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Erstellt am 23.01.2019

Wie lange soll ich meine Anlagen behalten?

Der Entscheid, eine Anlage zu kaufen, wird meist überlegt und kann in Abstimmung mit dem Berater gefällt werden – basierend auf dem persönlichen Anlegerprofil. Auch der Zeitraum, in dem man investiert bleiben soll (Anlagehorizont), wird beim Kauf der Anlagen bereits festgelegt. Aber wie lange sollte man innerhalb des Anlagehorizonts seine Anlagen im Depot behalten und investiert bleiben? Wir geben Tipps und Antworten.

Die eigene Anlagestrategie auf Kurs bringen

Jeder Anleger tickt anders: Einige Investoren gehen ein hohes Risiko ein, mit dem Ziel, an der Börse eine möglichst hohe Rendite zu erwirtschaften. Andere fahren sehr sicherheitsorientierte Strategien. Sie investieren in Anlagen, die wenig Risiko, aber auch niedrigere Renditen mit sich bringen. Und viele Anleger investieren ihr Geld lieber ausgewogen – sicherheitsbewusst zwar, aber dennoch auf Rendite optimiert. Heute können Privatanleger glücklicherweise mit wenig Aufwand eine auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Anlagestrategie ermitteln und den Anteil von Aktien, Anleihen und anderen Geldanlagen in das gewünschte Verhältnis setzen. Mehr dazu finden Sie im Artikel «Klartext bitte! Was ist ein Anlegerprofil?». Anlagestrategiefonds, die direkt auf die Strategie des Anlegers ausgerichtet sind, machen das Anlegen noch einfacher.  

Wann der Verkauf von Anlagen sinnvoll ist

Eine massgebliche Veränderung der eigenen finanziellen Situation kann einen Einfluss auf die persönliche Anlagestrategie und den angepeilten Anlagehorizont haben. Es empfiehlt sich deshalb, das eigene Portfolio von Zeit zu Zeit zu überprüfen und das Vermögen gegebenenfalls umzuschichten. Das heisst, die bestehenden Anlagen zu verkaufen und passendere Produkte zu erwerben. Zum Beispiel kann eine Anlagestrategie mit sehr hohem Aktienanteil für eine alleinstehende Person, die finanziell unabhängig ist, passend sein. Nach einem Hauskauf und der Gründung einer Familie geht die Risikobereitschaft unter Umständen zurück und die Anlagestrategie passt nicht mehr. So wäre beispielsweise eine Reduktion der Aktienquote eine gute Lösung.

Aber nicht jede Abweichung muss sofort bereinigt werden – bei einer Umschichtung fallen nämlich sowohl direkte Kosten (bspw. Courtagen) als auch indirekte Kosten durch die gekauften neuen Produkte an – dazu kommen noch allfällige Währungsdifferenzen.

Wie Sie am besten verkaufen

Sollen Anlagen verkauft werden, lohnt es sich, überlegt zu handeln – es zahlt sich nämlich aus, auf die Gebühren zu achten. Denn beim Verkauf von Aktien, Obligationen und teilweise auch bei Fonds fallen Kosten an. Dies unterscheidet sich je nach Bank.

Für Fonds gibt es aber noch eine andere Lösung, als alle Fondsanteile auf einen Schlag zu verkaufen: Mit dem Einrichten eines Fondsentnahmeplans können sich Anleger, die bereits ein Vermögen angespart haben, regelmässig Beträge auszahlen lassen. Die Höhe der Auszahlungen sowie der Rhythmus der Auszahlung können Sie als Anleger frei bestimmen.

Die Idee dahinter ist, dass nicht alle Fondsanteile gleichzeitig, sondern gemäss einem vom Anleger festgelegten Schema zu Höhe und Rhythmus der Auszahlung gestaffelt verkauft und ausbezahlt werden. Durch dieses Vorgehen sollen Kursschwankungen ausgeglichen werden. So minimieren Sie auch das Risiko eines ungünstigen Verkaufszeitpunkts.

Anleger, die Wertpapiere wie Aktien oder ETF besitzen, haben die Möglichkeit über eine Onlinehandelsplattform oder via Kundenberater unterschiedliche Auftragsarten wie beispielsweise einen Stop-Auftrag zu platzieren. Dabei wird im Verkaufsauftrag ein sogenannter Stop-Kurs (Stop-Loss-Marke) unterhalb der aktuellen Notierung einer Aktie festgelegt, bei dem die Transaktion beim Erreichen dieses festgelegten Preises ausgelöst werden soll. So kann der Anleger Verluste begrenzen oder bereits erzielte Gewinne realisieren. Mehr dazu finden Sie im Beitrag «Welche Auftragsarten gibt es?».

Langfristige Planung zahlt sich aus

Wer Geld anlegt, sollte also möglichst langfristig planen. Und die persönliche Anlagestrategie sollte regelmässig überprüft werden – denn Anlagehorizont, Risikobereitschaft und Risikofähigkeit können sich im Laufe der Jahre durch neue Lebensumstände ändern.

Ihre Beraterin bzw. Ihr Berater unterstützt Sie gerne bei der Definition Ihrer individuellen Anlagestrategie oder bei der Planung des Verkaufs Ihrer Anlagen.

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