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Erstellt am 27.02.2019

Wie dieses IT-Kleinunternehmen an Fachkräfte kommt

In der IT-Branche an Fachkräfte zu kommen, ist eine Herausforderung. Was sich das Kleinunternehmen acc solutions AG alles einfallen lässt, um an gute Mitarbeitende zu kommen und um sie zu halten, erzählt Roger Müller, CEO von acc solutions.

Roger Müller, CEO des IT-Kleinunternehmens acc solutions, leitet ein Teammeeting mit vor Ort anwesenden und virtuellen Teilnehmern.

Herr Müller, wie schwierig ist es in Ihrer Branche, an Fachkräfte zu kommen?

Sehr schwierig. Der Kampf um Fachkräfte ist gross. Besonders in der Softwareentwicklung. Erschwerend kommt hinzu, dass die Bewerber alle dasselbe Profil haben, aber nicht alle gleich gut ausgebildet sind.

Was unternehmen Sie, um geeignete Mitarbeitende zu finden?

Wir gehen verschiedene Wege. Wenn immer möglich nutzen wir das Netzwerk unserer Mitarbeitenden. Ausserdem schreiben wir auf unserer Website Praktikumsstellen für Diplom- oder Masterarbeiten aus. Studenten können so in einem Teilzeitpensum einen spannenden Case für und mit unseren Kunden umsetzen. Die enge Zusammenarbeit mit Fachhochschulen und Universitäten bewährt sich gut. Als Gastdozent habe ich zudem die Möglichkeit, den Studenten unsere Arbeit näherzubringen. Wir setzen aber nicht nur auf die Jugend. Der Finanzchef eines Grossunternehmens musste frühzeitig in den Ruhestand gehen. Unser Glück, dass wir ihn zu uns holen konnten. Denn wir schätzen das Know-how dieser ausgewiesenen Fachkraft.

Wie überzeugen Sie potenzielle Mitarbeitende von Ihrem Unternehmen?

Wir haben eine flache Hierarchie und einen guten Teamspirit. Alles ist sehr direkt, und Entscheide können in einem Gespräch gefällt werden. Da wir unabhängig sind, entscheiden wir alleine, wohin die Reise geht. Das macht es spannend und dynamisch. Wer gerne etwas bewegt, profitiert von der Flexibilität und den Freiheiten eines Kleinunternehmens.

Und was erwarten Sie von den Mitarbeitenden? Worauf achten Sie bei der Auswahl?

Zum einen, dass sie unsere Werte teilen und menschlich in unser Team passen. Zum anderen exaktes Arbeiten und kundenorientiertes Denken, denn wir arbeiten eng mit unseren Kunden zusammen und unterstützen sie bei allen Geschäftsprozessen. Ihre Zufriedenheit ist unser oberstes Ziel.

Wie bereiten Sie sich auf Einstellungsgespräche vor?

Wir haben für jeden Schritt im Rekrutierungsprozess (erstes Gespräch, zweites Gespräch usw.) ganz klare Abläufe und vordefinierte Fragebogen/Checklisten. Nur mit strukturierten Gesprächen können wir sicherstellen, dass wir alles Wichtige besprochen haben. Wir sind an einer langfristigen Zusammenarbeit interessiert, daher ist es für uns zentral, dass es für beide Seiten 100% passt.

Worauf achten Sie bei der Personalwahl?

Wir erfahren in den Gesprächen viel über die Person, ihre Einstellung und ihre Fähigkeiten. Zusätzlich geben wir den Bewerbern Aufgaben, damit wir sehen, wie sie an einen Auftrag herangehen und wie sie Probleme lösen. Bei uns lernt zudem jedes Teammitglied den Bewerber kennen, denn in einem kleinen Team muss die Chemie stimmen. Für Kaderstellen beauftragen wir einen externen Personalberater, der ein professionelles Assessment durchführt.

Wie begrüssen Sie neue Mitarbeitende am ersten Arbeitstag?

Mir ist es wichtig, unser neues Teammitglied persönlich willkommen zu heissen. Der neue Mitarbeitende soll sich gleich wohl im Team fühlen, daher gehen wir am ersten Arbeitstag immer alle gemeinsam essen. Und wir überraschen neue Mitarbeitende zur Begrüssung mit einem kleinen Präsent.

Worauf legen Sie in der Einführungsphase wert?

Dass unsere Kultur und unsere Prozesse verstanden und gelebt werden. Nur so kann es in einem Kleinunternehmen funktionieren. Ich vergleiche uns und unsere Arbeit gerne mit der Fliegerei. Wie ein Pilot, der vor dem Start alles durchchecken muss, kontrollieren auch wir mit Checklisten, ob jeder Arbeitsschritt erledigt wurde. Neue Mitarbeitende fliegen daher erst mal im Co-Piloten-Modus mit. Sobald sie soweit sind, können sie selbst fliegen.

Und wie binden Sie Ihre Mitarbeitenden an Ihr Unternehmen?

Einerseits mithilfe des Personal Development Planning (PDP). Im Rahmen dieser persönlichen Entwicklungsplanung besprechen wir mit jedem Mitarbeitenden, was ihn interessiert, worin er sich weiterbilden will usw. Wir vereinbaren gemeinsam Ziele und überprüfen dann auch, ob sie erreicht wurden. Aus- und Weiterbildung wird bei uns grossgeschrieben. Andererseits haben wir eine einzigartige Kultur. Wir sind ein kleines Team, das Grosses schafft. Darauf kann man stolz sein. Und wir zeigen unseren Mitarbeitenden beispielsweise mit Teamevents, dass wir ihre Leistung schätzen. Das 10-jährige Jubiläum im vergangenen Jahr feierten wir mit einem dreitägigen Besuch in Belgrad. Solche Erlebnisse schweissen zusammen.

Über Roger Müller

Die Der Link öffnet sich in einem neuen Fenster acc solutions AG in Bolligen bei Bern wurde 2008 von Roger Müller gegründet. Das zwölfköpfige Team optimiert die gesamten Unternehmensprozesse seiner Kunden. Der IT-Partner analysiert Geschäftsmodelle, holt Bedürfnisse ab und zeigt individuelle Lösungen auf. Dank der eigenen webbasierten, modularen Software «Service Champion» können alle Prozesse in der Wertschöpfungskette optimal gestaltet werden.

Roger Müller, Geschäftsführer der acc solutions ag
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