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Erstellt am 14.04.2022

Gründen in der Schweiz: Sechs Fakten zum Schweizer Gründungsprozess

Schweizerinnen und Schweizer gründen schnell, am meisten GmbHs und verfolgen den Wunsch nach mehr Freiheit. Dies zeigt unsere nationale Studie über den Gründermarkt Schweiz in Zusammenarbeit mit dem IFJ und dem LINK Institut. Bei der Durchleuchtung der Schweizer Neugründungen in den Jahren 2020 und 2021 kristallisierten sich verschiedene Aspekte des Gründungprozesses hierzulande aus.

Wie genau der Schweizer Gründungsprozess vonstattengeht, klären wir mit den nachfolgenden sechs Fakten auf.

Rund die Hälfte der Neugründungen dauert weniger als sechs Monate

Von der ersten Idee bis zur Gründung in nur sechs Monaten? In der Schweiz keine Seltenheit. 2020 sowie 2021 wurden rund 50% der Neuunternehmen in weniger als einem halben Jahr gegründet. In diesem Zeithorizont eingerechnet war der gesamte Prozess: vom ersten Gedanken, über die Vorbereitungsphase bis hin zur anschliessenden Gründung. Dabei gaben 19% der Neugründerinnen und Neugründer an, ihre Idee innerhalb von drei Monaten in die Praxis umgesetzt zu haben, bei Kollektivgesellschaften waren es sogar 42%.

Lassen Sie sich von der Schnelligkeit der Schweizer Gründungen aber nicht abschrecken, wenn Sie bereits seit längerer Zeit an Ihrer Idee herumfeilen. 25% der Gründerinnen und Gründer benötigen bis zu zwei Jahre, um ihr Unternehmen zu realisieren.

Ein Viertel der Schweizer Gründerinnen und Gründer nutzt einen Online-Gründungsservice

Eine Firmengründung kann auf den ersten Blick überwältigend sein. Wie umfangreich und komplex der Prozess dahinter ist, hängt hauptsächlich von der Rechtsform ab. Der administrative Aufwand für die Gründung einer Einzelfirma ist beispielweise weitaus geringer als etwa bei Gesellschaften. Während Einzelfirmen oft ohne Beratung direkt beim Handelsregisteramt gegründet werden, lassen sich rund die Hälfte aller Kapitalgesellschaftsgründerinnen und -gründer juristisch oder notariell begleiten.

Um sich auf die Gründung und den Gang zum Handelsregisteramt vorbereiten zu können, nutzt heutzutage bereits ein Viertel aller Schweizer Gründerinnen und Gründer einen Online-Gründungsservice wie zum Beispiel denjenigen vom IFJ Institut für Jungunternehmen (Der Link öffnet sich in einem neuen Fenster ifj.ch). Online-Gründungsservices begleiten Sie Schritt für Schritt während Ihrer Gründung und stehen Ihnen mit juristischer Beratung und Notarinnen und Notaren zur Seite.

Pauschale Kosten einer Gründung gibt es nicht

Eine allgemeine Antwort auf die Frage, wie teuer eine Gründung werden kann, gibt es nicht. Je nach Rechtsform, Umfang des Unternehmens und Geschäftsmodell, variieren die Gründungskosten stark. Ausserdem sind auch die Gründungsgebühren von Kanton zu Kanton unterschiedlich.

Am günstigsten ist die selbstständige Gründung beim Handelsregisteramt, welche nur für Einzelfirmen und Kollektivgesellschaften möglich ist. Hierbei sind Sie jedoch auf sich alleine gestellt. Der Gründung beim Handelsregisteramt folgt der Online-Gründungsservice, welcher Neugründerinnen und -gründer ortsunabhängige Unterstützung anbietet.

Schweizerinnen und Schweizer recherchieren im Internet

Ein eindeutiges Ergebnis zeigt unsere Studie bei der Informationsbeschaffung. Hier gilt: Selbst ist die Gründerin oder der Gründer. Über 80% der Neugründerinnen und Neugründer informieren sich eigenständig im Internet, wie sie ihre innovativen Geschäftsideen umsetzen können. Dabei suchen sie nach Informationen zur Lancierung des Unternehmens, zu benötigten Dokumenten, Versicherungsunterlagen und zur Beschaffung von finanziellen Mitteln.

Bei der Offline-Recherche wenden sich 54% der Gründerinnen und Gründer an Familie und Freunden, 46% ziehen eine professionelle Beratung in Betracht.

Versicherungswahl ist am aufwändigsten

Die Gratwanderung zwischen unter- und überversichert kann sehr schmal sein. So verwundert es nicht, dass die Versicherungswahl bei unserer Studie als aufwändigster und mühsamster Aspekt einer Gründung genannt wurde.

Welche Versicherung ist für das Unternehmen am vorteilhaftesten? Und welcher Vertrag deckt die Bedürfnisse der Inhaberinnen und Inhaber am besten ab? Je nach Rechtsform und Angestelltenverhältnis variieren die obligatorischen Versicherungen. Daher sollten sich Gründerinnen und Gründer auch gut überlegen, welche freiwilligen Versicherungen, wie Krankentaggeld oder Gebäudehaftpflicht, für ihr Businessmodell Sinn machen. Eine detaillierte Übersicht verschiedenster Versicherungen je nach Rechtsform finden Sie auf dem eidgenössischen KMU-Portal auf Der Link öffnet sich in einem neuen Fenster kmu.admin.ch.

Ebenfalls aufwendig empfanden Neugründerinnen und -gründer gemäss unserer Studie das Schreiben eines Businessplans und den administrativen Gründungsprozess. Unser Tipp: Planen Sie genügend Puffer ein, um die entsprechenden Dokumente termingerecht einreichen zu können.

Die Angst vor dem Scheitern ist oftmals unbegründet

Wer eine Firma gründet, geht auch immer ein (persönliches) Risiko ein.

Viele Neugründerinnen und -gründer müssen sich deshalb mit der Angst vor dem Scheitern auseinandersetzen. Rund ein Viertel der Neugründerinnen und -gründer gab in unserer Studie an, bereits während des Gründungsprozesses darüber besorgt gewesen zu sein, ob sie genügend Aufträge erhalten werden.

Gemäss Studienresultaten bestätigten sich glücklicherweise diese Ängste in den meisten Fällen jedoch nicht. Rund 70% der neugegründeten Unternehmen konnten ihre Umsatzziele im ersten Geschäftsjahr einhalten oder sogar übertreffen.

Gründungen sind gewiss nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und mit viel administrativem sowie juristischem Aufwand verbunden. Juristische oder notarielle Beratung sowie Online-Gründungsservices bieten hilfreiche Unterstützung bei Gründungsfragen. Auch die PostFinance unterstützt Gründerinnen und Gründer zusammen mit dem IFJ Institut für Jungunternehmen beim gesamten Gründungsprozess mit attraktiven Online-Dienstleistungen, wertvollem Know-how und hilfreichen Tools. So sind Gründerinnen und Gründer ein paar Schritte näher an Ihrem Ziel von Selbstständigkeit und daher auch am Traum nach mehr Freiheit in ihrem Alltag.

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