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Erstellt am 19.02.2018

Grün und fair? Wie Sie Geld nachhaltig anlegen

Ihr Geld können Sie ganz bewusst «nachhaltig» anlegen. Wie das geht? Ganz einfach: Sie kaufen Geldanlagen, z.B. Aktien, von Unternehmen, die auf Nachhaltigkeit setzen. Oder Sie investieren in Fonds, die Aktien von diesen Unternehmen im Portfolio haben.

Grün und Fair – Mit diesen 3 Ansätzen legen Sie ihr Geld nachhaltig an. 1: «Ausschluss» Hier schliessen Sie Branchen und Unternehmen aus, ...die in Ihren Augen mit ihrer Geschäftstätigkeit der Umwelt und Gesellschaft schaden. 2: «Best In Class» Für alle Unternehmen wird ein Nachhaltigkeitsscore berechnet, ...der auf Kriterien zu den Themen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung beruht. Sie investieren nur in Unternehmen, die innerhalb ihrer Branche den höchsten Score erzielen. 3: «Positiver Einfluss» Mit diesem Verfahren wählen Sie Unternehmen, ...deren Geschäftsmodell einen positiven Einfluss auf Umwelt oder Gesellschaft haben. Etwa, weil Sie sich für erneuerbare Energien einsetzen... ...oder den Aufbau von Mikrokredit-Projekten in Entwicklungsländern fördern.

Ob ein Unternehmen nachhaltig ist, kann anhand verschiedener Kriterien bestimmt werden. Die meisten Unternehmen sind nicht in allen Punkten gleich stark. Deshalb gibt es bei den nachhaltigen Anlagen verschiedene Schwerpunkte in Bezug auf Umweltschutz sowie andere ökologische Aspekte, das gesellschaftliche Wohl und faire Geschäftspraktiken. Anleger müssen sich zunächst überlegen, welche Aspekte und Themen ihnen besonders wichtig sind.

Nachhaltige Geldanlagen auswählen

Es gibt drei Verfahren, mit denen Sie nachhaltige Anlagen auswählen können:

  1. «Ausschluss»:
    Hier schliessen Sie Branchen und Unternehmen von vornherein aus, die in Ihren Augen mit ihrer Geschäftstätigkeit der Umwelt und der Gesellschaft schaden. Dazu zählt oftmals die Rüstungsindustrie. Auch Unternehmen, die mit Nuklearenergie zu tun haben oder menschenunwürdige Arbeitsbedingungen dulden, werden nicht zu den nachhaltigen Anlagen gezählt.

  2. «Best in Class»-Ansatz:
    Mit diesem Verfahren werden zunächst alle Unternehmen einer Branche anhand der sogenannten ESG-Kriterien bewertet. Diese Nachhaltigkeitskriterien fokussieren auf die Faktoren Umwelt (Environment), Soziales (Social) und Gouvernanz (Governance). Dann wählen Sie die Unternehmen aus, die innerhalb ihrer Branche am besten abschneiden. Dabei können Sie selbst Schwerpunkte setzen und zum Beispiel Unternehmen auswählen, die sehr auf den Umweltschutz bedacht sind.

  3. «Positiver Einfluss»:
    Mit diesem Verfahren wählen Sie Unternehmen aus, von denen Sie überzeugt sind, dass sie mit ihrem Geschäftsmodell direkt etwas Gutes für die Umwelt oder die Gesellschaft tun. Etwa, weil sie sich für erneuerbare Energien, die Integration oder Mikrofinanzierungsprojekte in Entwicklungsländern einsetzen.
Auf der Grafik wird anhand eines Zwiebelmodells das Verfahren zur Auswahl von nachhaltigen Geldanlage aufgezeigt. Die äusserste Schicht zeigt alle Unternehmen auf, die zweite Schicht den Ausschluss, die dritte den «Best-in-Class Ansatz» und die vierte Schicht ist die Menge «positiver Einfluss».

Wenn Sie Aktien direkt kaufen, können Sie selbst bestimmen, welche Unternehmen und Branchen Sie auswählen wollen, aber auch nachhaltige Fonds halten sich bei der Auswahl an nationale und internationale Standards und müssen offenlegen, welche Unternehmen und Branchen sie berücksichtigen. So sind Sie auch bei Fonds in der Lage, Ihre Anlagen gemäss Ihren eigenen Ansprüchen einfach auszuwählen, und ein Teil der aufwändigen Analysearbeit bleibt Ihnen erspart. Der Markt für nachhaltige Anlagen wächst stetig – somit werden Sie also bestimmt fündig.

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