08.05.2018

Wie Ihre Gelder im Anlagefonds im Extremfall geschützt sind

Die Wirtschaft bewegt sich schon seit jeher stetig auf und ab. Umso wichtiger ist es zu wissen, auf welche Gesetze und Regulierungen Sie sich als Anlegerin oder Anleger verlassen können, wenn ein Konkurs oder ein sonstiger Extremfall eintritt. Wir beantworten die wichtigsten Fragen mit Bezug auf die Schweiz.

Die relevanten Institute hinter einem Fonds sind einerseits die Fondsleitung, also das Unternehmen, die den Fonds verwaltet, andererseits die Depotbank, also die Bank, die das Vermögen der Fondsgesellschaft in Form von Wertschriften und flüssigen Mitteln aufbewahrt. Die Depotbank kontrolliert die Fondsgesellschaft. Zudem übernimmt sie bei der Abwicklung von Wertpapiertransaktionen die Umbuchung.

Was passiert mit meinem Geld, wenn …

… die Depotbank Konkurs geht?

Gemäss dem Der Link öffnet sich in einem neuen Fenster Bankengesetz müssen dann alle Depotwerte ausgesondert werden. Das heisst, die Wertschriften, welche die Depotbank für den entsprechenden Fonds hält, fallen nicht in die Konkursmasse, sondern stehen Ihnen als Anlegerin oder Anleger zu. Sie werden dann auf eine andere Depotbank übertragen.

… die Fondsleitung Konkurs geht?

Sollte wider Erwarten die Fondsleitung Ihres Fonds Konkurs gehen, wird gemäss dem Kollektivanlagengesetz (Der Link öffnet sich in einem neuen Fenster KAG) das Anlegervermögen ausgesondert. Das heisst, dass auch in diesem Fall Ihr Geld nicht in die Konkursmasse fliesst, sondern weiterhin Ihnen zusteht.

… ein Unternehmen, deren Aktien Bestandteil meines Anlagefonds sind, Konkurs geht?

Geht ein Unternehmen Konkurs, werden auch seine Aktien tangiert und verlieren an Wert. Die Schulden des Unternehmens werden betreibbar und gemäss einer festgelegten Reihenfolge ausbezahlt. Hier ist zu beachten, dass es sich bei Aktien um Eigenkapital des Unternehmens handelt. Das heisst, dass Aktionäre erst nach allen Gläubigern berücksichtigt werden und in Konkursfällen meist leer ausgehen. Wichtig zu wissen ist vor allem, dass Anlegerinnen und Anleger bei kollektiven Kapitalanlagen durch verschiedene Gesetze und Regulierungen geschützt sind. Zudem gibt es zu jedem Fonds obligatorische Publikationen mit Angaben zu Risiken und Kosten, zum Beispiel die sogenannten KIID (Key Investor Information Documents), die Ihnen der Fondsanbieter zur Verfügung stellt. Lesen Sie diese und weitere Informationen, die Sie von Ihrer Bank zum Thema Anlagefonds erhalten, aufmerksam durch. Bei Fragen gibt Ihnen Ihre Beraterin oder Ihr Berater gerne weitere Auskunft.

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