30.08.2018

Steuern sparen mit der Säule 3a

Um im Ruhestand Ihren Lebensunterhalt bestreiten und Ihre Träume verwirklichen zu können, sollten Sie sich nicht ausschliesslich auf die staatliche und berufliche Vorsorge verlassen. Die obligatorischen Leistungen der ersten und zweiten Säule decken in der Regel nur rund 60% Ihres aktuellen Einkommens ab. Nehmen Sie deswegen Ihre Altersvorsorge so früh wie möglich selbst in die Hand – und sparen Sie mit regelmässigen Einzahlungen in die private Vorsorge (dritte Säule) auch noch Steuern.

Den einfachsten Weg, mit Ihrer Vorsorge Steuern zu sparen, kommt bereits bei der Einzahlung auf ein Vorsorgekonto 3a zum Zug: Die in die gebundene Vorsorge der Säule 3a einbezahlten Beiträge können im Rahmen der gesetzlichen Maximalbeträge vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Bis zur Auszahlung Ihres Vorsorgeguthabens zahlen Sie auf diesem Kapital weder Vermögenssteuer noch Einkommenssteuer, profitieren aber von Zinsen bzw. von Renditen bei einer allfälligen Investition in Vorsorgefonds. Erst bei vorzeitigem oder ordentlichem Bezug der Säule 3a fallen Steuern an. Wenn Sie einige Dinge beachten, können Sie aber auch hier die steuerliche Belastung optimieren.

Der Bezug der Säule 3a bedingt die sofortige Besteuerung der Auszahlung. Der Vorsorgeträger (also die Bank oder die Versicherung) muss den Bezug unmittelbar an die Eidgenössische Steuerverwaltung melden. Diese wird den entsprechenden Steuerbetrag berechnen. Durch das Gemeindesteueramt bzw. kantonale Steueramt wird die Steuer anschliessend eingezogen. Danach wird das Kapital jeweils normal als Vermögen versteuert.

Mit diesen Tipps können Sie von einer Steuerersparnis profitieren

  • Planen Sie Ihre Altersvorsorge vorausschauend: Anstatt alle Einzahlungen auf ein einziges Vorsorgekonto zu leisten, können Sie Ihre Beiträge auf mehrere 3a-Konten verteilen. Wenn Sie mehrere Konten führen, können Sie sich Ihr Guthaben somit auf verschiedene Jahre verteilt auszahlen lassen: Fünf Jahre vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters können Sie bereits die erste Auszahlung veranlassen. Mit dem gestaffelten Bezug der übrigen Konten verringern Sie die steuerliche Progression und sparen Steuern, wie unser untenstehendes Rechenbeispiel veranschaulicht.
  • Ehepaare oder eingetragene Partner sollten ihre Guthaben aus der Säule 3a nicht im selben Jahr beziehen. Die Auszahlungen werden nämlich addiert und der Gesamtbezug wird für die Berechnung des Steuersatzes genutzt, was sich auch wieder auf die steuerliche Progression auswirkt. 
  • Beziehen Sie das Kapital aus der Pensionskasse und der Säule 3a nicht im selben Jahr. Auch hier werden beide Leistungen zusammengezählt und gemeinsam besteuert. Planen Sie die Auszahlung nach Möglichkeit sinnvollerweise über mehrere Jahre.
  • Beachten Sie beim Bezug Ihrer Vorsorgegelder der zweiten und dritten Säule immer die steuerliche Behandlung in Ihrem Wohnkanton.

Generell gilt: Je früher Sie mit der Vorsorge anfangen, desto besser. Dies, weil sie dann nicht nur langfristig von Zinsen (oder bei einem Vorsorgefonds von Renditen) und Zinseszinsen profitieren, sondern auch, weil Sie jedes Jahr Steuern sparen. Unser Rechenbeispiel zeigt Ihnen, warum es gar nie früh genug sein kann, mit der Vorsorge zu beginnen. In unserem Beitrag «Vorsorgekonto 3a versus Vorsorgefonds» erfahren Sie, wie Sie mit einem Vorsorgefonds noch mehr aus Ihrem Vorsorgekapital machen können.

Übrigens: Auf der Internetseite der Steuerbehörde Ihres Wohnkantons finden Sie in der Regel einen Steuerrechner. Auf www.postfinance.ch/rechner können Sie ausserdem Ihre jährlichen Steuerersparnisse mit Einzahlung in die Säule 3a sowie die Besteuerung von Kapitalauszahlungen der zweiten und dritten Säule berechnen.

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