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Erstellt am 28.08.2018

Aktives oder passives Fondsmanagement – was passt zu mir?

Bei der Anlage in Fonds unterscheidet man zwischen aktiv und passiv verwalteten Fonds. Jede dieser Methoden bringt besondere Vor- und Nachteile mit sich. Für Anleger ist es deswegen oft schwierig, zu entscheiden, welche Strategie die bessere Wahl ist. Unser Vergleich bringt Licht ins Dunkel.

Bei der aktiven Verwaltung wird ein Fondsmanager eingesetzt, der explizit das Ziel hat, eine bessere Performance zu erzielen als ein bestimmter Index. Dafür kann er die Zusammensetzung des Fonds bestimmen, die Wertpapiere nach bestimmten Kriterien auswählen und falls nötig Anpassungen vornehmen. So kann er zum Beispiel eine bestimmte Aktie oder eine Gruppe von Aktien verstärkt kaufen (übergewichten) oder gegenteilig untergewichten, wenn er der Meinung ist, dass sich ein Unternehmen oder eine Branche positiv bzw. negativ entwickeln wird. Anhand dieser aktiven Entscheide soll er also eine bessere Performance erreichen als der Vergleichsindex (zum Beispiel der SMI oder der FTSE).  

Passiv verwaltete Fonds (es wird oft auch von Indexfonds oder ETFs gesprochen) orientieren sich immer an einem Index. Im Gegensatz zu aktiv verwalteten Fonds versuchen sie aber nicht, den Vergleichsindex zu übertreffen, sondern bilden diesen möglichst genau ab. Anleger, die ihr Geld beispielsweise in einen passiv verwalteten Indexfonds auf den SMI anlegen, investieren exakt in die 20 grössten Aktientitel der Schweiz.

Höhere Gebühren, stärkere Performance?

Mit passiven Fonds werden Sie somit nicht die Möglichkeit haben, eine höhere Performance zu erzielen als diejenige des nachgebildeten Index. Diese Möglichkeit besteht hingegen bei aktiv verwalteten Fonds. Jedoch nur dann, wenn es dem Fondsmanager bzw. seinem Team gelingt, wiederkehrend mit fundierten Entscheidungen eine höhere Rendite als die des Index zu erzielen. Dafür fallen für Anleger höhere Kosten an, da der Fondsmanager die Titel aufgrund von eigenen Überlegungen und Analysen auswählt und somit einen höheren Aufwand hat. Deshalb ist es wichtig, bei aktiven und passiven Fonds die Performance nach Abzug der Gebühren zu vergleichen. Weist bei einem solchen Vergleich der aktive Fonds trotz höherer Kosten eine bessere Nettorendite aus als der passive Fonds, ist das zwar noch keine Garantie für die Zukunft, aber trotzdem ein starkes Zeichen dafür, dass der Fondsmanager eine sinnvolle Auswahl an Wertschriften vorgenommen hat. Grundsätzlich dürfte es jedoch für eine Vielzahl von Fondsmanagern schwierig sein, eine dauerhaft bessere Performance als der Markt zu erreichen.

Die Kombination von aktiven und passiven Managementstilen

Als Anleger muss man sich gar nicht unbedingt für einen aktiv oder passiv verwalteten Fonds entscheiden: Mittlerweile gibt es auch Fonds, die aktive Bestandteile mit passiven mischen und so eine Kombination der beiden Managementstile anbieten. Der Fondsmanager entscheidet also, welche Teile er aktiv verwaltet und welche er passiv hält. So sollen diese Fonds die Vorteile beider Managementstile miteinander verbinden.

Welcher Anlagestil ist der richtige für mich?

Ob aktiv, passiv oder gemischt – entscheidend für Ihre Wahl sind im Endeffekt Ihre persönliche Einstellung und Ihr Anlageziel. Wenn Sie sich für eine Investition entschieden haben und dabei Fonds mit unterschiedlichen Managementstilen vergleichen, kann die Nettorendite ein guter Vergleichswert sein. Wichtig dabei ist aber nicht der kurzfristige Vergleich, sondern ein Vergleich über die letzten drei bis fünf Jahre. Alternativ können Sie dazu auch unabhängige Finanzportale im Internet konsultieren. Haben Sie bei der Auswahl aber nicht den Anspruch, immer das Produkt mit der besten Performance in Ihrem Depot zu führen. Wenn es zum ersten Drittel gehört, ist dies bereits ein guter Wert. Bei der Wahl passender Fonds hilft Ihnen Ihr Anlageberater gerne weiter.

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