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Erstellt am 27.02.2019

PostFinance «startup space» workplace: Daran arbeitet Swiss Terahertz

Ein inspirierender Arbeitsort mit allem Drum und Dran? Um Jungunternehmen zu fördern, vergibt PostFinance zwei Mal pro Jahr kostenlose temporäre Arbeitsplätze im startup space Schlieren. Für das erste Halbjahr 2019 haben vier Startups das Rennen gemacht – unter anderem Mostafa Shalaby von Swiss Terahertz.

Mostafa Shalaby (zweiter von links) und sein Team haben mit dem Unternehmen Swiss Terahertz grosse Pläne. Mit auf dem Bild ist Benno Rechsteiner (ganz links), CEO von Park Innovare, wo das Startup fix stationiert ist.

Mostafa Shalaby (zweiter von links) und sein Team haben mit dem Unternehmen Swiss Terahertz grosse Pläne. Mit auf dem Bild ist Benno Rechsteiner (ganz links), CEO von Park Innovare, wo das Startup fix stationiert ist.

Warum haben Sie sich bei PostFinance für den Arbeitsplatz im startup space beworben?

Der Arbeitsplatz in Schlieren bietet uns die Gelegenheit für Networking und erlaubt uns, in die Startup-Atmosphäre einzutauchen, um vom Know-how anderer zu profitieren. Zudem stehen uns hier moderne Räumlichkeiten zur Verfügung, die ein optimales Arbeiten ermöglichen. Und nicht zuletzt ist für uns auch der Standort ideal: Unsere Produktion befindet sich gleich auf der gegenüberliegenden Strassenseite im Biotechnopark.

Was steckt hinter dem Unternehmen Swiss Terahertz?

Wir sind auf Produkte der Terahertz-Technologie spezialisiert und exportieren nach Asien, Europa und in die USA. Terahertz ist eine Art unsichtbare elektromagnetische Wellen, mit denen sich – ähnlich wie mit Röntgenstrahlen – versteckte Strukturen erkennen lassen. Jedoch hat Terahertz im Gegensatz zu Röntgenstrahlung keine gefährlichen Auswirkungen auf den menschlichen Körper. Dies führt dazu, dass Terahertz-Anwendungen immer verbreiteter werden. Am bekanntesten ist wohl ihr Einsatz in den Sicherheitsscannern, die mittlerweile an den meisten westlichen Flughäfen im Einsatz sind. Aber Terahertz bietet noch viel weiteres Potenzial.

Zum Beispiel?

Grundsätzlich sind die Möglichkeiten für Terahertz-Technologie-Anwendungen unzählig, sei es in der Pharma- oder Lebensmittelindustrie, in der Präzisionsfertigung oder der Automatisierung. Um nur einige zu nennen. Unsere Terahertz-Maschinen werden zum Beispiel zur Dickenmessung in der Qualitätskontrolle eingesetzt. Nehmen wir Autolackierungen oder auch Plastikwasserflaschen: Diese bestehen aus mehreren Schichten, deren Dicke für die Produktionskosten, die Umweltauswirkungen und die Lebensdauer des Produkts sehr kritisch ist. Terahertz kann die einzelnen Schichten messen, ohne sie anzugreifen. Ein anderer Anwendungsbereich ist die Sicherheit. Terahertz-Strahlung kann Kleidung oder Papiere durchdringen und so etwa versteckte Waffen zum Vorschein bringen. Oder es lassen sich gefährliche Materialien wie Sprengstoffe identifizieren.

Ihr Startup Swiss Terahertz produziert unter anderem organische Kristalle zur Erzeugung von Terahertz-Strahlung – sogenannte NOCs

NOCs sind unser Hauptprodukt. Es handelt sich dabei um eine besondere Art von Kristallen, die eine effiziente Erzeugung von Terahertz-Strahlung erlauben und so die Kosten für Anwendungen senken. Die Herstellung von qualitativ hochwertigen NOCs ist eine grosse Herausforderung und erfordert sehr spezialisiertes Know-how. Für einen dieser Kristalle sind wir sogar der einzige Anbieter auf der Welt.

Warum glauben Sie, dass Ihre Firma erfolgreich sein wird?

Erstens, weil wir nicht einfach Produkte verkaufen, sondern den Kunden mit unseren Lösungen echten Mehrwert bieten. Dies kommt uns insbesondere auch im Marketing zugute, da wir über die Kundenzufriedenheit von einer ausgeprägten Mund-zu-Mund-Propaganda profitieren können. Zweitens investieren wir viel in die Forschung und Entwicklung und sind so den Wettbewerbern stets ein Stück voraus. Und drittens verfolgen wir einen besonderen Finanzierungsansatz: Anstatt mit Investoren über neues Kapital zu verhandeln, realisieren wir möglichst schnell Verkäufe. Auf diese Weise konnten wir innerhalb weniger Monate die Gewinnschwelle erreichen und bislang finanziell unabhängig bleiben. Und nicht zuletzt verfügen mein Team und ich über viel Expertise und geniessen grosses Vertrauen in der Branche.

Welche Geschäftsziele haben Sie für die Zeit im startup space festgelegt?

Zum einen möchten wir unser Geschäft in China trotz enormer kultureller und sprachlicher Herausforderungen zum Laufen bringen. Bis jetzt haben wir unsere Produkte in China über Distributoren vertrieben. Nun werden wir mit einer eigenen Tochtergesellschaft selbst aktiv, was eine direkte Interaktion mit den Kunden und eine Menge administrativer Arbeit bedeutet. Zudem haben wir mit der RIGI terahertz camera gerade ein neues Produkt eingeführt, bei dem wir grosse Umsätze erwarten. Unsere Herausforderung ist es, den Markt von den Vorteilen unseres Produkts zu überzeugen.

Wie entwickeln Sie Ihr Unternehmen in der Zukunft?

Wir wollen vermehrt auf Partnerschaften mit internationalen Unternehmen setzen, um in gemeinsamen Projekten von ganz unterschiedlichen Kompetenzen zu profitieren und um die Wettbewerbsvorteile auszubauen sowie die Produktionskosten zu senken. Weiter prüfen wir die Fremdfinanzierung. Wir haben noch nie einen Investor angesprochen. Wenn wir jedoch schneller wachsen wollen, könnte sich dies in Zukunft ändern. Eine solide Verhandlungsbasis haben wir: Wir haben gerade unser erstes Jahr mit einem Gewinn abgeschlossen.

Was schätzen Sie an PostFinance?

Unter anderem dass das Unternehmen verschiedene nützliche Finanzdienstleistungen für Startups bietet.

Über PostFinance «startup space» workplace

Starten auch Sie mit Ihrem Unternehmen durch – im startup space in Schlieren bei Zürich. PostFinance bietet dort aufstrebenden Firmengründern und Jungunternehmen kostenlose Arbeitsplätze sowie vergünstigte Meeting- und Workshop-Räumlichkeiten inmitten moderner Infrastruktur an. Tauschen Sie mit anderen Startups vor Ort Erfahrungen aus und profitieren Sie von der Expertise und den Angeboten des Instituts für Jungunternehmen (IFJ) und von PostFinance. Die Anzahl Arbeitsplätze ist beschränkt. Der nächste Einzugstermin ist im Juli 2019.

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