Steuerung des Nettoumlaufvermögens

Die drei häufigsten Fehler im Umgang mit dem Working Capital

Working Capital Management bietet grosses Potenzial, enthält aber auch Stolpersteine. Dr. Daniel Maucher und Erik Herlyn, WCM-Experten von PostFinance, zeigen drei häufige Fehler bei der Steuerung des Nettoumlaufvermögens auf und erklären, wie Sie diese vermeiden können.

  • Eine grosse Herausforderung des WCM ist, dass es immer im Spannungsfeld verschiedener Funktions- und Unternehmensbereiche steht. Der Einkauf, der Vertrieb, die Logistik und das Controlling: Sie alle haben Einfluss auf das Working Capital – und sie alle verfolgen unterschiedliche Ziele. So ist zum Beispiel das primäre Ziel des Vertriebs die Umsatzmaximierung und die Servicequalität, der Einkauf ist im Wesentlichen an der Produktionsversorgung und an der Realisierung von Einsparungen interessiert und die Logistik an tiefen Lagerbeständen. Überlässt nun ein Unternehmen das WCM den einzelnen Funktionen, sind Zielkonflikte vorprogrammiert. Am Ende wird jener Bereich das Working Capital am stärksten beeinflussen, der am kräftigsten am Working-Capital-Strang zieht. Vermeiden Sie diesen Fehler, indem Sie für Ihr Unternehmen eine verbindliche funktionsübergreifende Strategie erarbeiten und umsetzen.

  • Im Rahmen unserer Tätigkeit als WCM-Berater stellen wir immer wieder fest, dass Unternehmen die besten Bonitäten entlang der Supply Chain nicht nutzen, um ihr Working Capital zu optimieren. Vermeiden Sie diesen Fehler, indem Sie die Bonitäten entlang Ihrer Supply Chain analysieren, um entsprechende Potenziale ausfindig zu machen. Je nachdem, ob Ihr Unternehmen selbst, einer Ihrer Lieferanten oder Ihrer Kunden die beste Bonität aufweist, stehen Ihnen folgende bankenunabhängige und bankenabhängige Lösungen zur Verfügung:

    Lösungen im Working Capital Management
  • Wir beobachten, dass WCM im Unternehmen oft nur einen Projektcharakter hat, was zu folgendem Verhalten führt: Das Unternehmen stellt fest, dass das Working Capital unerwartet stark gestiegen ist. Die Alarmglocken läuten. In der Folge analysiert das Unternehmen die Zahlen, lanciert ein Projekt, setzt einen Verantwortlichen ein und setzt Massnahmen um. Sobald dann die WCM-Lösungen die gewünschten Resultate erzielt haben, widmet sich das Unternehmen wieder anderen Themen. Und der Kreislauf beginnt von vorn: Das Working Capital steigt wieder an, bis die Zeit für ein nächstes WCM-Projekt reif ist. Kommt Ihnen dies bekannt vor? Vermeiden Sie diesen Fehler, indem Sie WCM als Dauerthema auf Ihrer Agenda haben und machen Sie WCM zum Linienthema.

Haben wir Ihr Interesse für WCM geweckt?

PostFinance unterstützt Ihr Unternehmen mit einem kompetenten WCM-Team bei der Analyse und der Umsetzung von WCM-Massnahmen. Ihre direkten Ansprechpartner sind Dr. Daniel Maucher und Erik Herlyn. Die beiden ausgewiesenen WCM-Spezialisten verfügen über ein profundes Fachwissen und langjährige praktische Erfahrung im Bereich des WCM.

Dr. Daniel Maucher

Projektleiter Working Capital Management

Dr. Daniel Maucher ist seit 2013 Projektleiter Working Capital Management bei PostFinance.

Sein WCM-Wissen vermittelt er zudem als Dozent an zwei Fachhochschulen. Weiter ist er als aktives Mitglied im Arbeitskreis WCM des Internationalen Controller-Vereins tätig.

Vor PostFinance arbeitete Daniel Maucher als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Logistikmanagement der Universität St. Gallen sowie als Projektingenieur bei der BMW Group.

Daniel Maucher promovierte in Wirtschaftswissenschaften an der Universität St. Gallen und studierte Wirtschaftsingenieurwesen am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und an der Hochschule München.

Erik Herlyn

Working Capital Management

Seit 2012 analysiert Erik Herlyn bei PostFinance Potenziale zur Optimierung des Working Capitals von grossen und mittleren Unternehmungen. Basierend auf diesen Analysen und Studien entwickelte und integrierte er kundenspezifische Lösungen aus dem Finanzwesen und der Logistik, die heute zum WCM-Angebot von PostFinance und der Schweizerischen Post gehören.

Sein WCM-Know-how bringt er auch als Gastdozent an der Universität St. Gallen und an verschiedenen Fachhochschulen sowie in VR-Mandaten weiter.

Zuvor hatte der Dipl. Ing. Produktionstechnik Positionen als CFO von privaten und US-börsengelisteten Erdölexplorationsunternehmen inne. Nach seinem Studium leitete er als Consultant das Versicherungsgeschäft von KPMG Schweiz.

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