Optimierung des Working Capital Management

Drei Erkenntnisse aus der WCM-Beratung von PostFinance
  • Die Erfahrung aus unserer Beratungstätigkeit zeigt, dass in fast jedem Unternehmen Möglichkeiten zur Optimierung des Working Capitals vorhanden sind – sei es bei den Forderungen und Verbindlichkeiten sowie bei Handels- und Produktionsunternehmen zusätzlich bei den Beständen. Mit entsprechenden Lösungen lassen sich eindrückliche Ergebnisse erzielen. Dies verdeutlichen unter anderem die folgenden beiden Cases aus der WCM-Beratung von PostFinance:

    Case 1: Bei einem produzierenden Unternehmen mit einem Verkaufsvolumen von 150 Millionen Franken pro Jahr konnten mit Factoring das gebundene Kapital um 25 Millionen Franken gesenkt und die Finanzierungskosten von 6 Prozent (WACC) auf 1,2% reduziert werden (siehe Abbildung, Werte exemplarisch).

    Zahlenbeispiel Factoring für ein produzierendes Unternehmen

    Case 2: Bei einem Grossunternehmen konnten mit Dynamic Discounting das Finanzergebnis um über 2 Millionen Franken verbessert bzw. die Einkaufskosten um über 2 Millionen Franken reduziert werden (siehe Abbildung, Werte exemplarisch).

    Zahlenbeispiel Dynamic Discounting für ein Grossunternehmen

    Nutzen Sie das WCM-Potenzial für Ihr Unternehmen. Es lohnt sich.

  • Um mit WCM-Massnahmen den grösstmöglichen Effekt zu erzielen, müssen diese individuell auf Ihr Unternehmen zugeschnitten werden. Ein wichtiger Punkt dabei ist zum Beispiel der Bilanzierungsaspekt. Insbesondere bei Bankenlösungen ist sicherzustellen, dass die Effekte aus den Working Capital-Massnahmen auch tatsächlich realisiert werden können. Dies setzt voraus, dass die Wirtschaftsprüfer die Beträge – zum Beispiel bei einer Factoring-Lösung – als Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen akzeptieren und diese nicht als Finanzverbindlichkeit deklarieren. Um dies zu gewährleisten, braucht es auf Seite der WCM-Beratung ein hohes Mass an Erfahrung. Eine individuelle Lösung garantiert zudem, dass sich diese optimal an Ihre bestehenden Tools und Systeme andockt. Und nicht zuletzt kann mit einer individuellen Lösung ein unnötiger Mehraufwand vermieden werden. Dazu braucht es kreative Ansätze, die immer auch das Verhältnis von Nutzen und Aufwand im Fokus haben. So kann es sich zum Beispiel lohnen, WCM-Massnahmen nur für grosse Rechnungsposten umzusetzen und kleine Rechnungsbeträge zu vernachlässigen. 

  • In Rahmen unserer Tätigkeit als WCM-Berater stellen wir fest, dass Unternehmen zur Bewertung des Working Capitals ganz unterschiedliche Methoden verwenden. Während die einen das Working Capital zum Fremdfinanzierungssatz bewerten, dient bei anderen der gewichtete Kapitalkostensatz aus Fremd- und Eigenkapitalkosten (WACC) oder sogar der Libor als Bewertungsgrundlage. Wieder andere setzen – unabhängig vom Zinsniveau – auf einen konstanten Prozentsatz von beispielsweise 10%. Ein gängiger Ansatz zur Bewertung der Kosten des Working Capitals zu eruieren, ist es, den gewichteten Kostensatz aus Eigen- und Fremdkapital heranzuziehen und dabei eine Kongruenz zwischen der Fristigkeit von Vorräten, Forderungen und Verbindlichkeiten und der Fristigkeit der Zinsen herzustellen. Die kurzfristig gebundenen Werte werden mit kurzfristigen Zinsen bewertet, die langfristigen Werte mit langfristigen Zinsen. Mit dieser Methode werden Sie rasch feststellen, dass das Working Capital mit relativ hohen Kosten verbunden ist – und dass Lösungen wie Factoring oder Reverse Factoring eine interessante Möglichkeit darstellen, diese Kosten zu reduzieren. Zusätzlich lassen sich durch diese Lösungen effektive Win-win-Situationen entlang Ihrer Wertschöpfungskette realisieren.

Möchten Sie mehr über WCM erfahren?

PostFinance unterstützt Ihr Unternehmen mit einem kompetenten WCM-Team bei der Analyse und der Umsetzung von WCM-Massnahmen. Ihre direkten Ansprechpartner sind Dr. Daniel Maucher und Erik Herlyn. Die beiden ausgewiesenen WCM-Spezialisten verfügen über ein profundes Fachwissen und langjährige praktische Erfahrung im Bereich des WCM.

Dr. Daniel Maucher

Projektleiter Working Capital Management

Dr. Daniel Maucher ist seit 2013 Projektleiter Working Capital Management bei PostFinance.

Sein WCM-Wissen vermittelt er zudem als Dozent an zwei Fachhochschulen. Weiter ist er als aktives Mitglied im Arbeitskreis WCM des Internationalen Controller-Vereins tätig.

Vor PostFinance arbeitete Daniel Maucher als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Logistikmanagement der Universität St. Gallen sowie als Projektingenieur bei der BMW Group.

Daniel Maucher promovierte in Wirtschaftswissenschaften an der Universität St. Gallen und studierte Wirtschaftsingenieurwesen am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und an der Hochschule München.

Erik Herlyn

Working Capital Management

Seit 2012 analysiert Erik Herlyn bei PostFinance Potenziale zur Optimierung des Working Capitals von grossen und mittleren Unternehmungen. Basierend auf diesen Analysen und Studien entwickelte und integrierte er kundenspezifische Lösungen aus dem Finanzwesen und der Logistik, die heute zum WCM-Angebot von PostFinance und der Schweizerischen Post gehören.

Sein WCM-Know-how bringt er auch als Gastdozent an der Universität St. Gallen und an verschiedenen Fachhochschulen sowie in VR-Mandaten weiter.

Zuvor hatte der Dipl. Ing. Produktionstechnik Positionen als CFO von privaten und US-börsengelisteten Erdölexplorationsunternehmen inne. Nach seinem Studium leitete er als Consultant das Versicherungsgeschäft von KPMG Schweiz.

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