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Erstellt am 07.05.2019

Führungskompetenz: Diese 5 Eigenschaften machen Sie zum wahren Leader

Die Führung von Mitarbeitern kann eine ziemliche Herausforderung sein. Eine Aufgabe, die Führungspersonen schnell überfordert. Denn sie verlangt von einem Leader sowohl fachliche Führungskompetenz als auch Soft Skills wie soziale Kompetenz und emotionale Intelligenz. Die perfekte Mischung für erfolgreiches Leadership lässt sich in fünf Eigenschaften umschreiben.

Fünf wichtige Führungskompetenzen

Die Führung von einem Team von Menschen mit unterschiedlichen Persönlichkeiten macht Fähigkeiten erforderlich, die man so in keinem Leadership-Lehrgang oder Management-Seminar mit auf den Weg bekommt. Doch welche Kompetenzen brauchen Führungskräfte in Unternehmen, um die richtigen Ergebnisse gemeinsam mit ihrem Team zu erreichen? Wir stellen fünf wichtige Führungskompetenzen vor.

Klarheit

Eine Führungskraft sollte gemeinsame Ziele immer möglichst klar formulieren. Wenn die Mitarbeitenden vom Management eine Auswahl an Zielen wie zum Beispiel «den Umsatz erhöhen» oder «besseres Zeitmanagement» gesetzt bekommen, brauchen Sie sich als Führungskraft nicht zu wundern, wenn nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt werden. Denn die gesetzten Ziele sollten konkret, messbar und vor allem machbar sein. Als Gedankenstütze kann hier die SMART-Formel helfen (ein Ziel sollte spezifisch und messbar sein, die Mitarbeitenden sollen die Zielvereinbarung akzeptieren, zudem sollte das Ziel realistisch und terminiert sein).

Kommunikation

Beweisen Sie Führungskompetenz, indem Sie situationsbezogen kommunizieren. Sie sollten sich in jeder Situation Ihrer persönlichen Stärken und Kompetenzen bewusst sein. Zudem sollten Sie wissen, welche Absicht Sie mit Ihrer Kommunikation verfolgen und welche Fähigkeiten Sie dafür benötigen. Wenn Sie Ihre Mitarbeitenden zum Beispiel motivieren möchten, müssen Sie anders kommunizieren, als wenn Sie sich in einer Lohnverhandlung befinden. Zudem lohnt es sich, die verschiedenen Typen von Mitarbeitenden und ihre persönlichen Kompetenzen zu kennen. Mehr dazu finden Sie in unserem Video. Sie können lernen, für jeden Typ passend zu kommunizieren und so schneller zum gewünschten Ergebnis zu kommen. Zudem sollten Sie auch Ihren persönlichen Führungsstil kennen und wissen, welcher Unternehmertyp Sie sind. Unterschieden werden folgende Unternehmertypen:

Der Visionär

Sie haben viele gute Ideen, beschäftigen sich am liebsten mit Zukunftspotenzialen und lassen sich überall inspirieren? Sie kommunizieren begeistert, denken simultan, lieben Smalltalk und Networking, tendieren aber etwas zu Oberflächlichkeit? Diese Eigenschaften machen den «Visionär» aus. Unser Kommunikationstipp: Lernen Sie, mehr zuzuhören als zu reden. Stellen Sie ehrliche, interessierte und offene Fragen. Und: Schreiben Sie sich Ihre Gedanken auf, um sie besser strukturieren und einordnen zu können. 

Der Macher

Sie sind an Zielen und Resultaten interessiert, denken logisch, schnell und zielorientiert und bringen komplexe Themen auf den Punkt? Sie kommunizieren kurz und fordernd und oft im Stehen? Dann sind Sie der typische «Macher». Ihre Kommunikationswirkung verbessern Sie, indem Sie sich bewusst machen, dass Kommunikation auch emotional und nicht nur zielgerichtet sein kann. Nehmen Sie sich Zeit, Fragen zu stellen, setzen Sie sich für ein Gespräch auch mal hin und scheuen Sie sich nicht davor, auch mal persönliche Themen zu behandeln. 

Der Experte

Logik, Sachlichkeit, Ordnung und Klarheit sind Ihnen wichtig? Sie laufen Gefahr, sich häufig in Details zu verlieren, tun sich manchmal schwer mit Entscheidungen und nutzen Ihre Zeit mit Vorliebe für Analysen und Planungen? Sie kommunizieren präzise und bevorzugt schriftlich per E-Mail? Wer sich hier wiederfindet, gehört zum Typ «Experte». Ihre Kommunikation verbessern können Experten, indem Sie mehr Wert auf persönlichen statt schriftlichen Austausch legen. Im persönlichen Gespräch lernen Sie, Gestik und Mimik Ihres Gegenübers zu lesen und zu interpretieren – und sie so auch besser zu verstehen. 

Der Coach

Läuft bei Ihnen alles im Team – von der Ideenentwicklung über die Entscheidungsfindung bis zu Pausen? Lieben Sie Stetigkeit? Nehmen Sie sich Zeit für Kommunikation und ist es Ihnen wichtig, eine freundliche Wohlfühlatmosphäre zu schaffen, scheuen sich aber vielleicht auch etwas vor Konflikten? Dann gehören Sie wohl zu den «Coaches». Um erfolgreicher zu führen, müssen Sie lernen, unternehmerische Ziele ernst zu nehmen, auch mal Konflikte und gestörte Harmonien auszuhalten und unangenehme Themen anzusprechen. 

Wer sich selbst und seinen Kommunikationsstil kennt, kann diesen auch einfacher der Situation anpassen.

Entscheidungsfreudigkeit

Nichts ist für Unternehmen schlimmer als untätige Führungskräfte. Denn Führungskompetenz heisst, Entscheidungen zu treffen, nicht zu lange zu überlegen und der eigenen Intuition zu vertrauen. Gute Führungskompetenz bedeutet auch, Fehler einzugestehen und aus diesen lernen zu können. Deshalb sollten Entscheidungen zum geeigneten Zeitpunkt dem Team mitgeteilt werden. Entschlüsse (beispielsweise eine neue strategische Ausrichtung der Organisation) müssen nicht gerechtfertigt werden, sollten aber mit guten Argumenten begründet werden können.

Mut

Mut in Bezug auf Leadership heisst für eine Führungskraft, gross zu denken und neue Wege zu gehen. Leader sollten ihren Ideenreichtum zeigen und keine Scheu vor dem Querdenken haben. Denn als gute Führungskraft sollte man Dinge infrage stellen, Lust auf Neues verbreiten, innovative Projekte anstossen und das Unternehmen in die Zukunft führen. Führungskompetenz könnte zum Beispiel bedeuten, dass bestehende Prozesse im Team hinterfragt und deren Digitalisierung weiter vorangetrieben werden.

Leidenschaft

Um von Mitarbeitenden in einem Unternehmen Höchstleistungen zu verlangen, muss eine Führungskraft bei ihnen Energie freisetzen können. Wenn ein Ziel also erst einmal klar formuliert ist, sollten Sie als Leader sich zum Vorkämpfer der Sache machen. Seien Sie mit Passion bei der Arbeit und stehen Sie im Unternehmen voll für die Idee ein.

Demut

In Zeiten des agilen Wandels heisst gute Führung mehr denn je, dass das Ego des Leaders aus dem Spiel genommen wird. Demut sollte in diesem Kontext also eher als «Mut zum Dienen» verstanden werden. Dieser Ansatz des «Servant Leadership» ist ein von Robert Greenleaf begründeter Ansatz der Führungsforschung. Er beschreibt das Wirken von Führungskräften in Unternehmen als Dienst an den Geführten (als Gegensatz zum beherrschenden Führen). Konkret bedeutet das, dass Mitarbeitende gefördert und für ihre Leistungen anerkannt werden sollen. Sie als Leader sollten sich zurücknehmen und Ihren Mitarbeitenden ermöglichen, gute Arbeit zu leisten.

Für einen wahren Leader ist Führung nie abgeschlossen

Andere Menschen zu führen, ist eine Aufgabe, die nie abgeschlossen ist. Denn als Führungskraft werden Sie immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Je nach Situation sind deshalb unterschiedliche Führungskompetenzen gefragt. Die hier beschriebenen Eigenschaften sind eine gute Grundlage, um wirtschaftlichen Erfolg zu ermöglichen und die Unternehmensziele gemeinsam mit den Mitarbeitenden zu erreichen.

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