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Coronavirus führt zu weiteren Marktturbulenzen

Wie von uns befürchtet, haben die Unsicherheiten an den Finanzmärkten in den letzten Tagen nochmals stark zugenommen. Zur Verunsicherung beigetragen haben einerseits die weitreichenden Massnahmen, die weltweit zur Verhinderung einer weiteren starken Ausbreitung des Coronavirus verordnet werden. Die Entscheidung der italienischen Regierung, ganz Italien unter Quarantäne zu setzen, ist ein jüngstes Beispiel dafür.

Andererseits sorgen Turbulenzen auf dem Ölmarkt für Verunsicherung. Nachdem die erdölproduzierenden Länder sich nicht auf Mengenbeschränkungen zur Preisstützung einigen konnten, hat Saudi-Arabien einen Preiskrieg angekündigt. Zu Wochenbeginn fielen die Preise für ein Fass Erdöl der Sorten Brent und WTI auf etwas mehr als 30 Dollar. Seit Jahresbeginn hat Erdöl damit die Hälfte des Werts verloren. Der Preiszerfall hat tiefe Spuren in den weltweiten Aktien- und Anleihenmärkten hinterlassen.

In Erdöl sind die von uns betreuten Portfolios nicht direkt investiert. Der Zerfall des Erdölpreises hat damit für die Portfolios keine direkten Auswirkungen. Gleichzeitig haben sich in diesem Umfeld unsere Entscheide vom 28. Januar und am 26. Februar ausbezahlt, Aktien unterzugewichten und dafür vermehrt Anleihen zu kaufen. Wir halten weiterhin an dieser Ausrichtung fest, denn mit den jüngsten Ereignissen ist das Risiko weiter gestiegen, dass das Coronavirus Auslöser einer Rezession der Weltwirtschaft sein könnte. Ebenfalls bleiben wir verstärkt in Gold und im japanischen Yen investiert, beides sogenannte «sichere Häfen».

Wir verfolgen die Entwicklungen an den Finanzmärkten und der Weltwirtschaft weiterhin genau und werden bei Bedarf weitere Anpassungen vornehmen.