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Erstellt am 05.07.2018

Wie setzt sich der SMI zusammen?

Happy Birthday! Der Swiss Market Index (SMI), liebevoll «Smiley» genannt, wird dieses Jahr 30 Jahre alt. Im Juni 1988 wurde er lanciert. Ein guter Anlass, um nachzufragen: Was verbirgt sich hinter dem SMI und welche Bedeutung hat er für den Schweizer Börsenalltag?

Fangen wir ganz einfach an: Ein Index bildet ausgewählte Kurse ab und dokumentiert sie. Was der DAX für Deutschland ist und der Dow Jones für die USA, das ist der SMI für die Schweiz. Er ist das am meisten beachtete Börsenbarometer des Landes und bildet die Aktienkursentwicklungen der 20 wichtigsten Schweizer Unternehmen ab. Der SMI gibt an, wie sich diese Kurse durchschnittlich entwickeln.

Zwanzig Unternehmen geben den Trend an

Die 20 im SMI enthaltenen Titel entsprechen insgesamt 90% der Marktkapitalisierung in der Schweiz. In der Fachsprache ist die Rede von Blue Chips, also besonders umsatzstarken Aktien von Grossunternehmen. Deswegen wird der SMI auch als Blue-Chip-Index bezeichnet. Zwar enthält er Titel aus unterschiedlichen Kategorien wie Luxusgüter, Versicherungen, Elektrotechnik (ABB) und Banken (UBS, Credit Suisse) – über 50% der Gewichtung des Index fallen aber auf die drei Unternehmen Nestlé (Nahrungsmittel), Novartis (Pharmazie) und Hoffmann-La Roche (Pharmazie).

Diagramme – le SMI regroupe les sociétés suivantes: Nestle, Roche, Novartis, UBS, ABB, Sika, Richemont, Zurich Versicherung, Swiss Re, Credit Suisse, Holcim, Givaudan, Lonza, Geberit, Swisscom, SGS, Swatch Group, Adecco, Julius Bär, SwissLife

Was bedeutet der Index für die Schweizer Börse?

Der Swiss Market Index ist das wichtigste Barometer der Schweizer Börse und zeichnet ein realistisches Bild des helvetischen Aktienmarktes. Allerdings ist zu beachten, dass die Zusammensetzung nicht alle wirtschaftlichen Branchen umfasst. Wer sein Portfolio also analog zum SMI zusammenstellt, ist nur relativ gering diversifiziert.

SMI und SPI: Wo ist der Unterschied?

Neben dem SMI ist der SPI (Swiss Performance Index) der bedeutendste Aktienindex des Landes. Er umfasst nahezu alle an der Börse kotierten Schweizer Aktiengesellschaften, also über 200 Titel, und gilt als Gesamtmarktindex für den Schweizer Aktienmarkt. Der SPI ist ein sogenannter Total-Return-Index. Im Gegensatz zum SMI werden beim SPI also Dividendenzahlungen bei der Indexentwicklung mitberücksichtigt. Beim SMI hingegen handelt es sich um einen reinen Kursindex. Der Indexstand wird dabei alleine aufgrund der Aktienkurse ermittelt.

«Der SMI schliesst mit +0.2%»

Der Stand des SMI wird in Punkten angegeben. An diesen Punkten erkennt man, wie sicher der Wert des SMI im Verhältnis zum Ausgangwert von 1988 entwickelt hat. Der Ausgangswert wurde damals rein willkürlich auf 1500 festgelegt. Schliesst die Börse heute also bei beispielsweise 8530 Punkten, so liegt der SMI über dem Wert von 1988. Die Aussage «Der SMI schliesst mit + oder –X%» hingegen, den Sie in den Börsennachrichten häufig hören, bezieht sich auf den Punktestand vom Vortag.

Fünf Fakten zum SMI

  • Am 30. Juni 1988 wurde der SMI mit 1500 Leitpunkten nominiert.
  • Der SMI gilt als repräsentativ und wird als Basiswert für weitere Finanzprodukte verwendet.
  • Im Juni 2007 schloss der SMI erstmals mit über 9500 Punkten. Der historische Höchststand auf Schlusskursbasis wurde im Januar 2018 erreicht (9556,98 Punkte).
  • Den historischen Tiefstand erreiche er im März 2003 durch das Platzen der Dotcom-Blase. Damals fiel er erstmals auf 3675,43 Punkte.
  • Die Zahl der Titel ist seit 2007 auf 20 definiert. 1993 lag sie bei 29 Titeln.
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