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Erstellt am 02.04.2020 | Aktualisiert am 15.04.2020

Streaming-Show trotzt Kultur-Lockdown

Das Veranstaltungsverbot hat die Kultur- und Unterhaltungsbranche im Land weitgehend stillgelegt. 20 Minuten bringt mit der Party-Plattform «Bliib dihei» Schweizer Künstler jetzt zurück auf die Bühne. Das Projekt ist ein Musterbeispiel erfolgreicher Open Innovation.

Konzerte, Showcases, Partys – alles bis auf Weiteres abgesagt. Musikschaffende sind von den Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus besonders hart betroffen. Die Newsplattform 20 Minuten zeigt Solidarität mit den Künstlern und bringt das Kulturangebot jetzt zu den Schweizern nach Hause. Musikerinnen und Musiker aus dem ganzen Land senden Live-Gigs aus ihrer Stube und kommunizieren mit «Bliib dihei» – so der Name der Streaming-Party-Reihe – gleichzeitig den Call to Action der Stunde.

«Wie können wir all die kulturellen Veranstaltungen, die analog gerade ausfallen, digital am Leben erhalten», habe man sich gefragt, erklärt Sabrina Erni, Head Promotion & Events bei 20 Minuten, «und unserer Community von täglich über einer Million Lesenden gleichzeitig auf ungezwungene Art und Weise nahelegen, zuhause zu bleiben?»

Live-Spendenaktion für notleidende Menschen

Die Streaming-Party-Reihe erreichte bereits bei ihrer ersten Ausstrahlung am 27. März einen Reach von 200'000 Zuschauern. Für die weiteren Austragungen von «Bliib dihei» im April und Mai haben die Verantwortlichen beim reichweitenstärksten Medientitel der Schweiz das Konzept nochmals angepasst. Neu können User während der Show Gutes tun und per Mausklick, QR-Code-Scan oder SMS Spenden an Caritas Schweiz übermitteln. Das Hilfswerk unterstützt Menschen in der Schweiz, die aufgrund der Corona-Krise in eine akute Notsituation geraten sind.

Orchestriert wird die Live-Spendenaktion von den Machern von RaiseNow. «Der simple Lösungsansatz zur einfachen Implementierung des Spenden-Tools hat uns schlichtweg begeistert», sagt Erni. RaiseNow sorge dafür, dass das Publikum einfach und unkompliziert vom Wohnzimmer aus Spenden übermitteln könne.

Flexible und lösungsorientierte Kollaboration

Das PFLab hat die Kollaboration zwischen 20 Minuten und RaiseNow in die Wege geleitet. Das Innovationslabor von PostFinance bringt unterschiedliche Projekte zusammen, vernetzt Unternehmen und setzt sich dafür ein, dass neue Ideen zum Leben erweckt werden. Innovativ sei «Bliib dihei», weil es «eine Antwort auf ein neues durch die ausserordentliche Lage entstandenes Problem» liefere und den Menschen und dessen Bedürfnisse ins Zentrum rücke, erklärt Alice Dal Fuoco vom PFLab. Die Innovations-Managerin sieht in diesem Fundraising-Format ein Idealbeispiel, wie Open Innovation erfolgreich umgesetzt werden kann. Mit 20 Minuten, RaiseNow und dem PFLab hätten sich drei Partner getroffen, die unkompliziert, flexibel und lösungsorientiert zusammengearbeitet und so das Projekt innert kürzester Zeit realisiert hätten. «Jede und jeder wusste gleich, was zu tun war und hat dann einfach geliefert», schwärmt sie. Würden doch nur alle Projekte im Arbeitsalltag so effizient funktionieren, ist man geneigt zu sagen. Das Beispiel zeige, dass grosse Unternehmen nicht immer nur langsam und schwerfällig handelten, sondern auch schnell und agil reagieren könnten.

PostFinance will die Zusammenarbeit mit Beteiligungen in Zukunft weiter ausbauen. «Uns ist es wichtig, diesen nahen Kontakt zu unseren Investments zu haben», sagt Dal Fuoco. Denn nur so könne man deren Business verstehen, sie genau im richtigen Zeitpunkt mit den richtigen Personen verlinken und neue Ideen gezielt vorantreiben.

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