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Erstellt am 04.09.2019

Anlegen in Fonds – die häufigsten Fehler

Geld anzulegen kann eine sinnvolle Entscheidung sein. Langfristig können Anleger von höheren Renditechancen als beim Sparkonto profitieren. Über die Jahre kann auf diese Weise ein Vermögen heranwachsen. Leider begehen Anleger oft Fehler, die die Renditen schmälern oder sogar zu Verlusten führen. In diesem Artikel legen wir den Fokus auf einige der häufigsten und folgenschwersten Fehler und zeigen Ihnen auf, wie sich diese vermeiden lassen.

Geld auf dem Konto liegen lassen

Viele Menschen wissen, dass es sinnvoll wäre, einen Teil ihres Gelds anzulegen. Verschiedene Faktoren führen aber dazu, dass sie es doch nicht tun. Einerseits muss ein gewisser Aufwand betrieben werden, insbesondere muss man sich zum Thema Geldanlage gut informieren. Zudem ist es immer leichter, in der «Komfortzone» zu bleiben. In der Realität verliert aber das eigene Kapital bei positiver Inflation mit der Zeit an Wert, wenn es nur in Form von Geld verwahrt wird.

Dazu kommt der Zinseszinseffekt. Dieser spielt für Erträge von Wertschriften noch deutlich extremer, weil diese meist höhere Renditen aufweisen, als es die Zinsen auf einem Bankkonto tun. Eine konstante Rendite auf Ihrem Kapital führt längerfristig zu einer exponentiellen Zunahme des Vermögens. Zur Veranschaulichung ein kleines Beispiel: Wenn eine Anlage (nach Abzug der Anlagekosten) jährlich drei Prozent Rendite erzielt, verdoppelt sich der Wert der Anlage innerhalb von rund 24 Jahren. Ein Grossteil dieser Wertvermehrung fällt in den letzten fünf Jahren an, weil dann das Kapital, worauf die Rendite erzielt wird, schon deutlich angewachsen ist. Je früher Sie investieren, desto grösser ist Ihr langfristiger Gewinn, wenn ein positiver Ertrag erzielt wird.

Natürlich ist ein derart konstanter Ertrag niemals garantiert. Doch in der Vergangenheit lohnte sich die langfristige Investition in gut diversifizierte Anlagen. Wer sein Geld auf dem Sparkonto liegen lässt, kann davon nicht profitieren.

Komplexe Anlageprodukte wie «Reverse Convertible» oder «Warrant mit Knock-out»

Ein Fehler, den Anleger immer wieder begehen, ist der Kauf von Anlageprodukten, die sie nicht verstehen. Dazu einige Beispiele:

  • Convertible Bond
  • Warrant mit Knock-out
  • Synthetisch replizierte ETF

Wenn Ihnen diese Begriffe nichts sagen, sind Sie in guter Gesellschaft. Die meisten Anleger kennen sich mit solchen Fachbegriffen zu wenig gut aus.

Wer einen Aktienfonds oder ein anderes Finanzprodukt nicht komplett versteht, sollte nicht darin investieren. Dies aus einem einfachen Grund: Wenn Sie die Funktionsweise der Anlage nicht verstehen, können Sie auch nicht beurteilen, ob sich ein Kauf oder Verkauf zu einem gegebenen Zeitpunkt für Sie lohnt und wie hoch das Risiko ist, welches Sie mit der Investition eingehen. Das gilt für Aktien, Festgeld und Fonds jeder Art. Zum Glück ist es in den meisten Fällen aber nur halb so kompliziert, wie es sich anhört. Mit etwas Zeitaufwand werden auch Sie Schritt für Schritt zum Anlageexperten.

Emotionen aus dem Spiel lassen

Investitionsentscheidungen fällt man am besten rational und langfristig. Zum Zeitpunkt der Geldanlage sollten nur Fakten eine Rolle spielen. Wer sich an den Finanzmärkten nicht gut auskennt, ist zudem gut beraten, beim Investieren professionelle Hilfe von einem Anlageexperten einzuholen. Die Wissenschaft der «Behavioral Finance» zeigt, dass Menschen auch systematische Fehler begehen, die man verhindern könnte. Zu diesem Thema finden Sie im Artikel «Behavioral Finance: Anlageentscheide rationaler treffen» weitere interessante Informationen.

Den perfekten Zeitpunkt gibt es nicht

Viele Investoren warten auf den richtigen Zeitpunkt, auf den Tag, an dem die Börsen gerade einen Tiefpunkt erreichen und Fondsanteile oder auch andere Wertpapiere günstiger zu haben sind. Oft halten Anleger zudem ihre Produkte viel zu lange: Sie warten auf den richtigen Zeitpunkt für den Verkauf eines Fondsanteils oder eines Wertpapiers, die seit Jahren an Wert verlieren. In der Fachsprache spricht man bei diesem Verhalten von «Verlustaversion». Anleger gestehen sich nur ungern ein, dass sich der Kurs eines Wertpapiers oder eines Fondsanteils nicht mehr auf den Einstandspreis erholen wird.

Es gibt diverse Strategien, um sich gegen Verluste zu schützen. Eine beliebte Methode ist die regelmässige Investition von kleineren Beträgen über einen längeren Zeitraum. So ergibt sich über die Zeit ein stabilerer Durchschnittspreis. Bei PostFinance heisst dieses Produkt «Fondsparplan». Dieser funktioniert wie ein Dauerauftrag. Ein fixer Betrag wird periodisch in den gewählten Fonds investiert und so das Risiko eines «falschen» Einstiegszeitpunkts minimiert. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, mit dem Anlegen zu starten.

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