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Erstellt am 17.01.2019

Es muss nicht weh tun: cleveres Sparen für die Säule 3a

«Vorsorge ist sinnlos, denn ich weiss ja nicht, ob ich das Geld in Zukunft überhaupt brauche.» Das stimmt definitiv nicht. Wer nämlich rechtzeitig damit anfängt, in die 3. Säule einzuzahlen, profitiert dank Steuervorteilen und grösserem Vermögen im Alter (auch vor der Rente) auf ganzer Spur. Das Sparen für die Säule 3a braucht auch nicht weh zu tun. Man muss nur wissen, wie man es macht.

Was die Zukunft bringt, ist ungewiss. Niemand kann sagen, wem wie viel Zeit auf der Erde bleibt. Niemand weiss in jungen Jahren mit Gewissheit, ob er oder sie das Rentenalter überhaupt erreicht. Daher fällt es vielen vielleicht auch schwer, sich schon in dieser Zeit mit Themen wie AHV, Pensionskasse, Säule 3a und Säule 3b zu beschäftigen. Und erst recht kann es schwerfallen, dafür schon zu sparen und somit auf andere Ausgaben zu verzichten.

Dabei muss so ein «Verzicht» gar nicht weh tun. Sie können sich ein Vermögen ansparen – auch mit wenig Geld. Wir sprechen von Summen, für die es kein überdurchschnittliches Einkommen braucht und die jeder Mensch zur Verfügung hat. Ein Beispiel: Wie viel Münzgeld liegt gerade bei Ihnen ungenutzt herum? Allein in Deutschland gelten rund 15 Milliarden Ein- und Zwei-Cent-Münzen als «verlegt». Wir kennen zwar die Zahl für die Schweiz nicht, aber das spielt für unser Beispiel auch keine Rolle. Was uns mit dieser Zahl aus Deutschland klar wird, ist, wie schnell sich diese vermeintlich kleinen Beträge zu einer stattlichen Summe entwickeln können.

Ein weiteres Beispiel, wie man mit wenig Geld, das man im Alltag wahrscheinlich kaum vermisst, ein kleines Vermögen anhäufen kann: Legen Sie jeden Tag die kleinen Münzen aus Ihrem Portemonnaie zur Seite. Wie viel Geld kommt da zusammen? Die paar Rappen fallen keinem Menschen auf und tun nicht weh – sind aber im Monat schon mal CHF 50.– wert. Wenn wir die ab dem 18. Lebensjahr monatlich in die Säule 3a einzahlen würden, sind pünktlich zur Rente CHF 28'200.– zusammengekommen. Keine schlechte Summe, wenn man bedenkt, dass das mal nur übriges Münzgeld war.

Hätten Sie lieber ein Vermögen statt Kaffee und Zigaretten?

Ein zweites Rechenbeispiel aus dem echten Leben: In der Schweiz trinkt man jeden Tag durchschnittlich drei Tassen Kaffee. Stellen wir uns vor, Sie geben Ihrer Vorsorge jeden Mittag einen symbolischen Kaffee aus. Bei vier Franken am Tag sparen Sie jeden Monat CHF 120.–. Das schaffen Sie! Wenn Sie mit 18 anfangen, diese Summe in Ihre Vorsorge einzuzahlen, nennen Sie mit 65 schon fast CHF 69’000.– ihr Eigen.

Noch mehr können bestimmte Menschen sparen, wenn Sie das Rauchen aufgeben. Bei durchschnittlich dreizehn Zigaretten pro Tag könnte man in der Schweiz jeden Monat statt in den blauen Dunst CHF 165.– in die Säule 3a investieren. Raucher werden jetzt sagen: «Von diesem Verzicht werde ich bestimmt nicht reich.» Aber Moment: Ab 18 und bis zum ordentlichen Rentenalter spart sich dieser Betrag schon auf über CHF 94'000.– an. Von den weiteren Vorteilen, die sich fürs Leben ergeben, ganz zu schweigen.

«Reich» in Rente gehen – gar nicht so schwierig

Noch nicht «reich» genug mit diesen Beispielen? Wer erwerbstätig ist und einer Pensionskasse angehört, kann jedes Jahr den für die Säule 3a geltenden Maximalbetrag von CHF 6’826.– (ab 2019) einzahlen. Das wäre besonders vorbildlich. Würden Sie diesen Betrag ab dem 18. Lebensjahr bis zur Rente einzahlen, wäre Ihre private Vorsorge ganz schön voll. Allein durch die freiwillig geleisteten Einzahlungen wäre das ein Vermögen von mindestens CHF 318’096.–– ohne Zinsen und Zinseszinsen. Zusammen mit den weiteren Leistungen aus Ihrer Vorsorge (obligatorische erste Säule und die zweite Säule mit Ihrer Pensionskasse) können Sie so finanziell unabhängig in Rente gehen. Man könnte sagen, dass Sie dann das Einkommen eines reichen Rentners haben. Zu Ihrem angesparten Kapital kommen schliesslich auch noch Zinsen und Zinseszinsen, die Sie auf Ihr Vorsorgekonto erhalten – oder eine Rendite, wenn Sie Ihr Geld in einem Vorsorgefonds anlegen. Auch wichtig: Ihre Vorsorgegelder können Sie bei der Steuererklärung geltend machen und so Jahr für Jahr Ihre Steuerbelastung senken.

Es muss jedoch nicht immer der Maximalbetrag sein – und es besteht auch nicht der Anspruch, dass ein junger Mensch ab 18 diesen jährlich einzahlen kann. Schliesslich gilt es auch, erst mal Geld zu verdienen, bevor Sie langfristig Ihr Vorsorgevermögen aufbauen können. Wir rechnen daher noch ein letztes Mal, was es bedeutet, früh, regelmässig und über Jahre hinweg Geld in kleinen Summen für Ihre Altersvorsorge zu sparen. Mit dem folgenden Beispiel sprechen wir zwar nicht von Reichtum, aber über CHF 100’000.– freiwillig in die private Vorsorge zu investieren, das kann sich lohnen und ist realistisch. Wenn Sie also mit 20 Jahren anfangen, CHF 200.– monatlich in Ihr Säule-3a-Konto einzuzahlen, dann landen Sie bei CHF 108’000.–.

Mit vier Tipps ein Stück Reichtum ansparen

Von heute auf morgen reich werden Sie wahrscheinlich auch weiterhin nur mit einem Lottogewinn – und nicht mit der 3. Säule. Aber: Je früher Sie damit anfangen, vorzusorgen und für Ihre Zukunft zu planen, desto mehr Vermögen kommt auch mit kleinen Beträgen zusammen. Damit der erste Schritt zum Sparen für Ihre Vorsorge leichter fällt, hier unsere vier einfachen Tipps:

Motivieren Sie sich

Berechnen Sie für sich selbst, welche unnötigen Ausgaben Sie in Zukunft vermeiden könnten. Dinge, die nicht alle Welt kosten, aber die sich mit ein wenig Geschick clever in Ihre private Vorsorge investieren lassen.

Berechnen Sie den Faktor Zeit

«Lieber heute als morgen» ist Ihr neues Motto. Auf lange Sicht können Sie sich auch mit wenig Geld ein Stückchen Reichtum ansparen.

Halten Sie sich an Ihr Ziel

Versprechen Sie sich selbst, dass die regelmässigen Einzahlungen kein Problem im Alltag werden, dann fällt der kleine Verzicht hie und da leichter. Als PostFinance-Kunde können Sie noch heute bequem von zuhause aus ein Vorsorgekonto 3a eröffnen. Auch ein Dauerauftrag hilft, diszipliniert einzuzahlen und Ihr Vorsorgeziel zu erreichen.

Sparen Sie Steuern

Abziehen heisst hier das Zauberwort. Alle Beiträge an die 3. Säule können Sie bei Ihrer Steuererklärung geltend machen. Welche Steuer-Ersparnisse Sie mit einer Säule 3a erreichen können, können Sie hier berechnen: Lüften Sie das Geheimnis.

Sie sehen: Mit wenig Geld ein ordentliches Vermögen für Ihre Zukunft anzusparen, das geht ohne Probleme. Und ohne grosse Abstriche im Leben.

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