Payment Ecosystem

Die Zukunft der Zahlungsvorgänge und damit des gesamten Payment-Ökosystems (Payment Ecosystem) ist automatisiert und smart. Eine zentrale Rolle dabei spielen Technologien und Trends wie Blockchain und das Internet of Things (IoT). IoT ermöglicht die Bereitstellung digitaler Informationen, die über Sensoren im realen Leben gesammelt werden, und deren Nutzung für neue Anwendungen und Prozesse. 

Smarte Gegenstände als Grundlage für IoT

Die Grundlage dafür sind Gegenstände, die durch den Einbau von Mikrochips und Sensoren «smart» (intelligent) werden, sodass sie sich ohne menschliches Zutun über das Internet mit anderen Gegenständen und Computern selbst koordinieren können. Intelligente Gegenstände vermitteln selbstständig Daten, tätigen Zahlungen tätigen und rechnen ab. Durch automatisierte Zahlungs- und Verrechnungsmodule, die in Hardware implementiert werden, sowie durch zahlungsberechtigte Gegenstände eröffnen sich neuartige Geschäftsmodelle. Dabei ist eine sichere Übertragung und Speichern der Daten zentral.

Potenzial für neue Geschäftsmodelle

Mit IoT können bestehende Prozesse über die Digitalisierung so ausgerichtet werden, dass eine lernende und sich kontinuierlich verbessernde Organisation entsteht. Über IoT werden Datenplattformen mit Informationen gefüttert. Dadurch können auf der Basis von Data Science laufend neue datengestützte Produkte und Dienstleistungen entwickelt oder sogar neue Geschäftsmodelle geschaffen werden.

IoT: Wachstumsraten von 30 Prozent

Der IoT-Trend ist ungebrochen. Derzeit gibt es weltweit schätzungsweise 50 Milliarden IoT-Geräte. Entsprechend hoch sind auch die Ausgaben und Investitionen für IoT in der Schweiz. Für die kommenden Jahre wird mit einer Wachstumsrate von 30 Prozent gerechnet.

Zahlungen erleichtern: Beispiel Ormera

Im Zahlungsverkehr geht es darum, mit IoT schnelle und sichere Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Ein Beispiel dafür ist ormera: Das gemeinsame Vorhaben von PostFinance und dem Energieunternehmen Energie Wasser Bern (ewb) erleichtert Immobilienbesitzern, die den Strom ihrer Solaranlagen an die Bewohner verrechnen und auch ins Netz einspeisen, die Abrechnung. Intelligent an diesem IoT-Projekt sind die sogenannten Smartmeter, die als Stromzähler eingesetzt werden und alle Daten rund um die Stromproduktion und den Verbrauch messen und an die Blockchain übermitteln, wo sie sicher gespeichert und für die Abrechnung genutzt werden. Auf diese Weise entfällt für die Anbieter die mühsame Verrechnung zwischen dem selbst produzierten, dem verbrauchten und dem aus dem Netz bezogenen Strom.

Glossar

Zu viele Fachbegriffe in einem Abschnitt? In unserem Glossar werden Begriffe aus dem PFLab einfach erklärt.

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