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Erstellt am 12.11.2018

Supply Chain Finance – so steuern Sie Ihre Finanzflüsse gezielt

Working Capital Management ist für jedes Unternehmen wichtig. Besonders in einem internationalen Umfeld, das für globale und regionale wirtschaftliche Entwicklungen anfällig ist. Das macht das Management der finanziellen Aspekte der Lieferkette (Supply Chain) und deren Optimierung hinsichtlich der Kapitalkosten immer komplexer.

Supply Chain Finance (SCF) als Teil des Supply Chain Managements (SCM) ist wegen der wachsenden Komplexität ein vielversprechendes Mittel. Wir zeigen auf, weshalb SCF für mittlere und auch grosse Unternehmen Sinn ergibt und wie man SCF gezielt betreiben sollte.

Moderne Finanzierungslösung zur Optimierung der Liquidität

Supply-Chain-Finanzierungen verknüpfen als Teil des Supply Chain Managements finanzielle und physische Flüsse in der Lieferkette. Ziel ist die Optimierung von Kapital- und Prozesskosten sowie des Cashflows. Das Potenzial von SCF liegt in der Integration und Nutzung verschiedener Finanzierungsmöglichkeiten in der Lieferkette von Lieferanten, Kunden, Logistikdienstleistern und Banken.

Entsprechende Dienstleistungen umfassen sowohl bereits etablierte Konzepte wie Factoring als auch neue Ansätze wie beispielsweise Dynamic Discounting oder Reverse Factoring. SCF bietet durch die Vielzahl an Konzepten viele Möglichkeiten, um die Kapitalflüsse von und zwischen Unternehmen zu verbessern.

Vorteile von SCF

Die Nutzung von SCF bringt zwei grosse Vorteile. Einerseits können Firmen in Zeiten von Negativzinsen zum Beispiel ihre Kapitalbestände kurzfristig verlagern und durch direkte Investitionen oder eben durch SCF-Lösungen in aktive Posten umwandeln. Bei einer Vorfinanzierung von Lieferantenrechnungen (z.B. bei Reverse Factoring) können Debitoren ihre Bonität nutzen und zugleich Skontos und andere Discounts realisieren. SCF-Lösungen begünstigen dabei die Kapitalstruktur bzw. den Verschuldungsgrad, da es sich nicht um klassische Fremdfinanzierungslösungen wie Darlehen oder Kontokorrente handelt.

Andererseits sind Lieferanten zunehmend von der Optimierung des Working Capitals betroffen. Denn Unternehmen nutzen ihre Machtposition oft aus und wälzen das Risiko und damit auch die Kosten für die Finanzierung auf die Lieferanten ab. Beispielsweise, indem die Zahlungsfristen immer mehr ausgereizt werden. SCF übernimmt hier eine vermittelnde Rolle und bringt die verschiedenen Aspekte und Interessen unter einen Hut. 

Factoring: hohes Potenzial aber (noch) geringe Akzeptanz

Beim Factoring handelt es sich nicht um ein neues Konzept. Trotzdem ist es in der Schweiz nicht sehr weit verbreitet. Laut einer Der Link öffnet sich in einem neuen Fenster Studie, die durch das Supply Chain Finance-Lab der Universität St. Gallen durchgeführt wurde, wenden gerade einmal 3% der Schweizer Unternehmen Factoring an oder planen die Anwendung in den folgenden Jahren. Als Gründe für die fehlende Akzeptanz führen die Unternehmen vor allem die hohen finanziellen Kosten sowie mögliche negative Auswirkungen auf Kundenbeziehungen – beispielsweise durch die Auslagerung von Inkasso und Mahnwesen – an.

Hier zeigt sich das ungenutzte Potenzial dieser SCF-Lösung: Denn Factoring richtet sich nach der Bonität der Kunden bzw. Debitoren von Unternehmen. Aus diesem Grund können die Finanzierungskosten deutlich niedriger sein als bei klassischen Fremdfinanzierungslösungen wie Kontokorrenten oder Darlehen.

PostFinance hat für ihre Geschäftskunden mit der Debitorenfinanzierung (Factoring), der Finanzierung von Lieferantenrechnungen (Reverse Factoring) sowie Dynamic Discounting (flexibles, dynamisches Skonto) Lösungen im Angebot, um das Der Link öffnet sich in einem neuen Fenster Working Capital Management zu optimieren. Zugleich bergen diese Lösungen entlang der Wertschöpfungskette das Potenzial von Win-win-Beziehungen. Zum Beispiel können die Beziehungen zu Lieferanten oder Kunden verbessert werden (Preferred Buyer, Preferred Supplier), indem pünktlich gezahlt wird oder Geschäftspartner dank Ausnutzung der besten Bonität finanziell unterstützt werden.

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