Anlage-Kompass kompakt August 2020
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August 2020
Anlage-Kompass kompakt
Weltwirtschaft ausser Atem
Weltweit verschulden sich Staaten, um die Einkommensverluste der Corona-Krise auszugleichen. Wieviel und wann die Rückzahlungen dieser Schulden von den Volkswirtschaften erwirtschaftet werden können bleibt abzuwarten. Trotz einem Zwischenhoch in einigen Ländern darf man die grundlegenden Faktoren nicht schönreden. Es bleibt schwierig und unsicher. Die Zahl der zahlungsunfähigen Unternehmen wird weltweit zunehmen. Wir bleiben darum in unseren Portfolios defensiv aufgestellt.
Weltwirtschaft ausser Atem
Erholung mit Tücken
Einige Wirtschaftsdaten haben sich dank der Lockerung von Lockdown-Massnahmen erholt. Viele Aktien haben sich in den letzten Monaten – noch während der Krise – erstaunlich gut entwickelt. Treiber dieser Kursanstiege ist meist eine Mischung von Mangel an Alternativen, Angst der Anleger steigende Kurse zu verpassen, die deutliche Zinssenkung in den USA und die Suche nach künftigen Gewinnern. Darum haben Kurse von Tech-Giganten wie Amazon, Apple, Facebook, Netflix oder Tesla stark zugelegt.
Erholung mit Tücken
Schweizer Markt bevorzugt
Die Konjunkturlage bleibt weiterhin schwierig. Negative Überraschungen sind jederzeit möglich. Die vorsichtige Positionierung der uns anvertrauten Portfolios zeigt sich unter anderem bei den Aktien. Hier bevorzugen wir den defensiven Schweizer Markt gegenüber den Europäischen, Britischen und Schwellenländer-Märkten. Zudem halten wir weiterhin Anlagen in Gold und dem japanischen Yen.
Schweizer Markt bevorzugt
Goldanlagen stabilisieren das Portfolio
Nach einer Erhöhung der Goldquote im Frühling und zweistelligem Kursgewinnen realisieren wir mit einer ersten Reduktion einen Teil der aufgelaufenen Gewinne, bleiben aber übergewichtet. Gleichzeitig erhöhen wir den Anteil an Schwellenländeraktien wieder. Damit können unsere Portfolios auch von einem schwächeren Dollar profitieren.
Goldanlagen stabilisieren das Portfolio
Schweizer Immobilienanlagen unter Druck
Trotz sinkender Kapitalmarktzinsen stehen Schweizer Immoblilienfonds unter Druck. Unsicherheit über die künftige Nachfrageentwicklung hemmt die Kauflaune der Anleger. Die Kurse börsenkotierter Schweizer Immobilienanlagen bewegen sich seit Wochen seitwärts und immer noch unter ihrem Niveau vom Januar. Ungewisse Konjunkturaussichten und der Trend zum Homeoffice fallen hier ins Gewicht. Dies macht insbesondere Investitionen in Geschäftsimmobilien weniger attraktiv.
Schweizer Immobilienanlagen unter Druck
Themen-Pick
Unsere fünf Musterportfolios Fokus Schweiz
Unsere Markteinschätzung aus dem Anlageausschuss mündet in einer Positionierungsempfehlung in der Form von fünf Musterportfolios. Darin eingebettet ist unsere Ausrichtung in Bezug auf Übergewichtung, neutrale Positionierung oder Untergewichtung von Anlageklassen, Regionen und Währungen. Im zweiten Quartal wurden die Risiken im Portfolio graduell erhöht.
Fokus Schweiz
Unsere fünf Musterportfolios Fokus Schweiz
Unsere Portfolios haben sich vom Rückschlag im Februar und März erholt. Dazu beigetragen hat der starke Anstieg der Aktienkurse im zweiten Quartal. Unsere Portfolios «Ausgewogen» haben einen Aktienanteil von 46 Prozent. Bei den Portfolios «Wachstum» und «Kapitalgewinn» liegt der Aktienanteil mit 63, respektive 81 Prozent noch höher.
Positiv auf die Portfoliorendite wirkten sich auch die Goldanlagen in unseren Portfolios aus. Der Preis für eine Unze Gold ist seit Jahresbeginn um knapp 20 Prozent gestiegen.
Themen-Pick
Gefragte Technologieaktien
Die Aktien der Technologie-Riesen wie Apple, Amazon oder Microsoft sind bei Anlegern seit Jahren beliebt. Der Ausbruch der Coronapandemie hat die Kursanstiege dieser Aktien nochmals dramatisch beschleunigt. Die Firmen werden als die Gewinner der Entwicklung hin zum Home-Office, Home-Shopping und Home-Unterhaltung erachtet. Dabei sind die Kurse einiger Aktien derart stark gestiegen, dass Erinnerungen an die Internet-Blase vor 20 Jahren geweckt werden. Im grossen Unterschied zu damals sind viele dieser Technologie-Riesen heute äusserst profitabel.
FANG+ Index verglichen mit dem amerikanischen Technologiesektor während der Dotcom-Blase
10-Jahresrendite von US-Aktien
Die Grafik zeigt die Kursentwicklung der sogenannten FANG+ Aktien seit 2016, im Vergleich zu der Kursentwicklung amerikanischer Technologieaktien während der Internetblase zwischen 1996 und 2003. Während der Internetblase stiegen die Kurse um das Siebenfache, um dann die gesamten Kursgewinne in den folgenden zwei Jahren zu verlieren.
Die FANG+ Aktien haben sich seit 2016 vervierfacht. Zu den FANG+ Aktien gehören Facebook, Apple, Amazon, Netflix, Google (Alphabet), Alibaba, Baidu, Nvidia, Tesla und Twitter.
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