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Erstellt am 12.11.2018

Drei Erkenntnisse aus der Working-Capital-Management-Beratung

Die WCM-Experten von PostFinance unterstützen Unternehmen bei der Analyse und der Umsetzung von Massnahmen im Working Capital Management. Die folgenden drei Erkenntnisse konnten aus der langjährigen Beratungstätigkeit gewonnen werden.

Die Liquidität ist Basis vieler Kern-Kennzahlen für Unternehmen. Deshalb gehört das Working Capital Management (WCM) zu einer Kernfunktion Ihres Unternehmens – egal, ob KMU oder Grosskonzern. Die folgenden drei Erkenntnisse aus der Beratung zahlreicher Geschäftskunden können Ihnen helfen, Ihr Umlaufvermögen zu optimieren und Ihre Profitabilität zu verbessern. 

Erkenntnis 1: Viel Potenzial für eindrückliche Resultate beim Working Capital

Die Erfahrung aus unserer Beratungstätigkeit zeigt, dass in fast jedem Unternehmen Möglichkeiten zur Optimierung des Working Capitals vorhanden sind. So können zum Beispiel offene Forderungen und Verbindlichkeiten oder bei Handels- und Produktionsunternehmen zusätzlich das Bestandsmanagement verbessert werden. Mit einer klaren Analyse und zielgerichteten Massnahmen wie beispielsweise Factoring lassen sich eindrückliche Ergebnisse erzielen. Dies verdeutlichen unter anderem die folgenden beiden Cases aus der WCM-Beratung von PostFinance, in denen Factoring angewendet wurde:

Case 1: Bei einem produzierenden Unternehmen mit einem Verkaufsvolumen von CHF 150 Mio. pro Jahr konnten mit Factoring das gebundene Kapital um CHF 25 Mio. gesenkt und die Finanzierungskosten von 6% (WACC, gewichteter Kostensatz für das Eigen- und Fremdkapital) auf 1,2% reduziert werden (siehe Abbildung, Werte exemplarisch).

Zahlenbeispiel Factoring für ein produzierendes Unternehmen

Case 2: Bei einem Grossunternehmen konnten mit Dynamic Discounting das Finanzergebnis um über CHF 2 Mio. verbessert bzw. die Einkaufskosten um über CHF 2 Mio. reduziert werden (siehe Abbildung, Werte exemplarisch).

Zahlenbeispiel Dynamic Discounting für ein Grossunternehmen

Nutzen Sie das Potenzial von WCM für Ihr Unternehmen. Ob mit Factoring oder mit Dynamic Discounting oder andere Lösungen wie Reverse Factoring. Die Massnahmen schlagen sich nieder auf Ihre Liquidität, Kapitalstruktur, Finanzierungskosten und schliesslich auf das Unternehmensergebnis bzw. Ihre Performance.

Erkenntnis 2: Je individueller die Lösung, desto grösser ist der Effekt

Um mit WCM-Massnahmen den grösstmöglichen Effekt zu erzielen und das Working Capital bestmöglich zu optimieren, müssen die Massnahmen individuell auf Ihr Unternehmen zugeschnitten werden. Ein wichtiger Punkt dabei ist zum Beispiel der Bilanzierungsaspekt. Insbesondere bei Bankenlösungen ist sicherzustellen, dass die Effekte aus den Working-Capital-Massnahmen auch tatsächlich realisiert werden können. Dies setzt voraus, dass die Wirtschaftsprüfer die Beträge aus dem Controlling – zum Beispiel bei einer Factoring-Lösung – als Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen akzeptieren und diese nicht als Finanzverbindlichkeit deklarieren. Um dies zu gewährleisten, braucht es auf Seite der WCM-Beratung ein hohes Mass an Erfahrung. Eine individuelle Lösung garantiert zudem, dass sich diese optimal an Ihre bestehenden Tools und Systeme andockt. Nicht zuletzt kann mit einer individuellen Lösung unnötiger Mehraufwand vermieden werden. Dazu braucht es kreative Ansätze, die immer auch das Verhältnis von Nutzen und Aufwand im Fokus haben. So kann es sich zum Beispiel lohnen, WCM-Massnahmen nur für grosse Rechnungsposten umzusetzen und kleine Rechnungsbeträge zu vernachlässigen. 

Erkenntnis 3: Das Working Capital muss sinnvoll bewertet werden

In Rahmen unserer Tätigkeit als WCM-Berater stellen wir fest, dass Unternehmen zur Bewertung des Working Capitals ganz unterschiedliche Methoden verwenden. Während die einen das Working Capital zum Fremdfinanzierungssatz bewerten, dient bei anderen der gewichtete Kapitalkostensatz aus Fremd- und Eigenkapitalkosten (Kennzahl «WACC») oder sogar der Libor als Bewertungsgrundlage. Wieder andere setzen – unabhängig des Zinsniveaus – auf einen konstanten kalkulatorischen Prozentsatz von beispielsweise 10%. Ein gängiger Ansatz zur Bewertung der Kosten des Working Capitals, ist es, den gewichteten Kostensatz aus Eigen- und Fremdkapital (WACC) heranzuziehen und dabei eine Kongruenz zwischen der Fristigkeit von Vorräten, Forderungen und Verbindlichkeiten und der Fristigkeit der Zinsen herzustellen. Die kurzfristig gebundenen Werte werden mit kurzfristigen Zinsen bewertet, die langfristigen Werte mit langfristigen Zinsen. Mit dieser Methode werden Sie rasch feststellen, dass Ihr Working Capital mit relativ hohen Kosten verbunden ist – und dass Lösungen wie Factoring, Reverse Factoring oder Dynamic Discounting interessante Möglichkeiten darstellen, diese Kosten zu reduzieren. Zusätzlich lassen sich durch diese Lösungen effektive Win-win-Situationen entlang Ihrer Wertschöpfungskette (Supply Chain) realisieren, weshalb dabei oft von Supply-Chain-Finance-Lösungen gesprochen wird.

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