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Erstellt am 13.02.2019

Risikomanagement für Kleinunternehmen

Was tun, wenn ein Ereignis eintritt, das die Existenz Ihres Unternehmens bedroht? Mit gezieltem Risikomanagement minimieren Sie Risiken und erheben transparent mögliche Gefährdungen der Zielerreichung. Was Risikomanagement genau ist, erfahren Sie in diesem Artikel.

Ein Unternehmen geht mit der Aufnahme seiner Geschäftstätigkeit gewisse Risiken ein, um seine Unternehmensziele zu erreichen. Risiken sind Ereignisse, die im Falle des Eintretens Abweichungen von einem Ziel oder einem Wert bewirken. Das kann eine positive Abweichung sein, also eine Chance, oder aber eine negative Auswirkung – eine Gefahr. In der Regel ist mit «Risiko» aber eine eher negative Auswirkung gemeint. Es werden drei Arten von Risiken in Bezug auf Gefahren unterschieden:

  • Strategische Risiken entsprechen der Gefahr, dass ein Geschäftsmodell auf dem Markt keinen Erfolg hat
  • Finanzielle Risiken entsprechen finanziellen Verlusten durch veränderte Marktpreise wie Wechselkurse, Aktien, Rohstoffe usw.
  • Operative Risiken sind Gefahren von Verlusten und anderen Schadenereignissen, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen, Systemen oder in Folge von externen Ereignissen eintreten. Ein Maschinenbrand zum Beispiel verursacht für zwei Wochen einen Betriebsunterbruch und führt zu nachhaltigem Schaden

Transparenz für erfolgreiches Risikomanagement zwingend notwendig

Das Risikomanagement hat die Aufgabe, die grössten und wesentlichsten Risiken transparent aufzuzeigen. Dies sind mögliche Ereignisse, Handlungen und Entwicklungen, die ein Unternehmen daran hindern können, seine Zielsetzung sowie die Umsetzung der Unternehmensstrategie zu erreichen und die somit seine Existenz bedrohen können. Diese Risiken gilt es laufend zu identifizieren, zu bewerten, zu steuern, zu überwachen und zu beurteilen. Die Bewertung von Risiken erfolgt durch die Verknüpfung von Eintrittshäufigkeit und Schadensausmass eines Ereignisses (z. B. «Was kostet der Schaden?» oder «Mit welchem Reputationsschaden ist zu rechnen?»).

Strategie, Kultur und Steuerung – drei Mittel zum wirkungsvollen Risikomanagement

Ein wirksames Risikomanagement wird von der Unternehmensleitung unterstützt und ist in die Organisation sowie in ihre Führung eingebettet. Aus der Unternehmensstrategie heraus leiten sich die Risikostrategie sowie die Risikokultur ab. Die Risiko- und Unternehmensstrategie sollten aufeinander abgestimmt sein. Das bedeutet beispielsweise zu identifizieren, welche Abteilungen für die Erreichung von Unternehmenszielen relevant sind, und sicherzustellen, dass sie auch in Risikoszenarien funktionieren können. Die Risikokultur beschreibt das generelle Risikobewusstsein, die Risikobereitschaft und das Risikomanagement eines Unternehmens. Die Risikosteuerung, abgeleitet aus der Risikostrategie und der Risikokultur, beinhaltet Massnahmen, wie mit Risiken umgegangen wird. Risiken können z. B. mit dem Ausstieg aus einem Geschäftsfeld vermieden, z. B. mit Durchführung einer Vier-Augen-Kontrolle technisch oder organisatorisch vermindert, auf eine Versicherung überwälzt oder selbst getragen werden, d.h. Risiko wird akzeptiert.

Ein weiteres Merkmal eines erfolgreichen Risikomanagements ist der Einbezug aller Mitarbeitenden. Für ein gelebtes Risikomanagement ist es eine wichtige Voraussetzung, dass alle Mitarbeitenden in ihrer täglichen Arbeit aufmerksam sind und bei Auffälligkeiten entsprechend reagieren. Beispiele hierfür sind: Mitarbeitende tragen ihre Schutzausrüstung, persönlicher Benutzername und Passwort beim PC oder Zutrittskontrolle mittels Badge.

Quelle und weiterführende Informationen

Eine Vielzahl an weiterführenden Informationen zum Risikomanagement wie beispielsweise «Wie führt man ein Risikomanagementsystem ein?» sind unter anderem auf dem Der Link öffnet sich in einem neuen Fenster KMU-Portal des Bundes zu finden.

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