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Erstellt am 16.12.2019

Wie die SBB ihr Working Capital in Fahrt bringt

Mit Working Capital Management wird das Nettoumlaufvermögen so justiert, dass stets die optimale Menge an Liquidität zur Verfügung steht. Doch wo im Unternehmen ist das Geld versteckt, das unnötig gebunden ist und freigesetzt werden kann? Die SBB hat genau hingeschaut. Für ihre exzellente Analyse wurde das Unternehmen 2017 mit dem Swiss WCM Award ausgezeichnet.

Wie schaffen es die Besten, ihr Working Capital zu optimieren? Jedes Jahr wird am Swiss WCM Summit ein Swiss WCM Award für hervorragende WCM-Leistungen vergeben. 2017 ging er an die SBB. Das Unternehmen wurde für ihre exzellente WCM-Analyse über alle Konzernbereiche hinweg ausgezeichnet. Stefan Eggli, Leiter Cash Management, und Simon Gfeller, Treasury-Manager bei der SBB, erzählen im Gewinnerinterview, welche Herausforderungen bei der WCM-Initiative der SBB im Zentrum standen. Das Interview wurde am Swiss WCM Summit 2017 aufgezeichnet. 

Warum haben Sie sich für den Swiss WCM Award beworben?

Stefan Eggli: 2015 starteten wir bei der SBB die Working-Capital-Management-Initiative. Mit der Bewerbung für den Award wollten wir uns nun mit anderen Unternehmen messen lassen. 

Und Sie haben gewonnen.

Simon Gfeller: Das freut uns. Der Award zeigt einerseits, dass wir mit unseren WCM-Anstrengungen der letzten zwei Jahre auf dem richtigen Weg sind, und er kann uns auch dabei helfen, das Bewusstsein für das Working Capital Management im Unternehmen weiter zu verstärken. 

Von der Analyse zur Umsetzung: Wo steht das Working Capital Management bei der SBB heute?

Simon Gfeller: Wir leben die Governance, die wir aufgesetzt haben, und nutzen das Know-how, das wir in den letzten zwei Jahren im Working Capital Management erarbeitet haben, um die gesetzten KPIs stetig zu verbessern und die definierten WCM-Zielwerte einzuhalten. 

Stefan Eggli: Positiv ist auch, dass die Sinnhaftigkeit des WCM gesehen wird: Die Frage, warum es bei der SBB WCM braucht, steht nicht mehr im Raum. Heute diskutieren wir einzig über weiteres Optimierungspotenzial.

Welche konkreten Massnahmen sind aus der umfassenden WCM-Analyse entsprungen?

Simon Gfeller: Wir haben viele Stellschrauben zur Optimierung des Nettoumlaufvermögens ausgemacht. Nehmen wir zum Beispiel die Geldlogistik: Wir stellten fest, dass an den Bahnhöfen sehr viel Geld brachliegt. Nun wurde ein Prognosetool eingerichtet, aufgrund dessen die Bewirtschafter den künftigen Bedarf abschätzen und die Geldbestände entsprechend auffüllen können. 

Welches waren die grössten Herausforderungen auf dem bisherigen WCM-Weg der SBB?

Stefan Eggli: Eine grosse Herausforderung lag darin, erst einmal Transparenz zu schaffen, indem wir jeden Winkel beleuchtet und geschaut haben, wo Geld gebunden ist – in allen unserer vier Divisionen Personenverkehr, Güterverkehr, Infrastruktur und Immobilien. Ein weiterer wichtiger Aspekt war der Einbezug der divisionalen Finanzverantwortlichen. 

Über die Gewinner

Stefan Eggli, Leiter Cash Management bei der SBB, und Simon Gfeller, Treasury-Manager bei der SBB, erzählen im Interview, welche konkreten WCM-Massnahmen aus der WCM-Analyse entsprungen sind.

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