Diese Seite hat eine durchschnittliche Bewertung von %r von maximal 5 Sternen. Total sind %t Bewertung vorhanden.
Bewertung (%t)
Lesezeit 5 Minuten Lesezeit 5 Minuten
Erstellt am 22.05.2019

Börsen im Griff der Politik

Die Wirtschaft schwächelt und die politischen Risiken sind jüngst wieder gestiegen. Wir empfehlen, Gewinne auf Aktien mitzunehmen und den Aktienanteil im Portfolio etwas zu reduzieren.

Nach vier sorglosen Monaten weht seit Anfang Mai an den Börsen wieder ein rauerer Wind. Der Handelsstreit zwischen den USA und China hat die Märkte erneut fest im Griff. Die von den Finanzmärkten erwartete Unterzeichnung eines Handelsabkommens blieb aus. Stattdessen führten beide Seiten Anfang Mai neue Zölle ein und sorgten damit an den Börsen für grosse Unruhe.

Aktienkurse geraten unter Druck

Unter dem wieder aufgeflammten Konflikt am stärksten gelitten haben chinesische Aktien. Aktien, die an den lokalen chinesischen Börsen gehandelt werden, verloren seit Ende April mehr als 10% ihres Wertes. Andere asiatische Titel gerieten ebenfalls in den Strudel und erlitten hohe einstellige prozentuale Verluste. Im Vergleich dazu haben amerikanische Aktien weit weniger unter den Streitigkeiten gelitten. Am wenigsten anfällig erwies sich der Schweizer Aktienmarkt: Der Swiss Market Index erreichte Ende April sogar ein neues Allzeithoch.

Am wenigsten anfällig erwies sich der Schweizer Aktienmarkt.

Defensive Ausrichtung zahlt sich aus

Damit hat sich unser Entscheid von Anfang Jahr, Schweizer Aktien aufgrund ihres defensiven Charakters überzugewichten, ausbezahlt. Schweizer Aktien – mit ihrem hohen Anteil an Firmen in defensiven Sektoren, wie Pharma und Basiskonsum – gehören zu den besten Anlageklassen seit Jahresbeginn. Deren Gesamtertrag beläuft sich auf knapp 20%. Auch unsere zusätzlichen Investitionen in Gold und in den japanischen Yen als Schutz vor Aktienmarktturbulenzen haben sich in den jüngsten Unruhen als positiv für die Portfoliorendite erwiesen.

Moderater Abbau von Aktien

Noch deutet nichts darauf hin, dass die an den Börsen gehandelten Firmen unter den verhängten Handelszöllen leiden. Die Gewinne der Unternehmen verharren in fast allen Regionen auf hohem Niveau. Doch das globale Wirtschaftsbild hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten zunehmend verschlechtert. In diesem Wirtschaftsumfeld haben die politischen Unsicherheiten besonders viel Störungspotenzial.

Entsprechend empfehlen wir unseren Kunden, den Aktienanteil leicht zu reduzieren. Dieses Untergewicht setzen wir mit dem Verkauf von Aktien aus der Eurozone um. Im Vergleich zum Schweizer Aktienmarkt reagieren diese Titel aufgrund ihrer Sektorengewichtung stärker auf eine Eintrübung des Wirtschaftsbildes.

Obligationen von Schwellenländern beibehalten

An den Obligationenmärkten haben die Pessimisten derzeit klar die Oberhand. Darauf lassen die langfristigen Verfallsrenditen von sicheren Staatsanleihen schliessen. Diese widerspiegeln immer auch zukünftige Wachstumserwartungen. So sind die Verfallsrenditen auf Staatsanleihen weltweit so tief wie zuletzt vor 18 Monaten. In Europa flirten sie sogar mit den tiefsten je gemessenen Werten.

Von diesem Rückgang der Renditen konnten auch Schwellenlandobligationen profitieren, da sinkende Renditen die Kurse ausstehender Obligationen ansteigen lassen. Im Vergleich zu Aktien aus Schwellenländern konnten sich diese Anlagen im letzten Monat der Verkaufswelle entziehen. Wir sehen in diesen Anlagen ein hohes Renditepotenzial und empfehlen sie weiterhin überzugewichten.

Der chinesische Aktienmarkt ist der grosse Verlierer

Indexierte Preisentwicklung in US-Dollar

Die Grafik zeigt die Preisentwicklung des MSCI China Index und des MSCI USA Index über das letzte Jahr. Für chinesische Aktien ging es von Mai 2018 bis Anfang Jahr praktisch nur abwärts, während amerikanische Aktien trotz negativer Jahresendrendite zeitweise sogar an Wert gewannen. Eine ähnliche Entwicklung hat sich auch in den letzten Tagen eingestellt.

Chinesische Aktien haben zuletzt deutlich mehr an Wert verloren als amerikanische. Eine ähnliche Entwicklung konnten wir bereits in der zweiten Jahreshälfte 2018 beobachten, als die chinesisch-amerikanischen Verhandlungen ebenfalls zu einem Stillstand gekommen waren.

Turbulente Aktienmärkte

Im Mai kam es zur ersten deutlichen Aktienmarktkorrektur seit den Turbulenzen von Ende 2018. Ausgelöst wurde diese von der Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China. Schwellenlandaktien, angeführt von chinesischen Titeln, erlitten Verluste im zweistelligen prozentualen Bereich. Relativ robust entwickelten sich dagegen Schweizer Aktien. Die Kurse von sicheren Staatsobligationen, der Goldpreis und der japanische Yen stiegen an. Schweizer Immobilienfonds entwickelten sich in diesem Umfeld seitwärts.

Wertentwicklung Anlageklassen in Franken

Währungen 1 Monat 3 Monate
YTD
Währungen
EUR
1 Monat
-1,3%
3 Monate
-0,8%
YTD

0,1%

Währungen
USD
1 Monat
-0,6%
3 Monate
0,8%
YTD
2,7%
Währungen
JPY
1 Monat
1,1%
3 Monate
1,5%
YTD
2,3%

Aktien 1 Monat 3 Monate
YTD
Aktien
Schweiz
1 Monat
0,9%
3 Monate
6,2%
YTD

17,8%

Aktien
Welt
1 Monat
-3,0%
3 Monate
2,5%
YTD
15,8%
Aktien
USA
1 Monat
-2,7%
3 Monate
3,2%
YTD
17,3%
Aktien
Eurozone
1 Monat
-4,5%
3 Monate
2,6%
YTD
13,4%
Aktien
Grossbritannien
1 Monat
-3,9%
3 Monate
1,0%
YTD
13,6%
Aktien
Japan
1 Monat
-2,5%
3 Monate
-0,7%
YTD
8,2%
Aktien
Schwellenländer
1 Monat
-9,4%
3 Monate
-4,0%
YTD
6,3%

Obligationen 1 Monat 3 Monate
YTD
Obligationen
Schweiz
1 Monat
0,7%
3 Monate
1,3%
YTD

2,2%

Obligationen
Welt
1 Monat
-0,1%
3 Monate
2,0%
YTD
5,0%
Obligationen
Schwellenländer
1 Monat
-0,4%
3 Monate
3,2%
YTD
10,6%

Alternative Anlagen 1 Monat 3 Monate
YTD
Alternative Anlagen
Immobilien Schweiz
1 Monat
0,0%
3 Monate
4,8%
YTD

10,3%

Alternative Anlagen
Gold
1 Monat
-0,4%
3 Monate
-3,7%
YTD
2,3%

Unsere Positionierung Fokus Schweiz

Liquidität TAA alt TAA neu
Liquidität
CHF
TAA alt
7,0%
TAA neu
9,0%
Liquidität
JPY
TAA alt
2,0%
TAA neu
2,0%
Liquidität
Total
TAA alt
9,0%
TAA neu
11,0%

Aktien
TAA alt TAA neu
Aktien
Schweiz
TAA alt
28,0%
TAA neu
28,0%
Aktien
USA
TAA alt
8,0%
TAA neu
8,0%
Aktien
Eurozone
TAA alt
5,0%
TAA neu
3,0%
Aktien
Grossbritannien
TAA alt
0,0%
TAA neu
0,0%
Aktien
Japan
TAA alt
2,0%
TAA neu
2,0%
Aktien
Schwellenländer
TAA alt
5,0%
TAA neu
5,0%
Aktien
Total
TAA alt
48,0%
TAA neu
46,0%

Obligationen TAA alt TAA neu
Obligationen
Schweiz
TAA alt
13,0%
TAA neu
13,0%
Obligationen
Welt
TAA alt
10,0%
TAA neu
10,0%
Obligationen
Schwellenländer
TAA alt
8,0%
TAA neu
8,0%
Obligationen
Total
TAA alt
31,0%
TAA neu
31,0%

Alternative Anlagen TAA alt TAA neu
Alternative Anlagen
Immobilien Schweiz
TAA alt
5,0%
TAA neu
5,0%
Alternative Anlagen
Gold
TAA alt
7,0%
TAA neu
7,0%
Alternative Anlagen
Total
TAA alt
12,0%
TAA neu
12,0%
Sie können die Seite mit 1 bis 5 Sternen bewerten. 5 Sterne ist die beste Bewertung.
Bewertung (%t)

Das könnte Sie ebenfalls interessieren