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Erstellt am 22.07.2019

Was tun, wenn Ihr Unternehmen in eine Krise gerät?

Krisenmanagement ist ein hochaktuelles Thema: Heute ist kein Unternehmen vor Risiken gefeit, die den Ruf, die Ziele und die finanzielle Situation beeinträchtigen können. Krisen können viele Ursachen haben: Fehlverhalten von Mitarbeitenden, technisches Versagen, Änderungen im Marktumfeld, staatliches Handeln oder die Veröffentlichung von sensiblen Informationen. Selbst kleine Zwischenfälle können sich bei schlechtem Krisenmanagement zu grossen Reputationskrisen entwickeln. Wir zeigen auf, warum es für ein Unternehmen notwendig ist, die Risiken zu analysieren und ein professionelles Risiko- und Krisenmanagement zu betreiben. In diesem Artikel geben wir Ihnen Tipps, die jeden und jede zum authentischen Netzwerker machen.

Krisenmanagement ist für ein Unternehmen zwingend

Krisen kommen meist unerwartet. Sie können jedes Unternehmen treffen. Für die Unternehmensführung stellen sie das Tagesgeschäft auf den Kopf. Eine aktuelle Analyse von Deloitte zeigt, dass trotzdem viele Unternehmer glauben, potenzielle Risiken managen zu können – bis ihnen der Ernstfall das Gegenteil beweist.

Tipp 1: Schulung von Mitarbeitenden

Alle an einer möglichen Krise beteiligten Personen sollten das gleiche Verständnis von «Krise» haben. Beginnt eine Krise bereits bei einigen kritischen Kommentaren in sozialen Netzwerken oder tritt der Krisenmodus erst ein, wenn Tausende Kundendaten gestohlen wurden? Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Thema.

Tipp 2: Monitoring von Issues und Entwickeln von Szenarien

Um zu wissen, welche Themen, öffentlichen Debatten und potenziellen Risiken in den nächsten Monaten für das Risikomanagement Ihres Unternehmens relevant sein könnten, muss eine fortlaufende Analyse der Issues stattfinden. Zudem sollten Sie Szenarien entwickeln: Für jedes Issue sollte festgelegt werden, welche präventiven Massnahmen ergriffen werden können, um die wichtigsten Risiken zu minimieren. Stellen Sie aus engen Mitarbeitenden einen Krisenstab zusammen, der das Issues Monitoring betreibt, die Risiken frühzeitig erkennt und die wesentlichen Informationen weiterleitet.

Tipp 3: Die richtigen Tools bereitstellen

Issue Management bedeutet auch, im Krisenfall die richtigen Instrumente zur Hand zu haben. Erstellen Sie bei Ihrem Monitoring-Anbieter einen Alert, der Sie über kritische Berichterstattung zu bestimmten Themen oder negative Kommentare auf Social Media informiert. Legen Sie physische und digitale Kontaktlisten für Ihre Krisen-PR an, um die wichtigen Medien und Personen im Krisenfall umgehend kontaktieren zu können.

Tipp 4: Klare Rollenverteilung

Für den Krisenfall müssen Rollen, Aufgaben und Verantwortlichkeiten innerhalb Ihres Unternehmens klar festgelegt werden. Hauptansprechpartner sollten entsprechend geschult werden. Zudem muss frühzeitig festgelegt werden, wer welche internen und externen Kommunikationskanäle betreibt. Pflegen Sie auch intern Kontakte, damit Sie die Arbeitsweise Ihrer Mitarbeitenden kennen und das Risiko minimieren, im Ernstfall unbefugte Personen oder verdächtige Aktivitäten anzutreffen.

Tipp 5: Entscheidungsprozesse festlegen

Strategisches Issue Management bedeutet, im Krisenfall klare Entscheidungspfade und -prozesse einschliesslich der entsprechenden Konsequenzen und Handlungsempfehlungen festzulegen, beispielsweise eine Kommunikationskaskade. Sie sollten sich immer bewusst sein, an wen Sie sich im Krisenfall wenden und wo bei Ihrer Kommunikation die Prioritäten liegen. Dabei helfen To-do-Listen, Diagramme und kurze, prägnante Listen, die rasch und flexibel eingesetzt werden können. Stellen Sie sicher, dass alle Beteiligten wissen, wer in Ihrer Organisation das finale «Go» gibt, wenn es um die Krisenkommunikation geht.

Tipp 6: Kommunikation – Wordings für den Notfall vorbereiten

Bereiten Sie Textbausteine bereits im Vorfeld vor. Diese können dann kurzfristig und spezifisch je nach Krisenfall adaptiert werden. Greifen Sie bei der Erstellung der Inhalte auf die «5 W-Fragen» (wer, was, wo, wie, wann) zurück. Die Inhalte müssen vor dem Versand immer intern freigegeben werden (siehe Tipp 5).

Tipp 7: Krisenfall intern simulieren

Trainieren Sie den Ernstfall regelmässig mit Ihrem Krisenstab, damit jeder weiss, was seine Aufgaben sind. Nur so erkennen Sie frühzeitig, ob es noch Schwachstellen in den Prozessen gibt. Für den Krisenstab ist es notwendig, sich regelmässig zu treffen und die Pläne aufzufrischen. Dies bestärkt und beruhigt die Verantwortlichen.

Bereiten Sie sich auf mögliche Ereignisse vor

Eine Krise kommt für ein Unternehmen immer ungelegen. Deshalb ist es wichtig, die nötigen Vorkehrungen für den Ernstfall zu treffen. Mit einem klaren Plan und unseren Tipps stellen Sie sicher, dass Ihre Führungsspitze und Ihre Mitarbeitenden gut vorbereitet sind. Denn letztendlich kann eine Krise jeden treffen. 

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