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Erstellt am 06.05.2019

Mehr Disziplin im Umgang mit Finanzen

Ein Budget erstellen, ein Sparziel setzen, sich Disziplin zu Herzen nehmen – alles kein Problem. Und dann entdeckt man das Gadget, das man unbedingt möchte, eine tolle Tasche oder kauft die Tickets fürs Konzert doch. Schwupps sind alle guten Vorsätze dahin. In den meisten Fällen ist mangelnde Selbstdisziplin das grösste Hindernis auf dem Weg zu einem bewussten und vernünftigen Umgang mit den eigenen Finanzen. Woran liegt das? Und kann man Selbstdisziplin lernen?

Die Hauptursache für ein unbedarftes Verhältnis zu Geld ist, dass viele Menschen nie gelernt haben, wie Geld funktioniert. «Über Geld spricht man nicht», ist ein oft beherzigter Ratschlag, der meistens mehr schadet als nützt. Besonders in der Schweiz ist Geld ein eher persönliches und privates Thema. Was grundsätzlich eigentlich keine schlechte Eigenschaft ist, führt aber auch dazu, dass Geld allgemein kein besonders populäres Gesprächsthema ist. In der Schule steht der Umgang mit Finanzen zwar auf dem Lehrplan, allerdings liegt aber die Hauptverantwortung immer noch bei den Eltern. Das heisst in der Konsequenz: Den richtigen Umgang mit Geld müssen wir uns schlussendlich oft selbst aneignen. Gar nicht so einfach – schliesslich ist das Leben voller Verlockungen. 

Emotionen und beeinflussen den Umgang mit Geld

Der Mensch hat die Tendenz, komplexe Themen zu vermeiden, wenn er sie nicht versteht. Aus diesem Grund setzen sich die wenigsten Erwachsenen freiwillig mit Geld auseinander und kümmern sich nur widerwillig um ihre Finanzen. Und dann gibt es da noch die Emotionen. Unsere persönliche Einstellung zu Geld beeinflusst in hohem Mass, wie wir damit umgehen. Diese Einstellung wird schon im Kindesalter von den Eltern und Grosseltern geprägt. Deswegen kann es aufschlussreich sein, zu untersuchen, wie das Thema in der eigenen Familie behandelt wurde. Oft finden sich hier Erklärungen für unseren mehr oder weniger vernünftigen Umgang mit Finanzen. Wer die Ursache für seine Probleme kennt, kann gezielt nach Lösungen suchen. 

So lernen Sie den disziplinierten Umgang mit Geld

Holen Sie auf

Ein Ansatz kann beispielsweise sein, das versäumte Wissen nachzuholen. Das kann ein guter Startschuss sein, um Ordnung in die eigenen Finanzen zu bringen und einen vernünftigen Umgang mit Geld zu kultivieren. Das muss nicht einmal unbedingt ein Kurs in einer Schule sein – auch online finden Sie viele Informationen und Lerninhalte zum Umgang mit Geld. Viele Informationen finden Sie in weiteren Artikeln auf dieser Plattform. Aber auch andere Websites können Ihnen weiterhelfen: Für Jugendliche hält Pro Juventute viele Der Link öffnet sich in einem neuen Fenster Infos bereit. Auch die Website der Der Link öffnet sich in einem neuen Fenster Budgetberatung Schweiz ist eine gute erste Anlaufstelle für alle, die budgetieren lernen möchten.

Analysieren Sie Ihr Verhalten

Hilfreich ist es auch, das eigene Kaufverhalten zu analysieren. Fragen Sie sich bei jedem Kauf, weshalb Sie jetzt Geld ausgeben. Kaufen Sie den Kaffee am Morgen aus Gewohnheit? Vielleicht, um den Weg ins Büro zu verlängern? Oder weil Sie wirklich Kaffee wollen? Weil der Duft von frischem Kaffee positive Gefühle bei Ihnen auslöst? Weil Sie sich belohnen möchten? Häufig kann Kaufen eine Vermeidungsstrategie sein. Statt bei der Arbeit den lästigen Report zu schreiben oder zuhause die Rechnungen zu bezahlen, stöbern wir lieber ein bisschen im Onlineshop. Wer sich dieses Verhalten bewusst macht, kann sich wieder auf die eigentliche Aufgabe konzentrieren, anstatt die Zeit mit Shoppen zu vertrödeln.

Führen Sie Buch

Notieren Sie alle Einkäufe und werten Sie Ihre Ausgaben am Ende des Tages aus. So sehen Sie schwarz auf weiss, wie viel Geld Sie wofür im Laufe eines Tages ausgeben – auch wenn Sie es gar nicht vorhatten. Sie werden überrascht sein. Langfristig hilft diese Praxis dabei, überlegter einzukaufen. Mittlerweile gibt es auch eine Vielzahl an Apps, mit denen Sie Ihre Ausgaben checken können. Erfahren Sie mehr im Artikel «Mit diesen fünf Apps haben Sie Ihre Finanzen im Griff».

Richten Sie Daueraufträge ein

Richten Sie Daueraufträge für regelmässige Zahlungen wie Miete, Telefonrechnung und Krankenkasse ein oder geben Sie die Bezahlung per Direct Debit frei. So kommen Sie gar nicht erst in Versuchung, dieses Geld auch auszugeben. Idealerweise wandert jeden Monat auch gleich ein fester Betrag von Ihrem Privat- auf Ihr Sparkonto und Ihr Säule-3a-Konto.

Planen Sie Ihre Zahlungen

Für alle Rechnungen, die Sie manuell begleichen müssen, setzen Sie sich einen festen Termin, an dem Sie diese bezahlen. PostFinance bietet zum Beispiel E-Rechnungen an, damit Sie die Rechnungen direkt in Ihrem E-Finance begleichen können und keine Briefe mehr sammeln müssen. Meist ist der Aufwand, alle Rechnungen auf einmal zu bezahlen, nicht so gross – wenn Sie sich zudem dabei oder danach mit etwas Kleinem belohnen, entwickelt sich das gefürchtete Bezahlen von Rechnungen vielleicht sogar mit der Zeit zu einer neuen Routine. Aber: Das heisst nicht, dass Sie danach gleich shoppen gehen sollen. Eine kleine Belohnung kann auch einfach ein Keks, die neue Folge der Lieblingsserie oder eine Runde gamen sein. 

Zahlen Sie mit dem Handy

Mit mobilen Zahlungen haben Sie stets die Möglichkeit, auf der App Ihren Saldo einzusehen und so im Griff zu haben. Des Weiteren können Sie sich in Ihrem Onlinebanking Budgets setzen und jeweils nur so viel Geld auf dem Zahlungskonto haben, wie Sie auch ausgeben dürfen.

Sehen Sie, was Sie schon haben

Verschaffen Sie sich einen Überblick darüber, was Sie schon besitzen. Machen Sie eine Liste der Kleidungsstücke, die in einen Schrank gehören. Zum Beispiel: Pullover, T-Shirt, Sneaker, Sandalen, Schal, Bikini, Mantel usw. Dann räumen Sie Ihren Schrank komplett aus und zählen Sie, wie viele Teile sie pro Punkt auf der Liste besitzen. Es wird Ihnen plötzlich ziemlich verrückt vorkommen, sieben gestreifte Shirts zu haben. Wenn Ihnen bewusst ist, was Sie schon haben, erscheint der Kauf des fünften blauen Hemdes plötzlich völlig unsinnig.

Vermeiden Sie Verlockungen

Versuchen Sie, einfach Situationen und Tätigkeiten, bei denen Sie ohne bestimmten Grund Geld ausgeben können, aus dem Weg zu gehen. Spazieren Sie durch den Wald, nicht durch die Geschäfte. Lesen Sie ein Buch, statt in Onlineshops zu stöbern. Laden Sie Freunde zum Kochabend ein, statt durch Bars und Restaurants zu ziehen.

Setzen Sie sich Ziele

Auch konkrete Ziele helfen dabei, sich den Umgang mit Geld bewusst zu machen. Am Anfang sind vor allem emotionale Ziele hilfreich, also das Sparen auf Dinge, die wir wirklich wollen und die einen zeitlichen Rahmen haben: zum Beispiel eine Reise, einen Zoobesuch mit der ganzen Familie oder ein Spa-Wochenende mit Partner. Monatlich auch nur einen kleinen Betrag für ein solches Ziel auf die Seite zu legen, ist schon ein kleiner Erfolg. Wichtig ist: Setzen Sie sich realistische Ziele, die Sie auch erreichen können und machen Sie sich einen Plan, wie viel Sie regelmässig sparen können oder möchten, um diese zu erreichen. In vier Monaten das Geld für ein neues Auto zusammenzubekommen, werden Sie wohl kaum schaffen, wenn Sie vorher noch nie gespart haben. Das Ziel hingegen, in vier Monaten genug Geld für einen Ausflug mit Kind und Kegel in den Freizeitpark zusammenzubekommen, können Sie erreichen. 

Ohne Willen geht es nicht

Den richtigen Umgang mit Geld im Erwachsenenalter noch zu lernen, bedingt ganz schön viel Willenskraft. Gehen Sie in kleinen Schritten vor, setzen Sie sich kleine Ziele und freuen Sie sich auch über kleine Erfolge. Bis sich neue Gewohnheiten in Ihrem Alltag etabliert haben, dauert es in der Regel eine Weile. Die gute Nachricht ist: Den Umgang mit Geld können Sie trainieren, indem Sie sich immer wieder bewusst machen, weshalb und wofür Sie eigentlich wie viel Geld ausgeben. Sie müssen nur damit anfangen.

Mobile Banking hilft im Umgang mit Geld

Wer Mobile Banking zu nutzen weiss, kann die Bewegungen auf seinem Konto jederzeit checken und unkompliziert und schnell Rechnungen bezahlen oder sich gar über Push-Nachrichten zu Kontobewegungen informieren lassen. Auch hier gilt: Je besser Sie über Ihre eigenen Finanzen informiert sind, desto besser können Sie in der Regel auch damit umgehen. Kundinnen und Kunden von PostFinance können den Umgang mit Mobile Banking in kostenlosen Kursen in den PostFinance-Filialen erlernen: Sie lernen im ersten Teil die PostFinance App direkt praktisch kennen, indem sie ihren Kontostand prüfen und Kontobewegungen abfragen. Im zweiten Kurs «Anwenden» lernen sie, ihre Konten zu verwalten, (E-)Rechnungen zu bezahlen und Daueraufträge einzurichten. Im Kurs «Vertiefen» erhalten sie einen Überblick zu kostenlosen Zusatzfunktionen wie Push-Nachrichten und lernen mobile Zahlungslösungen wie die PostFinance TWINT App kennen. Mehr Informationen finden Sie unter «Go Digital – kostenlose Kurse fürs digitale Banking».

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