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Erstellt am 10.12.2020

Factoring: Forderungen abtreten und Liquidität generieren

Liquidität generieren durch die Abtretung von Forderungen: Hannes Polit, Leiter Working Capital Management bei PostFinance, zeigt Beispiele und erklärt, warum das Finanzierungsinstrument Factoring auch in rauen Zeiten als Lösung eingesetzt werden kann.

Für viele Unternehmen ist Factoring eine prüfenswerte Finanzierungsvariante, die sich im Mix mit anderen Instrumenten erfolgreich im Working Capital Management einsetzen lässt. «Mit Factoring kann das gebundene Kapital durch die Abtretung von Debitorenforderungen reduziert und Liquidität generiert werden, ohne dass dabei Fremdkapital aufgenommen werden muss», erklärt Hannes Polit, Leiter Working Capital Management bei PostFinance. Besonders häufig werde Factoring in B2B-Branchen mit festen Kundenkreisen genutzt, wie im Grosshandel, in der Industrie oder im Dienstleistungsbereich. Dass Factoringlösungen aus unterschiedlichen Beweggründen in Betracht gezogen werden, zeigen die folgenden zwei Beispiele aus der WCM-Beratung von PostFinance:

Beispiel 1: Finanzierung von Wachstum mit Factoring

Ein Unternehmen aus dem Personaldienstleistungsbereich will sein Wachstum finanzieren, ohne dafür Fremdkapital in Form von Krediten aufnehmen zu müssen. Sein Ziel ist es, bei einem bevorstehenden Wachstumsschritt eine Liquiditätslücke zu schliessen. Solche können bei Personaldienstleistern typischerweise entstehen, da diese ihre Angestellten jeweils am Monatsende bezahlen müssen, das Geld von ihren Kunden jedoch erst später erhalten. Mit der Factoringlösung von PostFinance erhielt der Kunde flexibel Liquidität, um zu wachsen.

Beispiel 2: Vom Kredit zum Verkauf von Forderungen

Ein Unternehmen aus der Lebensmittelbranche möchte einen Bankkredit zu 100% durch eine Factoringlösung ablösen. Er verspricht sich davon den Erhalt von Liquidität bei reduzierten Finanzierungskosten und gleichzeitiger Verbesserung der Bilanzstruktur durch die Reduktion des Verschuldungsgrads. Mit der Factoringlösung von PostFinance konnte dieses Ziel erreicht werden.

Factoring in rauen Zeiten: auch ein Instrument für die Krise

Dass Factoring und die damit verbundene Abtretung von Forderungen gerade auch in Krisenzeiten zu einem besonders hilfreichen Instrument wird, zeigt die Corona-Krise. «Wenn die Kunden vermehrt später zahlen, kann dies zu Liquiditätsengpässen beim Rechnungssteller führen. Mit Factoring lässt sich dieses Problem beheben – und dies ohne die Kundenbeziehung zu belasten», erklärt Hannes Polit. So liege es auch auf der Hand, dass die Nachfrage nach Factoringlösungen in solchen Zeiten deutlich zunehme. Wobei er betont, dass mit Factoring weder Kosten- noch Profitabilitätsprobleme im operativen Bereich gelöst werden könnten.

Wie Factoring implementieren?

Für Unternehmen, die sich für Factoring interessieren, lohnt sich eine individuelle und persönliche Beratung, wie sie PostFinance anbietet. Dabei werden nicht nur die Möglichkeiten wie zum Beispiel offenes Factoring vs. stilles Factoring, sondern auch die Herausforderungen sorgfältig analysiert. «So spielen etwa bei der Beurteilung eines Factoringcase nicht nur die Bonität der Debitoren, sondern auch die Kreditwürdigkeit des Factoringnehmers eine wichtige Rolle», erklärt der WCM-Leiter von PostFinance. Wie bei jeder anderen Finanzierungsart bestimme auch beim Abtreten von Forderungen die Bonität der beteiligten Parteien die Kosten für ein Factoring massgeblich mit. «Dabei zeigt unsere Erfahrung übrigens, dass unsere Factoringpreise durchaus konkurrenzfähig mit klassischen Bankkrediten und teilweise auch günstiger sind.»

Warum den Verkauf von Forderungen über PostFinance abwickeln?

PostFinance bietet massgeschneiderte Factoringlösungen an, mit denen die Unternehmen flexibel zusätzliche Liquidität generieren können, und übernimmt dabei das Ausfallrisiko der Debitorenforderungen. «Unser Finanzinstitut steht mit seinem Namen für Seriosität und erstklassigen Service. Unsere Angebote sind transparent und fair und bieten unseren Kunden eine hervorragende Finanzierungsalternative», sagt Hannes Polit. Des Weiteren profitierten die Kunden von einer über die Jahre gewachsenen WCM-Wissenscommunity im Rahmen des Swiss WCM Summit und der jährlichen WCM-Studie sowie der wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit der Universität St. Gallen.

Über Hannes Polit

Hannes Polit

Hannes Polit ist Leiter Working Capital Management bei PostFinance. Er greift auf einen Erfahrungsschatz von über 15 Jahren in der Managementberatung im Finanzbereich zurück – unter anderem bei PwC und IBM. Seine Spezialgebiete sind Finanzierung, internationale Rechnungslegung sowie Mergers & Acquisitions.

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