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Erstellt am 20.01.2021

Wohneigentum im Alter: Was bei der Amortisation zu beachten ist

Um auch nach der Pensionierung finanziell sorgenfrei in den eigenen vier Wänden wohnen zu können, braucht es eine gute Vorbereitung. Insbesondere bei der Amortisation gibt es wichtige Punkte zu beachten

Das Ehepaar Meier lebt mit seinem Hund Beno seit zehn Jahren in einem Einfamilienhäuschen am Stadtrand, in dem es so lange wie möglich wohnen bleiben will. Meiers haben eine erste und eine zweite Hypothek. Immer wieder hören sie von Fällen, in denen ältere Menschen ihre eigenen vier Wände aus finanziellen Gründen aufgeben müssen. Sie wollen dies vermeiden. Das sind die wichtigsten Fragen, die sich das Ehepaar und andere Wohneigentümer in einer ähnlichen Situation stellen sollten:

Welche finanziellen Auswirkungen hat die Pensionierung auf das Einkommen?

Nach der Pensionierung wird das Einkommen der Meiers aus den Renten der AHV und der Pensionskasse sowie ihrem Ersparten aus der 3. Säule bestehen. Wie viele andere auch werden sie im Vergleich zum Erwerbseinkommen eine Lücke zum aktuellen Einkommen haben. Doch das macht Meiers eigentlich keine Sorgen: Sie kommen auch gut mit etwas weniger Geld zurecht – und sie wohnen ja günstig.

Was ist mit der Tragbarkeit des Wohneigentums?

Meiers wissen aber auch, dass die Bank die Tragbarkeitsrechnung neu anschauen wird. Gemäss dieser Rechnung dürfen die Kosten für das Haus, zu denen neben den Unterhalts- und Nebenkosten auch die Hypothek und die Amortisation gehören, nicht mehr als ein Drittel des Einkommens ausmachen. Dabei berechnen die Banken die Hypothekarzinsen üblicherweise mit kalkulatorischen 5% und die Unterhaltskosten mit rund 1% des Verkehrswerts der Liegenschaft. Und dies kann zu einer Herausforderung werden: Sinkt nämlich das Einkommen der Meiers so, dass die Kosten für das Haus mehr als ein Drittel des Einkommens ausmachen, kann es sein, dass die Bank das Tragbarkeitsrisiko als zu hoch einstuft. Das kann dazu führen, dass die Bank eine zusätzliche Reduzierung der Hypothek verlangt oder im schlimmsten Fall kein neues Angebot für eine Verlängerung der Hypothek abgibt. Für diesen Fall wollen Meiers gerüstet sein: Sie sparen zusätzlich Kapital an, um einen Teil des Kredits zurückzahlen zu können.

Welche Hypotheken müssen oder sollen bis wann amortisieret werden?

Wie erwähnt haben die Meiers eine zweite Hypothek, die innert 15 Jahren bzw. bis spätestens zum Erreichen des 65. Lebensjahrs amortisiert werden muss. Bei der Amortisation dieser zweiten Hypothek sind die Meiers auf Kurs. Und es bliebt sogar noch Geld übrig, um die Hypothek zusätzlich amortisieren zu können. Doch ist das eine gute Idee? Auf der einen Seite könnten die Meiers Wohnkosten sparen (wobei dies bei den aktuellen Zinsen kaum ins Gewicht fällt) und ihre Schulden reduzieren, auf der anderen Seite aber stecken sie Geld in die Liegenschaft, das sie im Alter vielleicht anderweitig gut gebrauchen können.

Wie gelangt man zu einer guten Entscheidung

Das Ehepaar merkt, dass es ohne Hilfe nicht weiterkommt und tut das einzig Richtige: Es wendet sich an seinen Bankberater. Dieser prüft mit Meiers die Hypothekaramortisation aufgrund ihrer individuellen finanziellen Situation und den persönlichen Zukunftsplänen. Und so finden sie schliesslich die für sie optimale Lösung, die ihnen im Alter genügend finanziellen Freiraum lässt und die Sicherheit, dass sie ihr Wohneigentum auch nach der Pensionierung sorgenfrei geniessen können. Da das Ehepaar frühestens in zwölf Jahren pensioniert wird, hat der Bankberater empfohlen, den vollen jährlich möglichen Betrag in das Vorsorgekonto einzuzahlen und dies mit einem Fondssparplan mit grosszügigem Aktienanteil zu verbinden. Der Berater wird die Kunden dann frühzeitig kontaktieren, damit vor der Pensionierung der Aktenanteil laufend reduziert wird.

Gut zu wissen

  • Je höher die Hypothekarzinsen sind, desto mehr lohnt sich die Amortisation der ersten Hypothek
  • Die individuelle finanzielle Situation ist ausschlaggebend für den Entscheid, ob die erste Hypothek getilgt werden soll
  • Bei der freiwilligen Amortisation von Hypotheken ist zu beachten, dass in der Folge weniger Schuldzinsen vom Einkommen abgezogen werden können
  • Bei langfristigem Anlagehorizont sind Anlagefonds eine interessante Alternative

Sie haben Fragen zur Amortisation Ihrer Hypothek und der Tragbarkeit im Alter? Gerne beraten wir Sie persönlich.

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