Punkt für Punkt: 8,5 Millionen für den Eishockey-Nachwuchs

27.02.2026

2002 wird der Euro als Zahlungsmittel in Umlauf gebracht, die neue Airline Swiss hebt ab, der 20-jährige Simon Ammann springt zu Olympiagold – und im Schweizer Eishockey kommt ein Flammenmotiv in Mode. Seither unterstützt PostFinance das hiesige Eishockey mit dem Top-Scorer-Konzept. Die Partnerschaft, symbolisiert durch den Flammenhelm und das gelbe Trikot, steht kurz vor der silbernen Hochzeit.

Über 8,5 Millionen Franken haben die PostFinance Top Scorer bereits für die Nachwuchsabteilungen der Clubs erspielt. Die Grenze von 9 Millionen Franken könnte am 11. März 2026 überschritten werden, wenn die Top Scorer der Saison 2025/26 in der neuen Festhalle auf dem Bernexpo-Areal geehrt werden. Für jeden Scorerpunkt der Top Scorer in der National League der Männer – ob Tor oder Assist – zahlt PostFinance 300 Franken. Seit der Saison 2023/24 prämiert PostFinance auch die Top Scorer der höchsten Frauenliga. Bei den Frauen wird ein Pauschalbetrag von 150’000 Franken unter den acht Clubs der PostFinance Women’s League aufgeteilt, damit alle Top Scorer gleichermassen für den Nachwuchs ihres Clubs Geld erhalten. Die Massnahme soll dazu beitragen, die Professionalisierung des Fraueneishockeys in der Schweiz voranzutreiben und die Liga in der Breite zu stärken.

An der Ehrung gilt der Applaus den Stars, der eigentliche Gewinner ist aber der Nachwuchs. Die Clubs sind verpflichtet, die Prämie in die Nachwuchsarbeit zu investieren. Über die Verwendung legen sie jährlich Rechenschaft ab. Der Blick auf eine Auswahl realisierter Projekte zeigt, inwiefern das Eishockey in den Regionen gefördert wird.

Mehr Transport in Ambri, weniger Kosten in Lausanne und Biel

In Ambrí sind Rekrutierung und Transport des Eishockey-Nachwuchses eine grosse Herausforderung. Das Einzugsgebiet des HC Ambrí-Piotta ist verwinkelt und greift auf beide Seiten des Gotthards, vom Maggiatal bis in die Zentralschweiz. Entsprechend aufwändig ist die Logistik. Dank der Tore und Assists des damaligen Top Scorers Michael Spacek konnte der HCAP im Sommer 2024 einen Minibus finanzieren. Seither werden damit die eishockeybegeisterten Mädchen und Jungen aus der Umgebung zu den Trainings in die Gottardo-Arena chauffiert.

Im selben Jahr investierten die HC Davos Ladies den Top-Scorer-Betrag in das Girls Projekt Ost: Es handelt sich um ein Förderprogramm, welches Mädchen der Altersstufen U9 bis U19 in der ganzen Ostschweiz in ihrer Entwicklung auf und neben dem Eis unterstützt.

Zugunsten der gezielten Förderung hat der EV Zug seine Top-Scorer-Prämien in den letzten Jahren für eine noch breitere Betreuung verwendet und Lohnkosten von Skating-, Mentaltrainern sowie Physiotherapeuten der Nachwuchsteams gedeckt.

Damit Kinder im Eishockey gefördert werden können, müssen sie überhaupt mit der Sportart in Berührung kommen. Eine Einstiegshürde sind die hohen Kosten für die Ausrüstung. Dank finnischer Unterstützung können die Kinder im Waadtland und im Seeland das Eishockey kennenlernen, ohne dass die Eltern hohe Auslagen haben: Lausanne investierte die Prämie von Top Scorer Antti Suomela 2023/24 ebenso in die Ausrüstung der Hockeyschule wie der EHC Biel 2024/25 (Top Scorer Toni Rajala). Derweil sorgte Rapperswils Malte Strömwall mit seinen Toren und Assists dafür, dass die Goalies im Nachwuchs der Lakers passend ausgerüstet wurden.

Wer wird Ambris nächster Spacek? Verteidigen Rajala und Strömwall ihre Top-Scorer-Titel? Der 11. März wird Gewissheit bringen. Die fleissigsten Punktesammler erhalten an der Ehrung traditionell einen symbolischen Check. Die Gesichter und die Zahlen wechseln, die Wirkung bleibt: Das Top-Scorer-Konzept stärkt das Schweizer Eishockey dort, wo seine Zukunft entsteht.

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