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Erstellt am 12.11.2018

Unnötige Ausgaben, die Sie mit einem Budget in den Griff bekommen

«Wo ist denn nur das ganze Geld hin?» Wenn Sie sich diese Frage Ende Monat beim Blick aufs Bankkonto häufiger stellen, helfen Ihnen unsere Liste der zehn häufigsten unnötigen Ausgaben und die dazugehörigen Spartipps im Alltag weiter.

Wer im Alltag bares Geld sparen will, muss nicht auf Spass verzichten. Wir haben eine Liste mit zehn unnötigen Ausgaben zusammengestellt, die Sie auch ohne grossen Verzicht weglassen können – wenn Sie ein Budget führen. Identifizieren Sie die fiesen Geldfresser!

1. Das Mittagessen: Auch Sandwichs gehen ins Geld

Auch wenn es nicht jeden Mittag ein Essen im Restaurant ist – auswärts zu essen, kann ganz schön teuer werden. Wenn Sie durchschnittlich CHF 15.– bis CHF 20.– täglich für Ihr Mittagessen ausgeben, kommen Sie Ende Monat auf rund CHF 350.–.

Sparen im Alltag heisst nicht, jeden Tag nur Joghurt oder Reste zu essen. Es heisst, bewusster Geld auszugeben. Dazu folgender Spartipp: Wenn Sie nur schon dreimal die Woche Essen von zuhause mitnehmen (seien es Resten oder ein selbst gemachtes Sandwich oder einen Salat), können Sie im Monat etwa CHF 210.– sparen. Nicht viel? Im Jahr sind das über CHF 2’500.– eine schöne Summe für eine Ferienreise oder als Notfallgroschen.

2. Der Einkauf: planen und sparen

Hungrig sollte man nie einkaufen gehen – und auch nicht unvorbereitet. Denn so landen viele Dinge in Ihrem Einkaufskorb, die Sie gar nicht brauchen. Planen Sie voraus, welche Gerichte Sie unter der Woche kochen möchten und kaufen Sie nur diejenigen Dinge, die Sie dazu benötigen. So können Sie auch einen Beitrag dazu leisten, Foodwaste einzudämmen: In der Schweiz landen nämlich jährlich ca. 300 kg Lebensmittel pro Kopf im Abfall. Besonders für Familien können sich ein Blick in die Wochenaktionen und der Kauf von Grosspackungen lohnen, für Einzelhaushalte rechnen sich diese meist nur bei nicht verderblichen Lebensmitteln – sonst laufen Sie Gefahr, Lebensmittel wegwerfen zu müssen.

Mit schlauer Vorbereitung und einem Blick in den Kühlschrank vor dem Weg zum Supermarkt sparen Sie Geld und tun der Umwelt etwas Gutes. 

3. Ausgehen: Wenn aus einem Bier ein Loch im Portemonnaie wird

Wer Geld sparen will, muss nicht komplett auf das Feierabendbier, die Nacht im Club oder den Konzertbesuch verzichten. Es lohnt sich aber, sich an einem Abend bewusst darauf zu achten, wie viel Geld man genau für Bier, Ticket oder Clubeintritt und Mitternachtssnack ausgibt, und dann allenfalls seine Gewohnheiten anzupassen. Für viele Kinos gibt es zum Beispiel günstigere Montagstarife – das Popcorn kann man auch im Supermarkt kaufen und Konzerttickets finden Sie oft kurzfristig günstiger auf den offiziellen Internetportalen (Achtung vor Trickbetrügern).

Dazu folgender Spartipp: Vor dem Clubbesuch mit Freunden einen Apéro zuhause zu organisieren, auf den Burger morgens um drei zu verzichten oder im Sommer vielleicht ein Feierabend-Picknick zu veranstalten, statt in die nächste Beiz zu sitzen, kann sich lohnen, um Geld zu sparen – und ist meist genau so unterhaltsam wie ein Barbesuch.

4. Abos: Vergleichen lohnt sich

Prüfen Sie, wie viel Geld Sie jeden Monat für Abos (Internet, Handy, TV, aber auch Streamingdienste wie Netflix und Spotify oder Zeitungen und Zeitschriften) ausgeben. Informieren Sie sich, ob Sie mit einem günstigeren Angebot allenfalls besser bedient sind – besonders dann, wenn neue Angebote auf den Markt kommen.

Ein weiterer Spartipp: Überlegen Sie auch, ob Sie Ihre Abos tatsächlich nutzen oder ob kostenlose Alternativen für Ihre Bedürfnisse ausreichen. 

5. Snacks: Coffee to go und Zvieri summieren sich

Mal schnell einen Kaffee auf dem Weg zur Arbeit, ein Gipfeli vom Bäcker zum Znüni oder ein Glacé am Nachmittag – einen kleinen Luxus sollten Sie sich ruhig gönnen. Wenn es aber zur Gewohnheit wird, täglich teure Snacks und Kaffee oder Smoothies für zwischendurch zu holen, kann schnell ein grösserer Betrag im Monat zusammenkommen und das Budget belasten.

Es kann sich also lohnen, den Kaffee bei der Arbeit zu beziehen, zuhause zu frühstücken und gesunde Snacks wie Früchte, Nüsse oder Schokoriegel zur Arbeit mitzunehmen und sich nur einmal in der Woche den Luxus zu gönnen, einen teuren Snack einzukaufen. Wenn Sie sonst jeden Morgen einen Kaffee für CHF 5.– holen, sparen Sie unter dem Motto des «bewussten Luxus» rund CHF 1’000.– im Jahr. Ein weiterer Pluspunkt: Sie ernähren sich gesünder und geniessen Ihren Luxus-Snack bewusster. 

6. Mode: Zeitlos schlägt trendy

In Zeiten, in denen uns Modehäuser online wie offline ständig mit Angeboten und Trends inspirieren wollen, ist die Versuchung gross, öfters schnell neue Kleidung oder Schuhe zu kaufen. Dabei lohnt es sich meist, eine Grundgarderobe an zeitlosen Stücken, die gut miteinander kombinierbar sind, anzulegen – und mit wenigen trendy Accessoires oder Stücken zu ergänzen.

Wenn Sie nicht auf neue Trends verzichten möchten, lohnt es sich, ein monatliches Budget für solche Ausgaben zu erstellen und dieses einzuhalten. Einfacher geht dies, wenn Sie sich von Fashion-Newslettern abmelden und Shopping-Apps vom Handy löschen, um nicht Gefahr zu laufen, sich aus Langeweile oder Gewohnheit inspirieren zu lassen – und immer auch fündig zu werden.

Eine gute Idee ist es auch, regelmässig den Kleiderschrank auszumisten und gut erhaltene Stücke entweder zu verkaufen, mit Freunden zu tauschen oder zu spenden. Das lohnt sich nicht nur fürs Budget – sich von alten Dingen zu trennen, kann auch ganz schön befreiend sein. 

7. Mobilität: Sparen vom Velo bis zum Auto

Nutzen Sie den ÖV, gehen Sie zu Fuss oder fahren Sie mit dem Velo statt mit dem Auto – die grundlegenden Tipps, um sich günstig und umweltfreundlich fortzubewegen, kennen Sie wahrscheinlich. Dennoch lohnt es sich, zu überlegen, ob Sie alle Fortbewegungsmittel wirklich brauchen: Nutzen Sie Ihr Velo tatsächlich? Brauchen Sie ein eigenes Auto oder lohnt sich ein Mobility-Abo? Holen Sie ein Maximum aus Ihrem ÖV-Abo raus oder brauchen Sie es für den Sommer gar nicht und gehen ohnehin ständig zu Fuss oder sind mit dem Velo unterwegs? Dann lohnt sich vielleicht eher eine Monatskarte als das Jahresabo. Fahren Sie mit dem Auto zur Arbeit? Dann können Sie vielleicht mit Arbeitskollegen eine Fahrgemeinschaft gründen und so Kosten sparen oder Ihr Auto bewusster einsetzen. 

8. Hobbys: Auch das Fitnessabo, die Sportausrüstung und Co. bergen Sparpotenzial

Hobbys sollten Sie selbstverständlich weiter betreiben, auch wenn Sie Geld sparen möchten – schliesslich tragen diese zu Ihrer Lebensqualität bei. Doch lohnt es sich auch hier, Gewohnheiten umzustellen oder Preise zu vergleichen. Nutzen Sie Ihr Fitnessabo wirklich oder haben Sie einfach den Kündigungstermin verpasst? Wenn Sie gar ein neues Abo lösen möchten, aber nicht sicher sind, ob Sie Zeit und Musse haben, auch regelmässig Sport zu betreiben, finden Sie auf Internetportalen oft Leute, die ihr altes Abo nicht mehr nutzen und für die Restlaufzeit umschreiben möchten.

Auch bei anderen Hobbys gibt es Sparpotenzial: Können Sie Bücher allenfalls in der Bibliothek beziehen, statt immer neu zu kaufen? Können Sie eine neue Ausrüstung für Ihr Hobby secondhand kaufen? Wenn Sie über Jahrespässe oder -Abos verfügen (zum Beispiel für den Zoo, Museen oder Fussball-/Hockeyspiele), rechnen Sie mal nach, ob Sie diese wirklich oft genug nutzen, um günstiger zu sein als mit Einzeleintritten. 

9. Grosse Anschaffungen: informieren, vergleichen, planen

Auch wenn grosse Anschaffungen nur bedingt zu den Alltagsausgaben gehören, lohnt es sich, hier aufmerksam zu sein: Eine neue Waschmaschine, ein Handy, TV oder neue Möbel können mit schlauer Planung auch günstiger werden als gedacht. Machen Sie sich detailliert Gedanken darüber, was die neue Anschaffung genau können muss, und suchen Sie nach Produkten, die nicht über teure Extrafunktionen verfügen, die Sie gar nicht brauchen. Preise zu vergleichen und Aktionen zu nutzen, lohnt sich hier besonders.

Achten Sie bei elektrischen Geräten auch darauf, dass diese nicht unnötig Strom fressen – und Ihre Nebenkosten nicht in die Höhe treiben. Bei Handys gibt es oft Rabatte auf alte Modelle, wenn im Herbst die neusten Versionen vorgestellt werden. TV-Geräte sind im August oder November am günstigsten. Wer sich informiert, Preise vergleicht und die Anschaffung plant (sofern dies möglich ist), kann hier bares Geld einsparen. 

10. Bankkonto: Geld sparen kostet Geld

Wer Geld sparen möchte, tut dies meist nicht mit einem klassischen «Kässeli», sondern mit einem Spar- oder Privatkonto. Auch hier können Sie möglicherweise bares Geld sparen. Überlegen Sie sich zuerst, welche Angebote Sie tatsächlich brauchen. Reichen ein Privatkonto, ein Sparkonto und ein Konto für die dritte Säule? Wie hoch sind die Gebühren für dieses Paket? Parkieren Sie Ihr Sparkapital auch tatsächlich auf dem Konto, das die besten Zinsen bringt, oder liegt es auf einem Konto, das nur wenig abwirft? Und: Achten Sie darauf, dass Sie beim Bezug von Bargeld keine Gebühren bezahlen – heben Sie also möglichst nur Geld vom Automaten Ihrer Bank ab. 

Extratipp: Überlegen Sie sich, was Ihnen lieber ist

Wenn Sie Mühe damit haben, im Alltag kontrolliert Geld auszugeben, hilft ein Haushaltsbudget – dafür gibt es mittlerweile auch praktische Apps. Und ein psychologischer Tipp zum Schluss: Bevor Sie etwas kaufen, das Sie nicht unbedingt brauchen (in unserem Beispiel ein T-Shirt für CHF 20.–), fragen Sie sich: «Hätte ich lieber CHF 20.– bar auf die Hand oder dieses T-Shirt?» Das hilft Ihnen, abzuschätzen, ob Sie ein Stück wirklich möchten oder brauchen oder ob es sich dabei um einen unnötigen Impulskauf handelt. 

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