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Erstellt am 16.11.2020

Diese fünf Punkte unterscheiden die PostFinance von Revolut, N26 und anderen Online-Banken

Revolut, N26 oder Neon haben sich in den letzten Jahren als Online-Banken einen Namen gemacht. Alleine der Begriff «Online-Banken» macht deutlich, dass sich diese Finanzdienstleister von traditionellen Banken wie PostFinance unterscheiden. Doch wissen Sie auch wie? Wir wagen einen Vergleich.

Online-Banken, oft auch Internet-Banken oder Smartphone-Banken genannt, wie Revolut und N26 sind seit einiger Zeit in aller Munde. Doch was steckt hinter diesen Banken, die ihre Dienstleistungen primär über das Internet erbringen? Und wie unterscheiden sich die Online-Banken von klassischen Banken wie zum Beispiel von PostFinance?

Hinter Online-Banken wie Revolut oder N26 stehen Unternehmen – oder genauer: sogenannte Fintech-Startups – die eine Reihe digitaler Bankdienstleistungen anbieten. Das Banking zum Konto ist dabei ausschliesslich per digitaler App oder über die Website zu bedienen und richtet sich somit tendenziell an junge und technisch versierte Nutzerinnen und Nutzer. Damit einher gehen auch Unterschiede in den angebotenen Dienstleistungen, sei es bezüglich der Konten, dem Abheben von Geld oder den Gebühren. Das sind die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale zwischen Online-Banken und traditionellen Schweizer Banken:

Austausch via Chat-Funktion in der App

Im Gegensatz zur traditionellen Bank, basieren die Online-Banken auf einer Smartphone- oder Web-App.

Solche Finanzinstitute, die im Gegensatz zu klassischen Filialbanken kein eigenes Netz an Filialen betreiben, werden auch Direktbanken genannt. Alle Bankgeschäfte und Anträge für ihr Konto erledigen Nutzerinnen und Nutzer eigenständig per Online-Banking. Das Konto eröffnen sie mit der Online-Kontoeröffnung in der App oder an ihrem Desktop und der Austausch mit dem Kundenservice findet via Chat-Funktion in der App des Anbieters statt. Der Vorteil? Die digitalen Dienstleistungen kennen keine Schliesszeiten und stehen Ihnen somit auch an Wochenenden rund um die Uhr zur Verfügung. In der Regel haben auch traditionelle Banken ein Online-Angebot. Bei PostFinance ist es beispielsweise das Online-Banking E-Finance. Für die reinen Online-Banken fallen aber die Kosten zur Betreibung von Filialen weg, wodurch sie ein grundsätzlich günstiges Basis-Angebot bieten können. Die Nachteile sind, dass keine Möglichkeit für die Kundin oder den Kunden besteht, ein persönliches Beratungsgespräch einzufordern.

Wer die persönliche Beratung braucht und schätzt, wird hier möglicherweise enttäuscht. Wer nicht viel Wert auf einen solchen Service legt und lieber alles digital erledigt, findet sich bei einer reinen Online-Bank meist gut zurecht.

Klares Angebot: Es gibt Basis und Premium

Das Basis-Angebot der Banken umfasst meistens eine grundsätzlich kostenlose Führung eines Girokontos mit Karte. Bei PostFinance ist dies das Privatkonto. Zu meistens günstigen Konditionen kann eine Kreditkarte von Visa oder Mastercard dazubestellt werden. Um unlimitierte Bargeldbezüge und Transaktionen kostenlos vorzunehmen, wird bei der Online-Bank ein Premium-Konto benötigt.

Bei manchen Online-Banken ist das Angebot noch nicht sehr ausgereift. So fehlen teilweise die – gerade für die junge Menschen – wichtigen Funktionen Apple Pay oder Google Pay. Was man sich zudem als Schweizer Nutzerin oder Nutzer bewusst sein sollte: Bei N26 handelt es sich um einen deutschen Anbieter, Revolut ist eine britische Firma. Somit sind viele der Online-Banken weniger gut in den Schweizer Zahlungsverkehr integriert als die Banken hierzulande. Man erhält zum Beispiel bei seinem Girokonto keine Schweizer Kontonummer, womit sich einige der Online-Banken nicht als Lohnkonto eignen.

Keine Bankomaten, dafür Bargeldbezüge europaweit umsonst

Sowie es keine Filialen für persönliche Gespräche mit Bankangestellten gibt, besteht in der Regel auch keine Möglichkeit, an einem unternehmenseigenen Bankomaten Bargeld abzuheben oder zu beziehen. Wo und wie heben Sie als Kundin oder Kunde dann Geld von Ihrem Konto ab? Die Dienstleister lösen dies folgendermassen: sie bieten einige – bei der N26 sind es fünf – kostenlose Geldbezüge an diversen Bankomaten an. Für jeden weiteren Geldbezug fallen Gebühren an. Einzahlungen auf Ihr Konto können in der Regel nur online vorgenommen werden, per Banküberweisung. Bei der Überweisung mit Kreditkarte fallen Gebühren an und für die meisten anderen Zahlungen, die nicht Online-Zahlungen sind, in der Regel ebenfalls.

Sicherheit: Überwachung per automatisierten Sicherheits-Tools

Wie bereits erwähnt, sind die Online-Banken sehr darauf bedacht, Kosten einzusparen, um ihr Basis-Angebot günstig anbieten zu können. Dies geschieht unter anderem indem sie wo möglich Personalkosten einsparen. Die Kostenersparnisse beim Personal widerspiegeln sich oft auch bei der Anzahl Angestellten im Bereich Sicherheit und Überwachung. Diese werden durch automatisierte Sicherheits-Tools ersetzt. Ob das dem Standard der Schweizerischen Banken, die häufig grosse Compliance-Teams aufweisen, nahekommt, wird die Zeit zeigen.

Ferner wird bei Online-Banken von Problemen mit Phishing-Attacken berichtet, bei denen Kundinnen und Kunden teilweise um viel Geld betrogen wurden. Mittels Phishing versuchen Betrüger, an vertrauliche Daten wie beispielsweise Zugangsdaten für E-Banking oder Kreditkarteninformationen von Internetnutzern zu gelangen und diese zu missbrauchen. Phishing-Attacken sind jedoch ein weit verbreitetes Problem, das nicht nur bei den Online-Banken vorkommt. Wie Sie Ihre Sicherheit im Internet erhöhen können, lesen Sie in unserem Artikel «11 Tipps für Ihre Sicherheit im Internet».

Nicht zuletzt, kann die Nutzerin oder der Nutzer die Einlagensicherung der Schweiz – also die CHF 100’000.–, die jeder Kundin oder jedem Kunden im Falle des Bank-Konkurses zustehen – nicht in Anspruch nehmen, falls es sich bei der Online-Bank um eine ausländische Bank handelt. Somit geht man ein gewisses Einlagerisiko ein, wenn man bei einer ausländischen Bank sein Geld liegen hat. 

Günstiges Basis-Angebot mit kostenpflichtigem Zusatz

Da die Online-Banken mit ihrem vereinfachten Modell, bei dem weniger Personal, keine Filialen oder Bankomaten vorgesehen sind, Geld einsparen, versprechen sie vorteilhafte Konditionen. So sind Geldbezüge im Ausland teilweise kostenlos und Transaktionen ins Ausland oft gebührenfrei. Doch Vorsicht: Es lauern versteckte Kosten und die Online-Banken versuchen einem stets die verschiedenen Zusatzdienstleistungen, die nur für Kundinnen und Kunden mit kostenpflichtigem Premium-Monatsabo verfügbar sind, schmackhaft zu machen.

Allenfalls als Zweit-Kreditkarte nützlich

Sie schätzen die Möglichkeit, Ihre Bank auch physisch in einer Filiale erleben zu können? Sie wünschen sich punktuell persönlichen Kontakt zu Kundenberatern? Vielen Menschen ist es wichtig, ab und zu einfach ein persönliches Gespräch führen zu können – gerade, wenn es um ihr hart erarbeitetes Geld geht. Manche haben zudem beratungsintensivere Bedürfnisse, die die Unterstützung eines Fachspezialisten benötigen. Somit sind diese Kunden bei einer traditionellen Bank besser bedient.

Bei den Online-Banken bezahlen die Nutzerinnen und Nutzer die tiefen Kosten allenfalls mit tieferen Sicherheitsstandards und einem eingeschränktem Kundenservice. Ist man vorsichtig und weiss sich im Internet zu schützen, kann ein weiteres Konto bei einer Online-Bank als Zusatz-Kreditkarte für die Ferien oder für das Online-Shopping in Fremdwährungen aber durchaus in Frage kommen.

Alle, die auf Nummer sicher gehen wollen, sind bei einer traditionellen Bank wie PostFinance besser aufgehoben. 

Wussten Sie, dass auch PostFinance Konten anbietet mit kostenlosen Auslands-Bargeldbezügen sowie Konten in Euro und anderen Fremdwährungen?

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