oder Bilanz, wie dies Firmen tun. Die meisten belassen es dabei, die monatlichen Kosten vom monatlichen Einkommen abzuziehen und so eher kurzfristig Finanzen zu planen. Dabei kann eine langfristige Sicht auf die Dinge helfen, eine bessere Kontrolle über das eigene Budget zu haben.

Mit 5 Fragen zu Ihrem finanziellen Jahresrückblick

Keine Angst – was jetzt folgt, ist keine Anleitung zu einer langen Buchhaltungs-Session. Wir stellen lediglich fünf Fragen, die Sie schnell beantworten können, mit denen Sie sich aber einen guten Überblick über Ihren Umgang mit Geld machen können. 

Wie viel Geld haben Sie im letzten Jahr erhalten?

Neben dem Lohn ist es auch sinnvoll, sämtliche anderen Einnahmen aufzulisten, die Ihnen in den Sinn kommen. Haben Sie beispielsweise Hochzeitsgeld erhalten? Etwas geerbt? Oder haben Sie auf dem Flohmarkt oder im Internet erfolgreiche Verkäufe erzielt und so Ihr Einkommen aufgebessert? Listen Sie alle grösseren Einnahmequellen auf oder schauen Sie als PostFinance-Kunde einfach in Ihrem E-Finance nach. 

Wie viel haben Sie im Jahr 2018 ausgegeben?

Hier läppert sich einiges zusammen: Miete, Freizeit, Auto, Lebensmittel usw. Ein ganz schöner Aufwand, alles zusammenzuzählen. Schätzen Sie deshalb Ihre Ausgaben grob ein. An die Kosten für wiederkehrende Ausgaben wie Miete, Krankenkassen- oder Versicherungsprämien und grössere Anschaffungen erinnern Sie sich vielleicht noch genauer. Bei allen anderen Ausgaben können Sie Schätzungen aus Ihrer Erfahrung oder aus Ihrem E-Banking nehmen. Als PostFinance Kunde schaffen Sie das Ganze auch in wenigen Minuten. Werfen Sie auch dazu einen Blick auf Ihr E-Finance.

Was waren die grössten Posten?

Nun schauen wir etwas genauer auf die soeben erwähnten grössten Posten. Dazu zuerst die Fixkosten unter die Lupe nehmen: Wie hoch sind Wohnkosten, Steuern und Krankenkasse? Gab es grössere Anschaffungen – wie etwa ein Auto, Töff oder eine Immobilie? Wie teuer waren die Ferien (inkl. Ausgaben vor Ort) im Detail? Haben Sie eine Weiterbildung gemacht? Sich in Ihre Pensionskasse eingekauft? Und gibt es sonst noch Ausgaben, die ins Gewicht fallen könnten? Vielleicht einen Leasingvertrag, Kredit oder sonstige Schulden?

Tipp

Viele dieser Ausgaben sehen Sie als PostFinance-Kunde auf einen Blick in einem übersichtlichen Kuchendiagramm aufgeteilt. Kategorien wie z.B. «Wohnen» oder «Versicherungen» sind im E-Cockpit von E-Finance schon vordefiniert. Sie können entweder selbst Ihre Ausgaben den Kategorien zuweisen oder aber, Sie lassen die Zuteilung von unserem System erledigen. So sparen Sie einige Minuten bei der Erstellung Ihres Jahresbudgets.

Wie viel haben Sie gespart?

Was befindet sich netto nach all diesen Abzügen noch auf dem Sparkonto, im Fondssparplan und sogar im Sparstrumpf zuhause? Zählen Sie alles zusammen, was Sie total von Ihren Einnahmen auf die Seite legen oder anlegen konnten. 

Welche Budgetposten sind minimierbar?

Mit der Analyse von sechs verschiedenen Bereichen können Sie einfach herausfinden, wo in Ihrem Leben allenfalls noch unentdecktes Sparpotenzial schlummert. 

Ausgaben checken – Sparpotenzial entdecken

  • Wohnkosten (Miete, Heiz- und Nebenkosten) sollten nicht mehr als einen Viertel von Ihrem Nettoeinkommen betragen. Trifft das zu?
  • Versicherungen vergleichen: Haben Sie bei Krankenkassen, Hausrat und Co. überall den preiswertesten Tarif?
  • Clever Einkaufen: Auch Ausgaben fürs Essen lassen sich senken, ohne, dass Sie auf Qualität und gesunde Ernährung verzichten müssen.
  • Steuerabzüge kennen: So stellen Sie sicher, dass Sie nur den nötigsten Betrag zahlen müssen. Viele wissen, dass man beispielsweise Spenden von den Steuern abziehen oder auf die Kirchensteuer verzichten kann, wenn das der Wunsch ist. Aber wussten Sie auch, dass Sie eine Velopauschale von CHF 700.– abziehen können, wenn Sie mit dem ÖV zur Arbeit fahren? Auch Einzahlungen auf Ihre Säule 3a lassen sich einfach von den Steuern abziehen.
  • Kinder: Wenn Sie mindestens ein Kind haben, dann schlägt das natürlich auch zu Buche. Welche Budgetposten speziell auf Eltern zukommen, haben wir in diesem Artikel aufgelistet. Durchschnittlich geben Eltern in der Schweiz pro Kind mindestens CHF 300.– bis CHF 400.– im Monat aus.
  • Fixkosten: Generell sollten Ihre Fixkosten nicht mehr als 60% Ihres Einkommens beanspruchen.

Liegen Ihre Kosten bei mindestens einem dieser sechs Bereiche drüber, sollten Sie versuchen, diese zu minimieren. Ausserdem haben Sie jetzt eine prima Vorlage für das nächste Jahr. Schauen Sie sich diese Regeln für Ihr Haushaltsbudget fürs nächste Jahr an.

Wie Sie aus der Vergangenheit lernen können

Nachdem wir nun die finanziellen Aufwände besprochen haben, zählen wir noch, was Ende Jahr übrig bleibt oder bleiben sollte. Legen Sie fest, wie viel Prozent von Ihren jährlichen Bruttoeinkommen Sie eigentlich sparen würden: 5%, 10% oder sogar 20%? Haben Sie dieses Ziel in diesen letzten zwölf Monaten erreicht? Können Sie es fürs nächste Jahr sogar erhöhen? 

Wenn nicht, dann können Sie sich dieses Sparziel für das neue Jahr setzen. Wenn Sie Ihre Ausgaben gemäss den erwähnten sechs Regeln anpassen, können Sie dieses Sparziel vielleicht schon einfacher erreichen, als Sie gedacht haben.

Extra-Spartipp

Im neuen Jahr können Ihnen ausserdem Daueraufträge helfen, Ihr Sparziel zu erreichen. Richten Sie für alle monatlichen Fixkosten einen Dauerauftrag ein, der sofort den Betrag vom Lohn abzieht. So kommen Sie weniger in Versuchung, das Geld erstmal auszugeben, statt die Rechnungen zu zahlen. Viele Rechnungssteller bieten ausserdem E-Rechnungen an, was Ihnen ebenfalls hilft, in nur wenigen Klicks die monatlichen Ausgaben, die leider unumgänglich sind, zu erledigen. 

Auf ins neue Jahr

Ziehen Sie die Lehren aus dem finanziellen Jahresrückblick, den Sie gerade erstellt haben. Wie könnte sich Ihr neues Finanzjahr gestalten? Wenn Sie weder das Sparziel erreichen noch die Ausgaben minimieren können, dann überlegen Sie, wie Sie im nächsten Jahr mehr aus Ihrem Geld machen können. Dafür müssen Sie nicht gleich den Beruf wechseln oder einen Nebenjob suchen – werfen Sie gerne auch einen Blick auf unsere Tipps zum Thema «Geld anlegen».

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