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Erstellt am 13.08.2018

Wie funktioniert eigentlich die Börse?

Börsen übernehmen für den Finanzmarkt und die Volkswirtschaft eine wichtige Funktion. Und auch für Sie als Anleger oder Anlegerin sind Börsen als Handelsplätze relevante Dreh- und Angelpunkte. Wir erklären, wie die Börse funktioniert.

Grundsätzlich funktioniert eine Börse wie ein Marktplatz: Verkäufer und Käufer kommen zusammen und handeln Waren oder Wertpapiere. Für Anleger besonders wichtig ist die Wertpapierbörse. Hier handeln sie mit Wertpapieren, und Unternehmen beschaffen sich Kapital. Man unterscheidet dabei zwischen dem Primär- und dem Sekundärmarkt. 

Primärmarkt: Firmen nehmen Geld auf

Am Primärmarkt nehmen Unternehmen Geld auf. Sie geben Aktien oder Obligationen heraus, die von Anlegern gekauft werden. Im Falle von Aktien beschaffen sich Firmen damit am Markt Eigenkapital. Dies geschieht üblicherweise bei einem Börsengang oder einer Kapitalerhöhung. Geben Firmen Obligationen aus, dann beschaffen sie sich damit Fremdkapital.

Hier ist eine Infografik zu sehen, die erklärt, wie die Börse funktioniert. Im unteren Feld symbolisiert ein Icon die Unternehmen. Daneben symbolisiert ein zweites Icon die Anleger. Ein Pfeil deutet von den Unternehmen auf einen grauen Kasten, der die Börse symbolisiert. Er bedeutet, dass das Unternehmen Wertpapiere ausgibt. Von den Anlegern deutet ebenfalls ein Pfeil auf die Börse. Dieser bedeutet, dass die Anleger Geld investieren. In der Börse. An der Börse wird dann das Geld der Anleger gegen die Wertpapiere der Unternehmen getauscht. Das wird durch ein Wertpapier-Icon und Icon mit Geldscheinen und Münzen dargestellt, die durch zwei entgegengesetzte Pfeile miteinander verbunden sind.

Sekundärmarkt: Anleger handeln mit Wertpapieren

Auf dem Sekundärmarkt werden Aktien und Obligationen gehandelt. Diese haben einen Preis – den sogenannten Kurs –, der sich nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage richtet. Letztere ergibt sich aus der Erwartung an zukünftige Gewinne. Der Kurs, also der Wert des Papiers, verändert sich somit stetig. Wollen zum Beispiel viele Händler eine Aktie kaufen, dann steigt deren Kurs. Umgekehrt fällt der Kurs, wenn viele ein Wertpapier verkaufen wollen. In diesem Fall beeinflusst somit die Nachfrage den Preis, da die Menge des Angebots gleich bleibt.

Hier ist eine Grafik zu sehen, die illustriert, wie der Sekundärmarkt funktioniert. Das obere Feld symbolisiert die Börse. Es enthält ein Wertpapiericon und ein Icon mit Münzen und Scheinen , das Geld. Im unteren Feld sind zwei Icons für Anleger zu sehen. Die einen möchten Wertpapiere verkaufen. Von ihnen deutet ein Pfeil nach oben zur Börse. Die anderen möchten Wertpapiere erwerben. Zu ihnen deutet ein Pfeil von der Börse.

Elektronische Plattformen verdrängen den Parketthandel

An der Börse handeln können Privatpersonen, Banken, Fondsmanager, aber auch Staaten, Unternehmen oder Versicherungen. Wirklich vor Ort an der Börse sind aber in der Regel nur die Börsenhändler von Banken und Kreditinstituten. Sie handeln dort gemäss Auftrag ihrer Bank oder ihres Kunden.

Zudem finden heute viele Börsengeschäfte gar nicht mehr auf dem «Parkett» statt, sondern werden online abgewickelt. Dafür gibt es elektronische Handelsplattformen, wie sie unter anderem auch von der SIX Swiss Exchange, der grössten Schweizer Börse, angeboten werden. In der Schweiz werden die Börsen von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) überwacht. Diese stellt sicher, dass die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden.

Die Börse – mehr als nur Vermittler

Kurzum: Eine Börse übernimmt eine Vermittlerrolle zwischen Angebot und Nachfrage, um möglichst effizienten und kostengünstigen Handel zu ermöglichen. Zudem sichert sie die Transparenz bei den Preisen. Die Börse bestimmt auch die Börsenreglemente, überwacht die Kurse und regelt die Zulassung von Händlern. Eine weitere Aufgabe der Börse ist die sogenannte Publizitätstransformation. Zudem erhalten die Anleger von den Herausgebern der Wertpapiere – aufgrund der von der Börse geregelten Informationspflichten – relevante Informationen zu ihren Anlagen. Darüber hinaus fungiert die Börse auch als Wirtschaftsbarometer, da die Kurse von Wertpapieren in der Regel von wirtschaftlichen Faktoren abhängen. Die Börse amtet also nicht nur als Vermittler, sondern ist ein wichtiger Bestandteil des Finanzmarkts. 

Die wichtigsten Börsenplätze weltweit

In der Schweiz ist die grösste und wichtigste Börse die SIX Swiss Exchange. Sie entstand 1995 durch den Zusammenschluss der drei Börsen in Genf, Basel und Zürich. Eine kleinere Schweizer Börse, die sich auf KMU spezialisiert, ist die Berne eXchange.

Die weltweit grössten Börsen nach Handelsvolumen sind:

  • New York Stock Exchange (USA)
  • BATS Global Markets (USA)
  • Nasdaq (USA)
  • Shanghai Stock Exchange (China)
  • Shenzhen Stock Exchange (China)
  • Japan Exchange Group (Japan)
  • Hong Kong Exchanges and Clearing (China)
  • Korea Stock Exchange (Südkorea)
  • BATS Chi-x Europe (Grossbritannien)
  • London Stock Exchange (Grossbritannien)
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