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Erstellt am 16.05.2018

Was ist der «Finanzmarkt»?

Stellen Sie sich vor, Sie gehen an einem Samstag auf den Markt in Ihrem Dorf oder Ihrer Stadt. An verschiedenen Ständen werden Waren angeboten. Sie entscheiden sich für das schönste und preiswerteste Gemüse und bezahlen den vereinbarten Preis. Sie fragen also Gemüse nach, der Verkäufer oder die Verkäuferin bietet es an.

Genau wie für Güter gibt es auch einen Markt für Kapital, auf dem Anbieter und Nachfrager Handel betreiben: den Finanzmarkt. Der Begriff umfasst alle Märkte, auf denen mit Kapital gehandelt wird. Die wichtigste Unterteilung innerhalb des Finanzmarkts ist jene zwischen dem Geldmarkt und dem Kapitalmarkt.

Der Geldmarkt

Eine Grafik zeigt mit einem gelben Icon eines Hauses eine Geschäftsbank (zum Beispiel die PostFinance) auf und deren Beziehung zur Schweizerischen Nationalbank (SNB), die durch ein Icon eines Hauses mit Säulen dargestellt wird. Beide Icons sind mit den entsprechenden Bezeichnungen «Geschäftsbank (z.B. PostFinance)» und «Schweizerische Nationalbank (SNB)» beschriftet. Die Nationalbank gibt der Geschäftsbank Geld, was durch einen Pfeil von der Nationalbank zur Geschäftsbank und dem dazugehörigen Text «Geld (Kredit)» dargestellt wird. Die Nationalbank bekommt von der Geschäftsbank Zins, was durch einen Pfeil von der Geschäftsbank in Richtung der Nationalbank und dem dazugehörigen Text «Zins» dargestellt wird.

Auf dem Geldmarkt werden kurzfristige Gelder gehandelt. Darunter fallen all jene mit einer Laufzeit von maximal zwölf Monaten. Nachfrager auf dem Geldmarkt sind Banken, Unternehmen oder Anleger. Sie leihen sich Geld von der Schweizerischen Nationalbank oder von Geschäftsbanken oder von Unternehmen. Die Zinssätze am Geldmarkt werden in der Schweiz von der Schweizerischen Nationalbank gesteuert. 

Der Kapitalmarkt

Eine Grafik zeigt mit einem gelben Icon eines Hauses eine Börse oder eine Geschäftsbank (zum Beispiel die PostFinance) auf und deren Beziehung zu zwei Anlegergruppen, die durch zwei Icons von je zwei Personen dargestellt werden. Alle Icons sind mit den entsprechenden Bezeichnungen «Börse oder Geschäftsbank (z.B. PostFinance)» und «Anleger» beschriftet. Die Anlegergruppe 1 stellt der Geschäftsbank Kapital via Aktienkauf zur Verfügung, was durch einen Pfeil von der Anlegergruppe 1 zur Geschäftsbank und dem dazugehörigen Text «Kapital (Aktie)» dargestellt wird. Die Anlegergruppe 1 bekommt von der Geschäftsbank dafür Dividenden, was durch einen Pfeil von der Geschäftsbank in Richtung der Anlegergruppe 1 und dem dazugehörigen Text «Dividende» dargestellt wird. Die Anlegergruppe 2 stellt der Geschäftsbank Kapital via Obligationenkauf zur Verfügung, was durch einen Pfeil von der Anlegergruppe 2 zur Geschäftsbank und dem dazugehörigen Text «Kapital (Obligationen)» dargestellt wird. Die Anlegergruppe 2 bekommt von der Geschäftsbank dafür Zinsen, was durch einen Pfeil von der Geschäftsbank in Richtung der Anlegergruppe 2 und dem dazugehörigen Text «Zins» dargestellt wird.

Auf dem Kapitalmarkt werden mittel- bis langfristige Gelder gehandelt. Unternehmen beschaffen sich hier einen grossen Teil ihrer Gelder für anstehende Investitionen durch Emissionen von Aktien und Anleihen. Der Eidgenossenschaft dient der Kapitalmarkt ebenfalls zur langfristigen Finanzierung seiner Aufgaben.

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