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Erstellt am 11.07.2019

So funktioniert der Einlegerschutz bei PostFinance

Im Konkursfall einer Bank kommt in der Schweiz der Einleger- bzw. Einlageschutz (im Volksmund oft auch «Bankgarantie» genannt) zum Zug. Doch wie funktioniert der Einlegerschutz und was müssen Kunden dabei beachten? Das zeigen wir in diesem Beitrag.

Wie sicher ist mein Geld im Konkursfall einer Bank?

Diese Frage stellen sich nicht nur Bankkunden. Auch in den Medien wird seit der «Too-Big-to-Fail-Krise» vor über zehn Jahren der Schutz der Kunden für den Fall eines Konkurses der Bank heiss diskutiert. Mit den neuen Smartphone-Banken ist das Thema noch relevanter geworden, denn das Bankensystem wird mit der Digitalisierung und Globalisierung immer komplexer.

Was versteht man unter Einlegerschutz?

Gerät eine Bank finanziell ins Taumeln, greift in der Schweiz der Einlegerschutz, auch Einlagensicherung oder Einlageschutz genannt. Oft wird im Volksmund auch von einer «Bankgarantie» gesprochen, gemeint ist aber auch dabei der Einlegerschutz. Doch was genau steckt hinter Einlegerschutz, Einlagensicherung oder der Bankgarantie? Der Einlegerschutz soll sicherstellen, dass im Konkursfall des Finanzinstituts die Einlagen eines Kunden bis zu CHF 100’000.– abgesichert sind. Die Einlagensicherung verspricht ausserdem, dass Einlagen bis in Höhe der besagten CHF 100’000.– noch vor dem Konkursverfahren dem Kunden auf ein angegebenes Konto ausbezahlt werden. Es gilt allerdings zu beachten, dass bei 3 Millionen Kunden, die PostFinance zur Zeit zählt, 6 Mrd. Franken nie reichen, um dies bei allen abdecken zu können.

Diese Garantie gilt jedoch hierzulande nur für Schweizer Banken und Effekthändler, die der Finanzmarktaufsicht Der Link öffnet sich in einem neuen Fenster FINMA unterstellt sind. Auch PostFinance gehört neben weiteren grossen Schweizer Banken wie der UBS, Credit Suisse und den Kantonalbanken selbstverständlich dazu. Sollten Sie Ihr Geld auch noch auf anderen Banken oder auf einem Konto einer Smartphone-Bank deponiert haben, sollten Sie Ihre Absicherung für den Fall eines Konkurses des Finanzinstituts prüfen: Gibt es beispielsweise für eine ausländische Bank auch eine Staatsgarantie? Gelten dort dieselben Regeln wie bei der Einlagensicherung in der Schweiz? Solche Abklärungen können für den Ernstfall Gold wert sein.

Wie funktioniert der Einlegerschutz genau?

Ins Leben gerufen wurde der Einlegerschutz einst, um im Fall eines Konkurses der Bank die Einleger zu schützen, damit sie möglichst keinen oder wenigstens nur einen begrenzten Schaden erleiden. Gesichert sind mit dem Einlegerschutz privilegierte Einlagen, also alle Einlagen, die auf den Namen des Bankkunden lauten. Nicht-privilegiert sind Einlagen, die nicht auf den Namen des Bankkunden lauten, sowie Wertschriftendepots.

Diese gesicherten Einlagen bis CHF 100’000.– werden im Konkursverfahren – wie der Name verspricht – privilegiert behandelt. Das bedeutet, dass sie der zweiten Konkursklasse angehören und vom noch bestehenden Vermögen gleich an zweiter Stelle abgezogen werden.

Die Einlagensicherung sieht vor, dass die Auszahlung innert 20 Tagen nach der Konkurseröffnung erfolgt. Alle Banken und Effektenhändler in der Schweiz sind von Gesetzes wegen der Einlagenversicherung (esisuisse) angeschlossen. Diese gewährleistet, dass jederzeit 6 Mrd. Franken als Sofortauszahlung zur Verfügung stehen.

Wie sieht der Einlegerschutz bei PostFinance aus?

Alle bisher genannten Punkte gelten auch für PostFinance, die ebenfalls Mitglied des Vereins Der Link öffnet sich in einem neuen Fenster esisuisse ist. Wird eine Bank oder ein Effektenhändler in der Schweiz zahlungsunfähig, stellen die anderen Mitglieder von esisuisse umgehend die benötigten Gelder bereit. So besteht eine solidarische Haftung unter den Mitgliedern, welche die Einlagensicherung garantiert.

Mehr Informationen zur Einlagensicherung bei PostFinance finden Sie auf der Seite «Corporate Governance: transparente Unternehmensführung».

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