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Erstellt am 02.10.2018

Dividende, Zins, Rendite und Ausschüttung – Gewinnmöglichkeiten einfach erklärt

Zinsen, Dividenden, Rendite und Ausschüttung – alle versprechen eine Art von Gewinn. Doch was steckt hinter den verschiedenen Begriffen und wie unterscheiden sie sich voneinander? Wir zeigen die Unterschiede der vier wichtigsten Begriffe rund um den Gewinn am Beispiel eines Fonds auf.

Wer Fondsanteile besitzt, nimmt je nach Fonds auch an der Wertentwicklung unterschiedlicher Wertpapiere – meist Aktien und Obligationen – teil. Diese versprechen Anlegern verschiedene Arten von Gewinnen, zum Beispiel in der Form von Dividenden und Zinsen. Hier die Übersicht, welche Auszahlungen Sie als Besitzer von Fondsanteilen oder Wertpapieren erwarten können:

Die Dividende: Unternehmensgewinn für Aktionäre

Den Teil des Gewinns eines Unternehmens, der an die Aktionäre geht, nennt man Dividende. In welcher Höhe sich die Dividende bewegt, ist abhängig davon, wie hoch der Reingewinn ist und wie viele Aktien jeder Aktionär hält. Pro Aktie wird ein fixer Betrag ausbezahlt. Die Dividende wird im Jahr, nachdem der Reingewinn erzielt wurde, kurz nach der Generalversammlung (GV) an die Aktionäre ausgeschüttet. Wenn ein Unternehmen jedoch keinen Gewinn erzielt, gehen auch die Aktionäre meist leer aus – ausser wenn das Unternehmen sich entscheidet, eine Dividende aus den Reserven zu bezahlen.

Der Zins: jährliche Zahlung für Obligationäre

Wer Obligationen besitzt, hat Anrecht auf einen Zins. Im Gegensatz zur Dividende ist der Zins nicht vom Gewinn abhängig, sondern wird bereits dann festgelegt, wenn die Obligation vom Emittenten herausgegeben wird. Der Zins wird auch Coupon genannt und wird in der Regel mit einem festen Prozentsatz des Nominalbetrags angegeben. Ausbezahlt wird der Coupon einmal jährlich. Die Obligation ist dem Sparkonto also ziemlich ähnlich: Ein Betrag wird zu einem fixen Prozentsatz verzinst und Ende Jahr ausbezahlt.

Es gibt jedoch auch Obligationen, bei denen der Zins nicht jährlich ausbezahlt wird. Mehr dazu erfahren Sie im Artikel «Welche gängigsten Obligationen-Arten gibt es?».

Die Rendite: Vergleichsmöglichkeiten für verschiedene Anlagen

Die Rendite ist ein Schlagwort, das bei Anlagen häufig fällt. Sie ist ein gutes Mass, um verschiedene Geldanlagen – also Obligationen und Aktien – miteinander zu vergleichen. Denn die Rendite bezeichnet den Gesamterfolg einer Anlage im Vergleich zum Kapital, das Sie als Anleger dafür eingesetzt haben. Bei einer Aktie zum Beispiel berechnen Sie die durchschnittliche Rendite, indem Sie den Aktienkurs beim Kauf vom aktuellen Aktienkurs abziehen, die Dividende dazurechnen und dann alles durch den Anfangsaktienkurs teilen. Der Anfangsaktienkurs wird oft auch Einstandspreis genannt und beinhaltet neben dem Kaufpreis auch alle Nebenkosten (z.B. Gebühren). Je nachdem, wie viele Aktien ein Anleger kauft, verändert sich der Einstandspreis. Bei einem Fonds setzt sich die Rendite aus den Ertragseinnahmen (Dividenden von Aktien, Zinsen von Obligationen und Kursgewinne) sowie den Kursveränderungen derjenigen Werte, die sich im Fonds befinden, zusammen.

Die Ausschüttung: Auszahlungen für Fondsbesitzer

Bei der Ausschüttung kommen wieder Zins und Dividende zum Zug. Wenn Sie in einen thesaurierenden Fonds investieren, werden die Erträge aus den einzelnen Anlagepositionen wieder in den Fonds investiert – also nicht ausgeschüttet. Der Zins einer Obligation oder die Dividende einer Aktie wird Ihnen nicht direkt ausbezahlt, sondern laufend ins Fondsvermögen reinvestiert. Bei einem ausschüttenden Fonds werden diese Erträge an die Anteilsinhaber ausbezahlt. Der Anleger erhält also den Fondsertrag – dieser kann jährlich, halbjährlich oder vierteljährlich ausgeschüttet werden.

Wer sich bewusst ist, was sich hinter den wichtigsten Begriffen rund um den Gewinn verbirgt, kann so auch den Profit aus Fonds und Wertpapieren besser einordnen – und verschiedene Anlagen einfach miteinander vergleichen.

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