Kryptozahlungen setzen die passende Infrastruktur voraus
Damit Unternehmen Kryptowährungen als Zahlungsmittel akzeptieren können, benötigen sie eine geeignete technische Lösung. Einige Lösungen rechnen den Betrag direkt in Schweizer Franken um. Dadurch müssen Unternehmen die erhaltenen Kryptowährungen nicht selbst verwahren und tragen kein unmittelbares Kursrisiko.
Welche Kryptowährungen akzeptiert werden und ob die Lösung im Geschäft, im Onlineshop oder in beiden Verkaufskanälen eingesetzt werden kann, hängt vom jeweiligen Anbieter ab. Unternehmen sollten deshalb die Verfügbarkeit, die unterstützten Währungen, die Gebühren sowie die Abläufe bei Rückerstattungen und in der Buchhaltung sorgfältig prüfen.
Dass bei der Alltagsadaption von Bitcoin weiterhin Luft nach oben besteht, zeigt die fehlende Integration bei den Big Playern wie Apple Pay und Google Pay – oder dem in der Schweiz sehr beliebten TWINT. Keine der Lösungen bietet Kryptozahlungen an – Konsument:innen müssen sich mit einer separaten App behelfen. Damit Kryptowährungen im Alltag mehr genutzt werden, wäre es nützlich, dass Zahlungsdienstleister und Banken z.B. Bitcoin-Zahlungen in ihre eigene App integrieren würden.
Anders sieht es beim normalen Handel mit Bitcoin aus, wo einige Banken mittlerweile diesen Trend aufgegriffen und ihr Geschäftsmodell erweitert haben. Während Anleger:innen früher auf ausländische Plattformen angewiesen waren und Ausfallrisiken tragen mussten, ermöglichen nun verschiedene Schweizer Finanzinstitute ihrer Kundschaft Kryptoinvestitionen. Auch Kund:innen von PostFinance können über E-Finance und die PostFinance App direkt in diverse Kryptowährungen investieren. Neben der sicheren Verwahrung profitieren sie von einer hohen Nutzerfreundlichkeit, einem einfachen Ablauf und hoher Transparenz.