Drei häufige Fehler

Vermeiden Sie diese Fehler im Working Capital Management

Working Capital Management bietet grosses Potenzial, enthält aber auch Stolpersteine. Die WCM-Experten von PostFinance zeigen drei häufige Fehler bei der Steuerung des Nettoumlaufvermögens auf und erklären, wie Sie diese vermeiden können.

Fehler 1: Das WCM den einzelnen Funktionen überlassen

Eine grosse Herausforderung des WCM ist, dass es immer im Spannungsfeld verschiedener Funktions- und Unternehmensbereiche steht. Der Einkauf, der Vertrieb, die Logistik und das Controlling: Sie alle haben Einfluss auf das Working Capital – und sie alle verfolgen unterschiedliche Ziele. So ist zum Beispiel das primäre Ziel des Vertriebs die Umsatzmaximierung und die Servicequalität, der Einkauf ist im Wesentlichen an der Produktionsversorgung und an der Realisierung von Einsparungen interessiert und die Logistik an tiefen Lagerbeständen. Überlässt nun ein Unternehmen das WCM den einzelnen Funktionen, sind Zielkonflikte vorprogrammiert. Am Ende wird jener Bereich das Working Capital am stärksten beeinflussen, der am kräftigsten am Working-Capital-Strang zieht. Vermeiden Sie diesen Fehler, indem Sie für Ihr Unternehmen eine verbindliche funktionsübergreifende Strategie erarbeiten und umsetzen.

Fehler 2: Beste Bonitäten nicht nutzen

Im Rahmen unserer Tätigkeit als WCM-Berater stellen wir immer wieder fest, dass Unternehmen die besten Bonitäten entlang der Supply Chain nicht nutzen, um ihr Working Capital zu optimieren. Vermeiden Sie diesen Fehler, indem Sie die Bonitäten entlang Ihrer Supply Chain analysieren, um entsprechende Potenziale ausfindig zu machen. Je nachdem, ob Ihr Unternehmen selbst, einer Ihrer Lieferanten oder Ihrer Kunden die beste Bonität aufweist, stehen Ihnen folgende bankenunabhängige und bankenabhängige Lösungen zur Verfügung:

Lösungen im Working Capital Management

Fehler 3: WCM hat im Unternehmen nur Projektcharakter

Wir beobachten, dass WCM im Unternehmen oft nur einen Projektcharakter hat, was zu folgendem Verhalten führt: Das Unternehmen stellt fest, dass das Working Capital unerwartet stark gestiegen ist. Die Alarmglocken läuten. In der Folge analysiert das Unternehmen die Zahlen, lanciert ein Projekt, setzt einen Verantwortlichen ein und setzt Massnahmen um. Sobald dann die WCM-Lösungen die gewünschten Resultate erzielt haben, widmet sich das Unternehmen wieder anderen Themen. Und der Kreislauf beginnt von vorn: Das Working Capital steigt wieder an, bis die Zeit für ein nächstes WCM-Projekt reif ist. Kommt Ihnen dies bekannt vor? Vermeiden Sie diesen Fehler, indem Sie WCM als Dauerthema auf Ihrer Agenda haben und machen Sie WCM zum Linienthema.

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