09.08.2018

Was sind gesponserte Trades

Der Handel von Wertpapieren ist immer auch mit Kosten verbunden: Wer Wertpapiere an der Börse kauft und verkauft, bezahlt verschiedene Gebühren an die Bank, die Steuerbehörde und die Börse. Sponsored Trades bieten Anlegerinnen und Anlegern die Möglichkeit, von reduzierten Courtagen beim Verkauf oder Kauf ausgewählter Produkte zu profitieren.

Courtagen, Stempelsteuern und Börsengebühren – wer an der Börse handelt, hat diese drei Begriffe sicherlich schon gehört. Schliesslich müssen diese Gebühren bei fast jedem Kauf oder Verkauf von Wertpapieren entrichtet werden.

  • Die Stempelsteuer ist eine Umsatzabgabe, die von der Schweizer Steuerverwaltung auf dem Schweizer Finanzplatz auf fast jedem Trade erhoben wird. Ihre Höhe wird von der Eidgenössischen Steuerverwaltung festgelegt und in Prozent des Wertschriftenumsatzes angegeben. Für die Höhe der Stempelsteuer ist entscheidend, ob sich der Börsenplatz im Inland oder im Ausland befindet und ob es sich um ein inländisches oder ausländisches Wertpapier handelt.
  • Die Börsengebühr wird an die Börse dafür bezahlt, dass sie den Handel überhaupt möglich macht.
  • Dazu kommt die Courtage: Sie wird an die Bank bezahlt, die für die Ausführung des Trades zuständig ist. Ihre Höhe ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich und richtet sich mehrheitlich nach Volumen, Preis und Börsenplatz des Auftrags.

Je nach Bank fallen weitere Gebühren, zum Beispiel Kosten für die Depotführung, an. Unser Artikel «Verschaffen Sie sich Überblick im Gebührendschungel» hilft Ihnen dabei, sich genauer mit den Kosten, die das Anlegen mit sich bringt, auseinanderzusetzen.

Sponsored Trades: günstigere Courtagen

Während Stempelsteuern und Börsengebühren von Bund und Börse geregelt sind, gibt es bei den Courtagen Unterschiede: Jede Bank hat verschiedene Modelle für die Höhe ihrer Courtagen – oder bietet sogar vergünstigte Courtagen an. Diese reduzierten Courtagen heissen beispielsweise «Sponsored Trades» oder gesponserte Trades. Wer von diesen Sponsored Trades profitiert, bezahlt also weniger Courtagen. Die Differenz zur ordentlichen Courtage wird meistens vom Emittenten übernommen. Anlegerinnen und Anleger erhalten entweder einen prozentualen Rabatt (zum Beispiel 25%) auf die reguläre Courtage oder profitieren von einer sogenannten Flat Fee: Das heisst, Sie bezahlen einen Fixpreis, unabhängig vom Auftragsvolumen (zum Beispiel eine Flat Fee von CHF 15.–).

Für ausgewählte Produkte

Wann gesponserte Trades zum Einsatz kommen, entscheidet die Bank zusammen mit dem Emittenten: Nur beim Handel mit bestimmten Produkten können Anlegerinnen und Anleger somit von vergünstigten Courtagen profitieren. Ausgewählte ETFs und strukturierte Produkte gehören zum Beispiel dazu. Die Sponsored Trades gelten jeweils für Handelsaufträge an vordefinierten Börsenplätzen. Je nachdem für welches Produkt Sie sich entscheiden, haben Sie also die Möglichkeit, Ihre Transaktionsgebühren zu senken und von Sponsored Trades zu profitieren.

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